Wenn Du durch die leere Straße gehst – frei nach Tucholsky

Eine Deutsch-Hausaufgabe in Corona-Zeiten – mal ganz anders ….: Mein Parallelgedicht zu Kurt Tucholsky, „Augen in der Großstadt“



Wenn du durch die leere Straße gehst,

am frühen Morgen,

beim Grüßen nur die Hand erhebst,

mit deinen Sorgen, du überlegst:

könnte es der andre haben,

und dir damit schaden,

kein Menschentrichter, nicht die Millionen Gesichter:
Zwei bekannte Augen, ein langer Blick,
der Nachbar, seine vertrauten Lider,
Was ist das? Sicher kein Glück …
selten in dieser Zeit, doch immer wieder.



 

Du gehst die Straße entlang,
wenn auch nur selten,
dir wird ein bisschen bang,
weil besondere Regeln gelten,
Des Nachbarn Auge winkt,
die Seele klingt,
der Mundschutz ist nun Pflicht,
ohne traust du dich nicht,
Zwei bekannte Augen, ein langer Blick,
der Nachbar, seine vertrauten Lider,
Was ist das? kein Mensch dreht die Zeit zurück…
selten in dieser Zeit, doch immer wieder.



 

Du machst auf deinem Gang
ein bisschen Sport;
der Pulsschlag ist nicht mehr lang,
schau mal dort:
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
im Kampfe um das Klopapier,
das weißt du, ist der Mensch wie ein Tier,
schau da: die Polizei,
sie schaut vorbei.

Zwei bekannte Augen, ein langer Blick,
der Nachbar, seine vertrauten Lider,
Was ist das? Vom gemeinsamen Kampf ein Stück

häufig in dieser Zeit, doch immer wieder.

 

 

 

Leere Straße photo

 

 

Jakob, 14, MÜK-Kinderredaktion

 

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