#WhatsDepp: Miteinander im Netz

Macht ihr einen Unterschied zwischen Offline-Privatsphäre und Online-Privatsphäre? Ist deine Privatsphäre im Realen Leben eine andere als im Internet? Wir von der Kinderzeitung haben uns mit Astrid Meckl von der Münchner Stadtbibliothek darüber unterhalten und einige Tipps zum Miteinander im Netz bekommen.

 

Astrid: Macht ihr also einen Unterschied? Zum Beispiel würdest du erzählen, dass du verliebt bist? Im Online-Leben, also auf Instagram, Twitter und Co. würdest du es vielleicht nicht erzählen.

 

Andrei: Das ist ziemlich schwer, weil im echten Leben kann man es einem bestimmten Freund sagen. Aber wenn du es irgendwo postest, dann sehen es entweder alle deine Freunde oder sogar Fremde.

 

Astrid: Was ist denn für euch öffentlich? Was kann jeder von euch wissen?

 

Um diese Frage zu testen hat Astrid uns folgendes Blatt mitgebracht, auf dem wir markieren können, was für uns top privat ist und welche wir ohne Bedenken ins Netz stellen würden. Wie siehst du das? Probier es selbst einmal aus und lies dann, was unsere Redaktion für verschiedene Ergebnisse hat!

 

Privatsphäre

 

Philip: Name meines Haustiers (weil ich sowieso keins hab), Lieblingsfilm, weil ich viele habe, auf welche Schule ich gehe ist eh egal, meinen Vornamen, meine Hobbys, wie oft ich mir Zähne putze, wann ich Geburtstag habe, welche Musik ich höre und wer mein bester Freund ist.

 

Julia: Bei mir ist es auch der Haustiername, der Lieblingsfilm und beim Zähneputzen war ich mir nicht ganz sicher, interessiert eh niemanden. Und welche Musik ich gerne höre, sonst nichts.

 

Astrid: Da merkt ihr, der Philip hat eine weitere Privatsphäre als die Julia, die schon einschränkt. Dabei gibt es aber kein richtig und falsch, das muss jeder für sich entscheiden.

 

Astrid: Ich kann euch zum Verliebtsein noch was zum Denken geben. Viele sagen, ich würde es schon ins Netz stellen. Aber ich bin ja in jemanden verliebt. Und wenn derjenige das nicht möchte, dann muss ich das respektieren.

 

Astrid: Ihr kennt das vielleicht von Fotos, wenn ihr Gruppenfotos macht (in der Schule zum Beispiel), auf einer Party und ihr stellt die ins Netz oder in die What’s App Gruppe. Und einer sagt dann, der findet das nicht gut, die Haare sitzen nicht, das hätte es jetzt nicht gebraucht. Wenn man denjenigen oder diejenige vorher gefragt hätte, hätte derjenige oder diejenige das bestimmt nicht erlaubt.

Also man muss auch die Privatsphäre des anderen respektieren. Wenn der sagt, ich möchte das nicht, dann geht das auch nicht.

 

Für alle Fälle noch ein Tipp von Astrid: Erst einmal ein Screenshot als Beweis machen und sich dann an einen Erwachsenen wenden!

 

 

Was sind deine Erfahrungen? Hast du so etwas schon einmal selbst erlebt? Schreib uns einen Kommentar oder eine Mail an redaktion@muek.info!

 

Wenn du weitere Fragen oder wenn du Probleme hast, melde dich ruhig per Mail bei Astrid und ihren Kollegen!

 
Astrid Meckl & Raphaela Müller
stb.update@muenchen.de

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