So denken andere über…

… Lügen & Geheimnisse

 

 

 

Eine kleine Notlüge schadet manchmal nicht, finden zumindest die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b der Blutenburg-Realschule. Im Gegenteil: Hin und wieder ist sie sogar gut. Letztlich aber haben Lügen kurze Beine und generell sollte man immer die Wahrheit sagen.

Ausnahme: Es geht um ein Geheimnis – da muss man einfach dicht halten können…

 

 

 

 

FELIX:

 

 

 

Wenn jemand nervös wird, dann ist das ein Anzeichen dafür, dass er lügt. Petzen ist manchmal notwendig, aber oft ist es auch einfach nur geheim. Eltern lügen auch manchmal, etwa wenn sie sagen, sie essen gar keinen Süßkram, aber am Blick sieht man genau, dass das jetzt geflunkert ist.

 

 

 

JANA:

 

 

 

Grundsätzlich kann lügen notwendig sein, wenn man jemand mit seiner ehrlichen Meinung verletzten würde.

 

 

 

ORELIE:

 

 

 

Wenn man etwas einfach nicht erzählen will, dann ist das keine Lüge, sondern dann ist es ein Geheimnis. Meine Cousine ist für mich wie eine zweite Schwester, ihr und meiner Schwester kann ich alles anvertrauen. Ich habe auch schon einmal gepetzt, aber das war noch in der Grundschule, aber das war nötig, weil die Jungs einer Freundin ihr Buch weggenommen haben und da habe ich die Lehrerin dazu gerufen, weil das nicht ok war.

 

 

 

MARIE:

 

 

 

Eltern lügen glaub nicht so viel, höchstens wegen Geschenken oder so, um die Überraschung nicht zu verraten. Eltern haben vermutlich schon eher die Konsequenzen aus ihren Lügen ziehen müssen und machen es daher weniger. Kinder haben die Erfahrung noch nicht so gemacht. Politiker lügen schon öfters, um Wählerstimmen zu gewinnen. An Geheimnissen ist spannend, dass man sie lösen will und die Wahrheit herausfinden mag.

 

 

 

LEANDER:

 

 

 

Manchmal kann man durch Lügen länger Fernsehen oder so. Ich denke, Kinder lügen mehr als Erwachsene, bei Erwachsenen ist Flunkern auch nicht mehr so lustig.

 

 

 

JOANNIS:

 

 

 

Früher hab ich auch an den Weihnachtsmann geglaubt, aber jetzt bin ich älter geworden, und mir ist klar, dass das nicht stimmt.

 

 

 

CHARLOTTE:

 

 

 

Wenn man eine Überraschung für eine Freundin geplant hat, eine Party zum Geburtstag oder so, und man darf es einfach nicht verraten kann, dann ist lügen schon in Ordnung. Beim Lügen muss man was Falsches sagen, bei einem Geheimnis sagt man einfach gar nichts. Ich verrate Geheimnisse nicht weiter, weil ich das doof finde. Manchmal ist das auch ganz schön schwierig, aber eigentlich ist es einfach.

 

 

 

MEHMED:

 

 

 

Meinen Freunden und Geschwistern, denen ich eben richtig vertraue, denen kann ich auch meine Geheimnisse erzählen. Ich verstecke manchmal Süßigkeiten.

 

 

 

KONRAD:

 

 

 

Zu sagen, dass der Bus zu spät kam, was vielleicht nicht stimmt, weil man eigentlich verschlafen hat, kann auch notwendig sein, dann bekommt man keinen Ärger wegen Zuspätkommens. Das ist dann eine ganz praktische Art der Notlüge. Als ich mal zwei Tage allein zuhause war, da habe ich die ganze Zeit Fernsehen geschaut und mein Bruder hätte mitgucken dürfen, hat er aber nicht. Und als meine Eltern zurückgekommen sind, hat er mich verpetzt.

 

 

 

THAO:

 

 

 

Gerade im Internet behaupten Leute auch falsche Dinge übereinander, weil man es vielleicht schwer kontrollieren kann.

 

 

 

PATRICK:

 

 

 

Es gibt auch spannende Dokus, bei denen es um Geheimnisse geht. Ich habe mal eine gesehen, da ging es um das berühmte Bermudadreieck. Solche Sachen guck ich gerne und find ich interessant.

 

 

 

Interviews: Verena Euler und Anna Wolff (auch Fotos)

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