Ausstellung „Lust der Täuschung“

Irgendwas stimmt doch da nicht – das denkt man sich in der Ausstellung „Lust der Täuschung – von antiker Kunst bis zur Virtual Reality“ ständig. Mal zerfließt Porzellan, mal irritiert ein Bild, mal scheint man über den Dingen zu schweben. Hier ist die Fortsetzung der Eindrücke unseres Besuchs…

 

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Echt jetzt?

Wir haben uns am Samstag, den 20. Oktober in der Kunsthalle München getroffen, um uns die Ausstellung „Lust der Täuschung“ anzuschauen. Der Eintritt war erstaunlich günstig – ein Euro für Kinder und Jugendliche. An der Kasse bekamen wir Schnitzeljagd-Hefte, die uns durch die Ausstellung führen sollen, falls es uns langweilig werden sollte oder so … Dazu kam es aber nicht – die Hefte blieben in der Tasche, denn das, was wir erleben konnten, war selbsterklärend. Hier sind unsere Eindrücke einmal zusammengefasst.

 

 

 

Alex (12)

In der Ausstellung fand ich die vierteiligen Virtual Reality-Brillen am tollsten! Sie ermöglichten einem, in spannende und aufregende Welten einzutauchen – einfach cool!

 

 

 

 

Anna Katerina (10)

Ich fand den Chalkroom am besten, die so genannte „Planke“ und den Gang von Livia Marin. Denn dort konnte man auch selber etwas machen, und zwar mit der Virtual Reality-Brillen verschiedene Sachen erleben, wie zum Beispiel fliegen oder malen. 

Auch toll: ein immer kleiner werdender dunkler Gang. Dieser Flur samt Tür täuschte so, weil als man in diesen hinein- und weiterging, die Decke dort immer niedriger und der gesamte Raum dort bis zum Ende immer enger wurde. Hinten angekommen – am Ende kriechend – war eine offene und an deren Rahmen angelehnte Tür (aus dem Zimmer dahinter floss Licht in den hier dunklen Gang), die in Wirklichkeit etwa nur 20 Zentimeter hoch war. Das konnte man aber vom ersten Standpunkt des Ganges aus nicht erkennen und hatte diese dann doch so kleine Tür am Anfang als normal groß wahrgenommen! 

 

 

 

 

Laura (8):

Ich habe viele Sachen gesehen in dieser Ausstellung für Illusionen und optische Täuschungen. Doch am meisten haben mich die Angebote mit den VR-Brillen fasziniert, vor allem der Chalkroom. Es war zwar ein bisschen dunkel, aber man konnte viele Sachen machen.

 

 

 

Stefan (14):

Auf mich hat das Ölgemälde mit dem Titel „Heilige Dreifaltigkeit, Erbarme dich unser“ aus dem späten 18. Jahrhundert einen besonders faszinierenden Eindruck gemacht. Der Künstler Joseph Keller hat in diesem Bild Jesus bzw. die Heilige Dreifaltigkeit so abgebildet, dass man, wenn man es etwas genauer betrachtet, sein/deren Gesicht dreimal in einem Kopf erkennen kann, wobei zwischen den Gesichtern keine visuelle Abtrennung besteht. 

Das linke Auge des mittleren Gesichtes ist in dem Fall das rechte Auge vom linken Gesicht. Die Gesichter verfließen sozusagen ineinander. Bei dem Kunstwerk hatte man den Eindruck, aus jeder Perspektive von Jesus gesehen zu werden. Mich hat das Gemälde zum Staunen gebracht, weil es aufzeigt, wie stark die Kunst auf die Psyche Einfluss nehmen kann.

 

 

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Denisa (12):

Die Ausstellung für Illusionen und optische Täuschungen war sehr faszinierend, vor allem die vielen Sachen die man mit der VR Brille machen konnte. Zum Beispiel konnte man in einen Aufzug steigen und man wurde ins 8. Stockwerk gefahren, von da aus musste man dann auf einem Brett balancieren und zum Schluss runterspringen. Doch das faszinierendste daran war die Tatsache wie diese Brille dein Gehirn täuscht. Als du runterspringen musstest wusstest du, dass du eigentlich nicht fallen würdest, dennoch hatte man Angst davor, weil einem alles so real vorkam.

Es gab noch eine Sache mit VR-Brille, den Chalkroom. Da flog man zuerst rum, bis man in ein Zimmer kam, wo alles aus Tafeln bestand die vollgeschrieben waren. Danach konnte man entscheiden in welchen Raum man wollte. Es gab zum Beispiel einen Raum, in dem man mit Buchstaben malen konnte, oder ein Raum, wo mit Kreide gemalte Strichmännchen tanzten und noch vieles mehr. Nach zehn Minuten war der Spaß im Chalkroom vorbei.

 

 

Alle:

Die verschiedenen Kunstwerke fanden wir beeindruckend und die Ausstellung interessant und spannend. Die meisten unserer Gruppe – sowohl Kinder als auch Erwachsene – wollten an sich gar nicht mehr nach Hause und spazierten durch die Räume, bis der Hunger unerträglich wurde. Den meisten Erfolg hatten in unserer Gruppe die Virtual Reality Täuschungen, die beinahe alle Sinne betreffen.

 

 

Falls du die Ausstellung jetzt auch besuchen möchtest, kannst du das noch bis zum 13. Januar machen! Sie befindet sich in Kunsthalle München, zwischen Odeons- und Marienplatz. Der Eintritt kostet bis 18 Jahre 1 Euro. Außerdem: An bestimmten Terminen, zum Beispiel in den Ferien, werden kostenlose Kinderführungen angeboten.

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