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So denken andere…

Donnerstag, 05. September 2019

…über (Un)Gerechtigkeit

 

Was findest Du ungerecht?

In der Familie, in der Schule oder auf der ganzen Welt? Gibt es Dinge, die Du ändern würdest? Das fragten wir die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c des Maria-Theresia-Gymnasiums in der Au.

Lies selbst, wie vielfältig die Antworten sind!

 

BEN

Ich habe fünf Geschwister und finde es oft etwas ungerecht, vor allem wer was wann im Haushalt machen muss. Aber es gibt viel schlimmere Ungerechtigkeiten auf der Welt: Vor einiger Zeit wurde doch zum Beispiel ein Mädchen in München von einem Mann mit Wolfsmaske vergewaltigt und in manchen Ländern wäre das so, dass ein Mädchen, das von so etwas schwanger wird und abtreibt, eine härtere Strafe kriegen würde als der Verbrecher. Das ist so unfassbar ungerecht!

 

MARTIN

Wenn ich in den Nachrichten wieder von irgendeinem Krieg höre, finde ich es so ungerecht, dass Menschen leiden müssen, nur weil sich Politiker streiten. Diese Menschen, die sicher keinen Krieg wollen, werden mit Bomben beworfen. Schlimm finde ich es auch, wenn Leute schlecht behandelt werden, bloß weil sie anders sind oder sie ein schwieriges Leben haben. Oder gegen Ausländer wettern, das finde ich auch total unfair. Mensch ist Mensch und nicht anders!

 

LOUIE

Mein Bruder bekommt sein erstes Tablet viel früher als ich – ungerecht! Überhaupt sollten alle Kinder gleich fair behandelt werden, überall auf der Welt. Warum geben Reiche nicht etwas ab, damit auch Kinder aus armen Ländern zur Schule gehen und etwas aus sich machen können? Wenn ich unter Freunden etwas ungerecht finde, versuche ich zu schlichten. Bei den Eltern ist das schwieriger: Die haben oft Argumente, gegen die man schwer was sagen kann. Etwa wenn es darum geht, im Haushalt mitzuhelfen …

 

Warum geben Reiche nicht etwas ab, damit auch Kinder aus armen Ländern in die Schule gehen und etwas aus sich machen können? Die können doch gar nichts dafür und haben genauso ein Recht auf Bildung! Wenn ich in meiner Umgebung etwas ungerecht finde, zum Beispiel unter Freunden, dann versuche ich zu schlichten.

 

Bei den Eltern ist das schwieriger: Die haben oft Argumente, gegen die man schwer was sagen kann. Zum Beispiel wenn es darum geht, im Haushalt mitzuhelfen. Aber grade für jüngere Kinder ist halt Spielen einfach manchmal wichtiger.

 

FELIX

Oft find ich es gemein, dass Eltern immer sagen dürfen, was die Kinder tun sollen. Schade, dass wir nicht viel selbst bestimmen können. Manchmal ist es aber auch gut, zum Beispiel wenn einen die Großen daran erinnern, Sonnencreme zu benutzen. Alle Kinder auf der Welt sollten beschützt und unterstützt werden, nicht nur hier bei uns. Überhaupt könnte jeder irgendetwas tun, um Menschen zu helfen, denen es schlechter geht. Vielleicht einfach mal was schenken, etwas Gutes zu essen oder so.

 

Ich finde es schlimm, wenn Erwachsene insgesamt immer sagen, man müsste was tun, gegen den Klimawandel oder die Armut und trotzdem macht keiner was und alle reden nur. Dann ändert sich nie etwas und arme Kinder bleiben immer arm, außer sie sind echte Naturtalente und schaffen es irgendwie allein raus.

 

Alle Kinder auf der Welt sollten beschützt und unterstützt werden, nicht nur hier bei uns. Überhaupt könnte jeder irgendetwas tun, um Menschen zu helfen, denen es schlechter geht. Vielleicht einfach mal was schenken, etwas Gutes zu essen oder so.

 

VIKTOR

Ich hab noch nie auf einem Wahlplakat gelesen: „Wir helfen allen Kindern!“ Warum eigentlich nicht? Wenn jemand ungerecht behandelt wird, zum Beispiel von anderen aus der Klasse, dann kann man auch was dagegen tun: Man kann miteinander reden und klarmachen, dass man auf seiner Seite ist.

Was ich mir als zusätzliches Kinderrecht wünschen würde? Dass sich alle Lehrer mit den Hausaufgaben absprechen und wir nicht den halben Nachmittag daran sitzen müssen.

 

Für mich bedeutet Gerechtigkeit, dass arme Kinder genauso wie wir zur Schule gehen können. Sonst geht das alles immer weiter auseinander und es gibt keine Freundschaften mehr unter Kindern aus verschiedenen Schichten. Ich hab noch nie auf einem Wahlplakat gelesen: „Wir helfen allen Kindern!“ Warum eigentlich nicht?

 

Wenn jemand ungerecht behandelt wird, zum Beispiel von anderen aus der Klasse, dann kann man auch was dagegen tun: Man kann miteinander reden und klarmachen, dass man auf seiner Seite ist, also ihn da rausholen oder direkt zu denen gehen, die sich gemein verhalten und ihnen die Meinung sagen.

 

RUBY

Ich mag es nicht, wenn Eltern die Schuld für irgendetwas nur auf ein Kind schieben, ohne genau zu wissen, was los war.
So richtig ungerecht finde ich, dass viele Politiker zum Thema Klimawandel einfach sagen: Das ist schon alles ok und einfach nichts dagegen tun. Auch das Thema Essen ärgert mich: Warum werden jeden Tag so viele Lebensmittel weggeschmissen und woanders gibt es Kinder, die an Hunger sterben?

 

Manchmal find ich es unfair, wenn ich gerade dann viel im Haushalt mithelfen muss, wenn ich viel lieber was anderes machen würde. So richtig ungerecht finde ich, dass viele Politiker zum Thema Klimawandel einfach sagen: Das ist schon alles OK und einfach gar nichts dagegen tun. Das betrifft doch alle Menschen auf der Welt und viele können sich einfach nicht dagegen wehren! Außer Umweltschutz im Kleinen natürlich, wie z.B. weniger Plastik kaufen.

 

Auch das Thema Essen ärgert mich: Warum werden jeden Tag so viele Lebensmittel weggeschmissen und woanders gibt es Kinder, die an Hunger sterben?

Insgesamt finde ich, Kinder sollten mehr Sachen selbst entscheiden dürfen. Man muss das ja auch lernen! Auch, wenn man dann manchmal aus eigenen Fehlern klüger wird.

 

EMILY

Ich habe einen kleinen Bruder und wenn wir uns streiten, bin ich für unsere Eltern oft die Schuldige, obwohl ich nichts gemacht habe, das finde ich ungerecht. Ich würde auch gern zu den Fridays for Future-Demos gehen, aber man muss ja offiziell in die Schule und das Risiko, dann irgendeine Strafe zu bekommen, ist eben schon hoch. Wahrscheinlich würden noch viel mehr Kinder da hingehen, wenn sie nicht befürchten müssten, Verweise zu bekommen.

 

Total unmöglich finde ich, wenn sich Leute über andere lustig machen, zum Beispiel gibt es bei uns im Vierte zwei Männer, die sprechen einfach nur mit sich selbst und dem Hund und einmal ist einer vorbeigekommen und hat ganz abfällig über die gesprochen. Oder Rollstuhlfahrer anglotzen ist auch blöd. Am schlimmsten sind Leute, die bei Verkehrsunfällen stehenbleiben und fotografieren. Stellt euch vor, ihr liegt selber dort!

 

Überhaupt sollten Behinderte ganz genau dieselben Rechte haben wie nicht Behinderte, es sollte am liebsten keine schlimmen Krankheiten mehr geben, keine Kinderarbeit auf der ganzen Welt und jedes Kind sollte zur Schule gehen können. Und ganz wichtig: Wenn Kinder gemobbt werden, weil sie anders aussehen oder aus einem anderen Land kommen, dann muss man was dagegen tun.

 

AMEL

Total ungerecht finde ich jede Form von Rassismus. Ich bin selbst dunkelhäutig und werde auf der Straße manchmal blöd angeguckt und dann denkt man sich „Ich hab doch nichts gemacht“. Bloß weil irgendein Dunkelhäutiger mal was Schlimmes macht, dann doch nicht gleich alle! Überhaupt wird in den Nachrichten viel über das Schlechte in anderen Ländern berichtet, aber selten über das Gute! Wenn ich könnte, würde ich unser ganzes Schulsystem ändern und die Noten abschaffen. Lieber mehr Übungen!

 

Total ungerecht finde ich jede Form von Rassismus. Ich bin selbst dunkelhäutig und werde auf der Straße manchmal blöd angeguckt und dann denkt man sich „Ich hab doch nichts gemacht“, denn bloß weil irgendein Dunkelhäutiger was Schlimmes macht, dann machen doch nicht gleich alle was Schlimmes. Überhaupt wird in den Nachrichten viel über das Schlechte in anderen Ländern berichtet, aber selten mal über das Gute!

 

Einmal war ich auf der Straße und ein Mann hat gefragt, ob ich Wasser oder Geld brauche. Ich habe natürlich nein gesagt, weil ich habe eigentlich alles. Und da musste ich so lachen, weil er dachte, dass ich ein Flüchtling bin und bettle und dabei wollte ich nur nach Hause gehen. Ich bin aber in Deutschland geboren.

 

SORAYA

Ich finde das Schulsystem nicht gerecht. Es wird viel zu wenig Allgemeinbildung vermittelt und man geht kaum auf die Interessen der einzelnen Kinder ein. Deswegen möchte ich, wenn ich groß bin, auch mal in die Politik gehen und etwas verändern. Ich finde es auch wichtig, dass viele Kinder zu den Freitagsdemos gehen, denn sonst passiert ja offenbar nichts gegen den Klimawandel. Überhaupt kann man auch als Kind etwas tun, man muss sich nur reinhängen!

 

Ich finde das Schulsystem nicht gerecht. Es wird viel zu wenig Allgemeinbildung vermittelt und man geht kaum auf die Interessen der einzelnen Kinder ein. Man sollte lernen dürfen, was einen wirklich interessiert und nicht nur einzelne Fächer haben, in denen die Themen einfach so eines nach dem anderen durchgehauen werden. Das ist anstrengend und stressig. Deswegen möchte ich auch mal in die Politik gehen, wenn ich groß bin und etwas verändern.

 

Ich finde es auch wichtig, dass viele Kinder zu den Freitagsdemos gehen, denn sonst passiert ja offenbar nichts gegen den Klimawandel, dabei geht es hier um die Zukunft aller Menschen.

 

Überhaupt kann man sich auch als Kind schon intensiv mit Sachen beschäftigen und etwas tun, anstatt sich nur zu denken „Ich wünschte, das wäre so und so …!“ Man muss sich nur reinhängen!

 

 

HANNA

Kinder wegen einer anderen Hautfarbe oder einer Behinderung zu mobben, finde ich sehr ungerecht. Viele denken zum Beispiel sofort, dass dunkelhäutige Menschen arm sind. Oder Behinderte nicht so schlau.So ein Quatsch! Es gibt so viele Vorurteile! Absolut schlimm finde ich es, wenn Menschen verurteilt werden und im Gefängnis sitzen und dann stellt sich nach Jahren heraus, dass sie völlig zu Unrecht bestraft wurden.

 

Kinder wegen einer anderen Hautfarbe oder einer Behinderung zu mobben, finde ich sehr ungerecht. Viele denken zum Beispiel sofort, dass dunkelhäutige Menschen arm sind. Oder behinderte Menschen nicht so schlau. So ein Quatsch! Es gibt so viele Vorurteile! Da muss man sich mit der ganzen Klasse und den Lehrern oder eben den anderen Leuten zusammensetzen und unbedingt was machen. Überhaupt ist die ganze Einteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium richtig blöd, denn wenn diese Trennung nicht wäre, würden sich alle Kinder viel mehr mischen und besser kennenlernen und es gäbe nicht so viele Vorurteile.

 

Absolut schlimm finde ich es, wenn Menschen verurteilt werden und im Gefängnis sitzen und dann stellt sich nach Jahren heraus, dass sie gar nichts gemacht haben und zu Unrecht verurteilt wurden.

 

 

Text: Ines Beyer, Fotos: Anna Wolff

So denken andere….

Montag, 03. Juni 2019

…. über das unterwegs-sein in den Ferien.

 

Wir haben die SchülerInnen der Klasse 4c der Grundschule an der Schäferwiese in Obermenzing bei einem Besuch ein paar Fragen gestellt. Wo fährst du in den Urlaub hin? Was treibst du so, wenn du in München bleibst? Wie stellst du dir deine Traumferien vor?

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Ausstellung „Lust der Täuschung“

Montag, 03. Dezember 2018

Irgendwas stimmt doch da nicht – das denkt man sich in der Ausstellung „Lust der Täuschung – von antiker Kunst bis zur Virtual Reality“ ständig. Mal zerfließt Porzellan, mal irritiert ein Bild, mal scheint man über den Dingen zu schweben. Hier ist die Fortsetzung der Eindrücke unseres Besuchs…

 

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So denken andere über Stadt & Land

Mittwoch, 12. September 2018

Hinter der Stadtgrenze und den Vororten sieht es schnell ganz anders aus: weniger Menschen, mehr Natur. Wie fühlt es sich an, dorthin nicht nur kurz mal einen Ausflug zu machen, sondern da zu leben? Das haben wir SchülerInnen der Klasse 3c in dem Mini-Dorf Antholing rund 40 Kilometer südöstlich von München gefragt…

 

 

 

Andrés

 

 

Hier ist es nicht so laut. Viele Autos gibt es auch nicht. Ich bin schon öfters in der Stadt, mit meiner Mama, wenn sie was besorgen muss oder Freundinnen besucht. Da geh ich dann öfters mit. Ich habe bis vor einem Jahr in Spanien gewohnt, in einer großen Stadt, in Sevilla. Hier gefällt es mir besser, weil es nicht so laut ist. Dort konnte man es manchmal gar nicht aushalten.

 

 

 

Bodo

 

 

Ich bin öfters in München, weil ich dort samstags in die ungarische Schule gehe, zum Üben, Rechtschreibung und Reden. Meine Mama ist aus Ungarn. Nach München nehmen wir immer das Auto. Das geht schnell. Halbe Stunde oder so. Manchmal treffen wir uns nach der Schule in München mit meinem Papa und wir unternehmen was.

 

 

 

Laura

 

 

Mir gefällt es auf dem Land auch besser, weil es nicht laut ist und hier sind nicht so viele Häuser. Manchmal kaufen meine Eltern Lebensmittel vom Bauernhof, aber meistens im Supermarkt.

 

 

 

Mika

 

 

Ich bin mit meiner Oma öfters in München, weil sie dort manchmal zum Arzt muss. Ich gehe da gern mit, auch weil danach manchmal Eis essen oder so. Ob die Städte in Zukunft noch größer werden, oder kleiner, weil die Leute wieder aufs Land wollen, das kann man nicht genau sagen. Auf dem Land ist es ruhiger und gibt es weniger Verkehr, dadurch kann man besser spielen.

 

 

 

Quirin

 

 

Ich geh zu Fuß zur Schule. Das ist nicht weit. Sonst fahr ich oft mit dem Radl zu meinem Freund, dem Flori.

 

 

 

Raphael

 

 

Im Winter bin ich manchmal in der Stadt, weil da hin und wieder Eishockeyspiele sind. Auf dem Land gibt es mehr Tiere, das ist ein Vorteil. Aber in der Stadt gibt es mehr Geschäfte. Ich glaub die Kindheit auf dem Land ist besser, weil man einfach raus kann, weil es nicht so viel Verkehr gibt und das ist ohne Autos dann nicht so gefährlich.

 

 

 

Thilo

 

 

Wir haben zuhause viele Tiere: Hunde, Schafe, Hühner. Die Schafe leben auf einer riesigen Wiese. Der Bock ist aber gerade ziemlich aggro und deswegen kann man da nicht hin zum Streicheln. Deswegen kommt der bald weg. Die Hunde sind auch cool. Wir haben drei Stück. Einer davon ist Polizeihund, mein Papa ist bei der Polizei.

 

 

 

Lena

 

 

Ich will mal hierbleiben, in Glonn, am besten in dem Haus, in dem ich jetzt wohne. Das hat nämlich schon meiner Uroma gewohnt. Das ist ein gelbes Haus.

 

 

 

Martin

 

 

In München war ich schon zweimal im Sealife. Das war toll. Und sowas gibt es hier nicht. Auch Museen und Schwimmbäder gibt es da.

 

 

 

Clara (ohne Bild)

 

Ich wohne eigenlich in Chile, in Südamerika, also ganz weit weg. Ich bin nur drei Wochen in der Schule hier, um meinen Cousin und meine Oma zu besuchen. Ich würde am liebsten hierbleiben. Hier ist alles viel schöner. Die Häuser sind schön wegen den ganzen Blumen und ich liebe Brezeln.

 

 

 

Interviews: Verena Euler und Anna Grillenberger (auch Fotos)

Hilfe, die Insekten sterben!

Montag, 05. März 2018

Viele sechsbeinige Krabbler, wie Käfer, Wespen und Motten, sind nicht gerade unsere Lieblingstiere,  aber wichtig sind sie trotzdem! Blöderweise gibt es immer weniger von ihnen. In letzter Zeit schlagen die Wissenscha„tler regelrecht Alarm! Das liegt vor allem daran, dass es immer mehr eintönige Ackerflächen  und zu viele zubetonierte Flächen gibt und somit weniger Lebensraum Šür die Insekten. Vermutlich  spielen auch Pestizide eine große Rolle. Das sind Chemikalien, mit denen mehr Pflanzen mit einer angeblich besseren Qualität wachsen sollen.

 

Aber was ist das Problem, wenn es weniger Insekten gibt? Sie fressen kleinere Schädlinge, aber dienen auch selbst als Nahrung Šfür viele andere Tierarten, wie Fische, Frösche, Eidechsen, Vögel und Säugetiere. Ohne Insekten könnten auch diese Tiere weniger  werden. Zudem bestäuben Schmetterlinge und Bienen auch Pflanzen, die nur dadurch wachsen. In den vergangenen Jahrzehnten sind allein 39 Bienenarten in Deutschland ausgestorben! Was du gegen das  Insektensterben tun kannst? Wenn deine Familie einen Garten oder einen Balkon hat, kannst du Nisthilfen Šür Insekten scha„fen (siehe Tipp mit dem „Insektenhotel“) oder Pflanzen säen, die Bienen und Schmetterlinge gerne mögen.

 

 

Hier sind noch weitere Tipps, was du tun kannst, um den Insekten zu helfen:

Bio Lebensmittel kaufen: Versuche möglichst Lebensmittel zu kaufen, die nicht mit gefährlichen Düngern behandelt wurden.

 

Natürlichen Pflanzenschutz verwenden: Im eigenen Garten, kann man selbst entscheiden, wie man seine Pflanzen schützen möchte. Eine super Idee ist dabei einen Unkrautvernichter selbst herzustellen. Wie das genau funktioniert, siehst du hier: https://utopia.de/ratgeber/unkrautvernichter-selber-machen-so-gehts/

 

Keine giftigen Mückensprays verwenden! Nicht immer muss das Mittel Gift sein, das die Insekten vertreiben soll. Denn das schadet nicht nur den Tieren, sondern auch der menschlichen Gesundheit. Hier findest du natürliche Mittel, die auch Insekten vertreiben, die ihnen aber sonst nicht schaden: https://utopia.de/ratgeber/muecken-wespen-ameisen-fliegen-bekaempfen-vertreiben-hausmittel/

 

Biete Insekten eine Unterschlupfmöglichkeit: In Insektenhotels! Diese bestehen aus Holz, Rinde, Bambus und vielen weiteren natürlichen Materialien. Man kann sie kaufen oder aber auch selbst herstellen. Dazu gibt es auch eine Aktion der Feierwerk Funkstation:

„Hereinspaziert – Wir zaubern heut ein Insektenhotel“
Gemeinsam mit einer Bildhauerin wird im Garten der Feierwerk Funkstation der Unterschlupf für die kleinen, sechsbeinigen Nachbarn gezimmert. Das ist nicht nur für die Insekten nützlich, sondern auch für die Beobachter spannend. Da entdeckt man sogar mal eine blaue Wespe!

Von 6–12 Jahren, Do., 1.3., und Mi., 8.3., jeweils 14.30–17.30 Uhr, Funkstation, Margarete-Schütte-Lihotzky-Str. 36, www.feierwerk.de, 0€

Über arm und reich

Montag, 20. November 2017

„Arm“ und „reich“ sind Wörter mit ganz vielen Bedeutungen, die man jeden Tag auf die eine oder andere Weise benutzt. Aber was bedeutet es eigentlich  „arm“ und „reich“ zu sein?

 

 

Am häufigsten versteht man unter „arm“ Menschen, denen das Geld fehlt, um sich einfache Bedürfnisse zu stillen.

Zum Beispiel verhungern viele Kinder in Afrika samt ihrer Familie, weil ihnen Geld und Mittel zum Überleben fehlen. Kinder und Erwachsene in Asien müssen viel Arbeiten, bekommen aber nur wenig Lohn, der oft nicht für ein bisschen Essen reicht.

 

Mir, zum Beispiel, fehlt nichts an materiellen Dingen und ich mag meine Freunde und Familie sehr. Dennoch habe ich meinen Fuß gebrochen und fühle mich nun für 6 Wochen ziemlich arm. Aber, bin ich wirklich arm dran? Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es den Kindern geht, die an vielen Orten auf der Welt gerade einen Krieg erleben müssen.  Oder, die Leute, die auf der Straße wohnen müssen. Diese Menschen sind richtig arm dran!

 

Dann gibt es Waisenkinder, die sind arm, weil sie keine richtige Familie haben. Wer ihnen wohl die Weihnachtsgeschenke überreicht? Und wer tröstet sie, wenn sie krank sind oder eine schlechte Note geschrieben haben? Wer nimmt sie in Schutz, wenn sie irgendwo Ärger bekommen? Das ist auch eine Form der Armut, an die wir denken sollten.

 

 

 

Obwohl Deutschland ein ziemlich reiches Land ist, gibt es auch hier arme Menschen.

Ich dachte, dass das nur wenige betrifft. Doch fast jeder zehnte Erwachsene und nicht wenige Kinder brauchen Hilfe vom Staat, die in den häufigsten Fällen nicht einmal für das Nötigste reicht. Diese Leute können oft nicht viel dagegen tun. Auch wenn viele sogar zwei Arbeitsstellen haben. Trotz Vereinen und auch Schulen, die mit Spenden gegen die Armut helfen, ist das nur ein kleiner Teil des Geldes, das diese Menschen brauchen würden.

 

Es gibt aber zum Glück auch viele Menschen, denen es nicht so schlecht geht: die meisten von uns, hier in Deutschland, gehören dazu: wir sind gesund, unsere Eltern verdienen gut und können sich um uns kümmern, wir besuchen eine gute Schule und können unseren Hobbies nachgehen. Das ist doch ein tolles Leben.

 

Es gibt sogar wenige, die sehr reich sind. Ihnen gehören ganze Straßen voller Gebäude, große Firmen, Yachten, Flugzeuge und mehr. Sie gehen jeden Abend in ein Restaurant und haben teure Autos.  Doch nun bleibt die Frage, ist man dadurch wirklich „reicher“ ist? Was meint ihr?

 

 

Nachdem ich über all das mal nachgedacht habe, fühle ich mich in meinem Leben reich beschenkt. Ich muss nicht hungern, habe eine tolle Familie, die besten Freunde und kann all dem nachgehen, was mich begeistert.

 

Niki

Photo by 401(K) 2013

So denken andere … über Freundschaft

Montag, 18. September 2017

Freundschaft ist nicht gleich Freundschaft. Nur mit einigen ist man eng befreundet, mit den besten Freunden! SchülerInnen der Ü(bergangsklasse) 5 der Mittelschule Perlacher Straße – einer Klasse für Kinder aus ver­schiedenen Ländern, die erst seit Kurzem in Deutschland sind – haben uns von ihren Erfahrungen berichtet und Tipps zum Thema Freundschaft gegeben!

 

Abass

 

abass

 

Ich habe einen Freund. Fakhruddin. Wir haben uns in der Schule kennengelernt. Wir spielen zusammen und wir helfen uns. Und wenn wir etwas haben, dann teilen wir das. Und wenn wir Probleme haben, dann helfen wir uns. Wenn wir Streit haben mit Freunden, wir uns beleidigen oder schlägern, oft beim Fußball, dann ist am nächsten Tag wieder alles ok und vergessen, und dann gibt’s wieder Streit und dann ist es wieder vergessen. Wir haben viele Regeln in der Schule, wir helfen uns, wir hören uns gut zu. Und wenn man nicht zuhört, gibt es Strafpunkte. Wichtig in Freundschaften ist, sich immer zu helfen.

 

Elie

 

elie

 

Ich habe hier in der Klasse und in anderen Klassen Freunde. Alle sind nett. Wir spielen, treffen uns, gehen ins Freibad und in den Freizeittreff, spielen Billard, Playstation, Fußball. Wenn wir Probleme haben, zum Beispiel Schlägereien, dann lösen wir die gemeinsam im Klassenrat. Den haben wir einmal die Woche. Es gibt dort einen Moderator, einen Zeitwächter, einen Regelwächter. Und wir haben einmal die Woche einen Morgenkreis und fragen uns da alle, wie es uns geht, was wir am Wochenende oder in den Ferien gemacht haben. Mit den Mädchen sind wir auch befreundet. Noch nie haben die Mädchen gestritten und wenn entschuldigen sie sich nach einer Minute. Die Mädchen sind alle miteinander befreundet. Wichtig ist unter Freunden, immer höflich zu sein. Man darf sich nicht schlagen. Jeder ist pünktlich.

 

Fakhruddin

 

fahkruddin

 

Abbas und ich sind beste Freunde. Wir gehen immer zusammen heim und zur Schule und wir haben viel Spaß zusammen. Abbas und ich haben nie Streit. Ich hatte keine Angst vor der neuen Schule. Für mich ist es egal, ob ein Freund ein Junge oder ein Mädchen ist. Und als ich hier hergekommen bin, habe ich als erstes eine Schlägerei mit einem Mädchen gehabt. Sie war total unhöflich und hat sich mit mir gestritten.

Wichtig ist es, eine Sprache zu haben, in der man miteinander sprechen kann. Abbas hat am Anfang mit jemandem englisch gesprochen und das habe ich gesehen, und dann konnte ich auch mit ihnen englisch reden.

 

Mirna

 

mirna

 

Ich hatte ein bisschen Angst vor der neuen Situation, der neuen Schule, den neuen Freunden als ich aus Bosnien vor neun Monaten hier hergekommen bin. Weil ich nicht gerne allein bin und Dinge nicht gerne allein mache. Aber dann war alles leicht. Zu meinen Freunden in Bosnien habe ich noch ein wenig Kontakt. Sie fehlen mir manchmal.

Wenn man nicht dieselbe Sprache spricht, ist es gut außer der Muttersprache noch eine Sprache zu sprechen, englisch zum Beispiel. Und es ist wichtig, überhaupt zu sprechen, also offen zu sein, und zu zeigen, dass man neu ist und eine Freundschaft will.

Wir haben auch sehr viel Spaß mit den Jungs, außer dass wir Mädchen und sie Jungs sind, sind wir auch Menschen. Bei Geheimnissen muss man vorsichtig sein. Weil einige Mädels auf Instagram gehen. Manchen kann ich erzählen, was ich will, weil wir uns verstehen und sie dieselben Probleme haben. Ob Freunde größer oder kleiner sind ist nicht so wichtig, wenn die anderen lustig sind und man dieselben Interessen hat.

 

Nedo

 

nedo

 

Als ich neu in Deutschland war, hatte ich das Gefühl, alle schauen mich an, weil ich neu bin, aber jetzt ist das nicht mehr so, jetzt kann ich auch schon ein bisschen Deutsch.

Ich habe meine Freunde in der Schule kennengelernt, manchmal machen wir Ausflüge mit anderen Klassen, da lernt man dann die anderen Schüler kennen. Manchmal habe ich Streit mit Freunden, wenn diese nicht teilen wollen, zum Beispiel Schokolade, oder eine will rausgehen und die andere nicht, oder man spielt etwas zusammen und einer verliert. Ich glaube auch, dass die Mädels mehr streiten als die Jungs.

Wichtig ist in einer Freundschaft füreinander da zu sein, wenn man traurig ist. Aber auch beisammen zu sein, wenn man gerade glücklich ist. Weinen, lachen, alle Gefühle zu teilen.

Es gibt Freunde und beste Freunde. Nur mit den ganz engen, den besten Freunden kann man alles teilen. Sie sind wie Geschwister. Ihnen kann man alles erzählen, sie hören zu, suchen nach Lösungen und helfen.

Familie und Freunde sind beide wichtig. Die Familie zeigt einem den Weg und die Freunde begleiten einen auf dem Weg. Schwierig ist es, wenn die Eltern die Freunde nicht mögen.

 

Nashbir

 

nahbir

 

Zuerst hatte ich Kontakt mit Freunden aus dem Irak, die dieselbe Sprache sprechen. Und danach hatte ich dann andere Freunde gefunden. Ich habe die Freunde alle in München kennengelernt, in der Schule, aber auch über andere Freunde – zum Beispiel beim Fußball. Wenn neue Leute in die Klasse kommen, muss man mit ihnen reden und immer wieder auf sie zugehen. Wenn einem langweilig ist, kann man etwas unternehmen, gute Sachen machen und zusammen lachen.

Viele Freunde sind gut, aber beste Freunde hat man nur ein paar. Mit ihnen kann man alle privaten Sachen teilen.

 

Silvestar

 

silvestar

 

Ich habe schnell Freunde gefunden, nicht nur in der Schule, sondern auch beim Fußball oder Tischtennis. Im Winter spielen wir gerne Playstation. Die Mädchen haben oft andere Interessen. Wir gehen dann spazieren und quatschen.

 

Khalid

 

khalid

 

Freunde aus dem Internet, die man noch nie gesehen hat, können auch gute Freunde sein. Ein Lehrer kann auch ein Freund sein, glaube ich.

 

Irnes

 

irnes

 

Ich lebe erst seit drei Monaten in Deutschland. Im Moment spreche ich noch englisch, wenn ich jemanden kennenlerne. Das geht gut. Deutsch lerne ich hier in der Schule. Meine Lehrerin ist gut, sie hilft mir dabei. Ich habe viele Freunde in Bosnien. Wir haben Kontakt über Messenger oder Viber.

 

Interviews: Verena Euler und Laura Lefèvre (auch Fotos)

 

Medientipp: Fidget Spinner

Samstag, 20. Mai 2017

Fidget Spinner – diesen Namen hört man in letzter Zeit sehr oft. Doch was ist das überhaupt? Es ist ein Spielzeug, welches ein Kugellager in der Mitte besitzt.

An den äußeren Flügeln sind meist 3 Gewichte angebracht, die ebenfalls Kugellager sein können. Wenn man das Kugellager in der Mitte mit dem Daumen und Mittelfinger festhält und den äußeren Flügeln einen kleinen schubs gibt, dann dreht sich das Spielzeug.

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Während es sich schnell genug dreht, sind sogar Tricks möglich. solche Figdet Spinner machen nicht nur Spaß, sondern fördern auch die Konzentration, was Medizinisch ebenfalls nachgewiesen ist. Die Spinner sind von 2€ bis sogar 10000€ erhältlich (diese sind jedoch mit Diamanten besetzt).

Text: Nam und Kwoh-Wah
Fotos: Jonas

#38 International

Donnerstag, 16. März 2017

 

 

Anfang Juni erscheint unsere neue Ausgabe – eine ganz Besondere!

 

 

 

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Denn wir feiern 10 Jahre Münchner Kinderzeitung!

 


Und da wird es dann richtig international. Wirbeschäftigen uns mit der EU, mit Amerika und Russland und mit Kindern, die in anderen Ländern leben. Und ganz anders als wir in Deutschland.

 

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Gut zu wissen:

Du kannst uns bei der Gestaltung der Ausgabe helfen – indem du uns ein Bild oder Selfie von dir schickst. Am besten mit dieser Kinderzeitung in der Hand! So dass man erkennt, dass du gerade in einem anderen Land bist. Wir wollen nämlich aus allen Teilen der Welt Fotos von Kindern mit unserer Zeitung sammeln …

 

Fragebogen für die internationale Jubiläumsausgabe – Juni 2017:

– Kennst du jemanden in einem anderen Land oder kommst du selbst dorther?
– Hat deine Schule eine Partnerschule im Ausland?
– Oder warst du selbst schon einmal auf einem Schulaustausch?

Redaktionsschluss Ausgabe #38 International: 28.4.2017!

 

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Wir würden uns freuen, wenn du den analogen Fragebogen  oder den interaktiven Fragebogen (English version) selbst ausfüllst oder wenn du uns die Kontaktdaten von einem dir bekannten Kind (und dessen Eltern) in einem anderen Land mitteilst, damit wir ihm den Fragebogen zuschicken können.

 

Wichtig: Um den ausgefüllten Fragebogen und das dazugehörige Foto verwenden zu können, brauchen wir die Einverständniserklärung der Eltern!

 

Per Mail an: redaktion@muek.info
oder per Brief an: die Münchner Kinderzeitung, August-Exter-Str. 1, 81245 München!

 

 

Vorschau Heft #35: Nacht & Träume

Donnerstag, 07. Juli 2016

Nach den Sommerferien erscheint unser Herbst-Heft. Mit vielen spannenden Themen rund um den Schwerpunkt „Nacht und Träume“.

 

Was denken die anderen Kinder über ihre Träume, wann gehen sie ins Bett und was machen sie, damit sie besser einschlafen können? Was passiert eigentlich so, während man schläft? Wie sieht es da in München aus? Und gehen wirklich alle schlafen, wenn die Uhr Mitternacht schlägt?

 

Außerdem wird’s gruselig! Wir verraten, was für Gestalten in der Nacht hervorgekrochen kommen und was an der 13 so viel Pech bringt.

 

Sei also gespannt auf das Heft #35, das am 1. September erscheint! Du findest die Münchner Kinderzeitung in deiner Schule, in der Stadtinfo im Rathaus, in Stadtbibliotheken, den Sozialbürgerhäusern und an rund 50 weiteren Stellen.

 

Photo by bcs78