Ente Gut! – Interview mit dem Regisseur

Der Gewinnerfilm der Initiative „Der besondere Kinderfilm“ läuft seit Ende Mai im Kino! Die Kinderredaktion hat ihn sich einmal angeschaut und sogar mit den beiden Hauptdarstellerinnen und dem Regisseur gesprochen!

 

 

Interview mit Regisseur Norbert Lechner

Was hat Sie denn zu dem Film inspiriert?

 

Hr. Lechner: Das war eine meiner Drehbuchautorinnen Antonia Rothe-Liermann. Die kommt nämlich aus Halle an der Saale und deren Großmutter war früher Lehrerin. Sie bietet seit 10 Jahren Deutschkurse für Migrantenkinder an, da sind immer wieder viele vietnamesische Kinder dabei. Die Drehbuchautorin hat die Geschichten dieser Familien immer mitbekommen und hat daraufhin selbst angefangen, zu recherchieren und daraufhin diese Geschichte entwickelt.

 

 

Und gab es Szenen, die Sie sich cool vorgestellt haben, aber ziemlich schwer waren, sie auch umzusetzen?

 

Hr. Lechner: Ja, da gab es schon ein paar Sachen, die nicht so ganz einfach waren. Da gibt es ja zum Beispiel die Konfettiszene zum Geburtstag der kleinen vietnamesischen Schwester: Ein Konfetti-Reigen zwischen den Hochhäusern, bei dem alle Hochhausbewohner dann Konfetti werfen. Das war schon eine große Herausforderung, weil das dann natürlich auch nach etwas aussehen soll. Da hatte ich der Ausstattungsabteilung gesagt, besorgt mal genug Konfettis, nicht dass die uns ausgehen. Und dann haben die 20 Säcke (so groß wie die großen Müllsäcke) eingekauft und alle haben schon Panik bekommen, dass die ganze Halle dann mit Konfettis bedeckt sein wird (er lacht). Es war dann aber doch nicht so schlimm, weil wir dann viele Konfettis hinterher noch digital einsetzen konnten.

 

 

Und wie lange dauert es, so einen Film zu drehen?

 

Hr. Lechner: Wir hatten 50 Drehtage. Das ist aber natürlich nicht die ganze Zeit der Arbeit. Also ich hatte ungefähr ein Jahr Vorbereitungszeit mit Casting und Drehortsuche und dann ungefähr ein halbes Jahr nach dem Dreh, in dem wir dann den Film geschnitten haben, Musik komponiert und den Ton bearbeitet haben, usw.

 

 

Und wie ging das dann mit den Kindern? Ich habe gehört, dass Kinder nicht die ganze Woche durchdrehen dürfen.

 

Hr. Lechner: Ja, man darf jeden Tag nur 3 Stunden mit den Kindern drehen. Und das hat schon eingeschränkt, man kann immer an einem Tag nicht so lange arbeiten. Das heißt, die Drehzeit wird dann etwas länger gestaltet, damit man dann alles schafft.

 

 

Das heißt also, man muss sich dann ziemlich genau überlegen, was man an dem Tag dann macht, damit man auch weiterkommt, oder?

 

Hr. Lechner: Ja, man muss schauen, dass es keine Leerlaufzeiten gibt. Das stimmt.

 

 

Vielen Dank an Norbert Lechner für das Interview! Das Interview mit den Schauspielerinnen Lisa Bahati Wihstutz (Pauline) und Lynn Dortschack (Linh) findet ihr hier!

 

Interview: Ella & Charlotte

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