Über arm und reich

„Arm“ und „reich“ sind Wörter mit ganz vielen Bedeutungen, die man jeden Tag auf die eine oder andere Weise benutzt. Aber was bedeutet es eigentlich  „arm“ und „reich“ zu sein?

 

 

Am häufigsten versteht man unter „arm“ Menschen, denen das Geld fehlt, um sich einfache Bedürfnisse zu stillen.

Zum Beispiel verhungern viele Kinder in Afrika samt ihrer Familie, weil ihnen Geld und Mittel zum Überleben fehlen. Kinder und Erwachsene in Asien müssen viel Arbeiten, bekommen aber nur wenig Lohn, der oft nicht für ein bisschen Essen reicht.

 

Mir, zum Beispiel, fehlt nichts an materiellen Dingen und ich mag meine Freunde und Familie sehr. Dennoch habe ich meinen Fuß gebrochen und fühle mich nun für 6 Wochen ziemlich arm. Aber, bin ich wirklich arm dran? Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es den Kindern geht, die an vielen Orten auf der Welt gerade einen Krieg erleben müssen.  Oder, die Leute, die auf der Straße wohnen müssen. Diese Menschen sind richtig arm dran!

 

Dann gibt es Waisenkinder, die sind arm, weil sie keine richtige Familie haben. Wer ihnen wohl die Weihnachtsgeschenke überreicht? Und wer tröstet sie, wenn sie krank sind oder eine schlechte Note geschrieben haben? Wer nimmt sie in Schutz, wenn sie irgendwo Ärger bekommen? Das ist auch eine Form der Armut, an die wir denken sollten.

 

 

 

Obwohl Deutschland ein ziemlich reiches Land ist, gibt es auch hier arme Menschen.

Ich dachte, dass das nur wenige betrifft. Doch fast jeder zehnte Erwachsene und nicht wenige Kinder brauchen Hilfe vom Staat, die in den häufigsten Fällen nicht einmal für das Nötigste reicht. Diese Leute können oft nicht viel dagegen tun. Auch wenn viele sogar zwei Arbeitsstellen haben. Trotz Vereinen und auch Schulen, die mit Spenden gegen die Armut helfen, ist das nur ein kleiner Teil des Geldes, das diese Menschen brauchen würden.

 

Es gibt aber zum Glück auch viele Menschen, denen es nicht so schlecht geht: die meisten von uns, hier in Deutschland, gehören dazu: wir sind gesund, unsere Eltern verdienen gut und können sich um uns kümmern, wir besuchen eine gute Schule und können unseren Hobbies nachgehen. Das ist doch ein tolles Leben.

 

Es gibt sogar wenige, die sehr reich sind. Ihnen gehören ganze Straßen voller Gebäude, große Firmen, Yachten, Flugzeuge und mehr. Sie gehen jeden Abend in ein Restaurant und haben teure Autos.  Doch nun bleibt die Frage, ist man dadurch wirklich „reicher“ ist? Was meint ihr?

 

 

Nachdem ich über all das mal nachgedacht habe, fühle ich mich in meinem Leben reich beschenkt. Ich muss nicht hungern, habe eine tolle Familie, die besten Freunde und kann all dem nachgehen, was mich begeistert.

 

Niki

Photo by 401(K) 2013

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