Wie geht es dir gerade? Teil 2

Wie geht es dir gerade? Was machst du? Wie hältst du Kontakt mit deinen Freundinnen und Freunden? Was vermisst du? Was findest du gut am veränderten Alltag daheim?



 

8:00 Uhr aufstehen, anziehen, langsam zum Frühstück gehen. Das alles gehört langsam zum Alltag. Man ist sogar müde, wenn man aufwacht! Um 7:45 Uhr?! Das ist mir davor noch nie passiert. Es ist alles so anders. Man ist zu Hause und das Gehirn denkt, dass man Ferien hat, wenn es dann aber 9:00 Uhr ist, geht es trotzdem mit dem Schulstoff los. Manchmal frage ich mich, ob ich die Einzige bin, der der neue Tagesablauf nicht gefällt.

 

Natürlich mag ich Schule nicht, so wie viele andere Kinder, aber trotzdem: Das Vertraute fehlt. Dieses Gefühl, wenn man morgens aufsteht und man bis 10 Uhr weiterschlafen will, danach aber so gestresst ist, dass der Gedanke angeflogen kommt: „Warum bin ich nicht doch früher aufgestanden?“ . Oder wenn in 5 Minuten der Unterricht beginnt, man nicht gelernt hat und dann rauskommt, dass heute eine Ex geschrieben wird. Jeder hasst es, trotzdem ist dieses Gefühl vertraut. Ich vermisse es. Nur zum Verständnis: Ich meine nicht die Exen und Schulaufgaben, sondern mein altes Leben. Alles was ich je darüber gesagt habe, dass ich nie wieder Schule haben will und das alles viel besser wäre, wenn es keine Schule gäbe, das alles nehme ich zurück. Das klingt absurd, und vor 2 Wochen hätte ich mir selbst nicht geglaubt, aber es ist die Wahrheit.

 

Diese Osterferien werden nicht das sein, was sie mal waren. Ich kann mich nicht darauf freuen, endlich zu Hause bleiben zu dürfen, schließlich bin ich schon zu Hause. Da ist keine Vorfreude mehr, Ostern mit meiner Oma zu verbringen. Warum? Wegen Corona! Besuch bei meiner Oma: zu gefährlich. Sommerferien im Ausland: zu gefährlich. Freunde treffen und Spaß haben: zu gefährlich. Selbst die Eisdielen sind geschlossen!

 

Wart ihr seid der Schließung der Läden schon im Pasinger Arcaden? Nein? Wollt ihr auch nicht! Die Stimmung da drinnen ist scheußlich. Man erkennt das Einkaufszentrum nicht wieder, so „gruselig“ ist es da drinnen. Niemand mehr, der versucht, seine Flyer loszuwerden. Niemand mehr, der den Kunden hinterherläuft, weil es beim Rausgehen gepiepst hat. Niemand, Niemand, Niemand…  Mittlerweile würde ich alles dafür geben, wieder ein normales Leben zu führen. Wieder ich zu sein. Zur Schule gehen, abgefragt werden, sich über Hausaufgaben aufregen, nach der Schule mit den besten Freunden Eis essen gehen. Was ich alles dafür machen würde ….

 

 

Lia, 13, MÜK-Kinderredaktion

 

 

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2 Kommentare für Wie geht es dir gerade? Teil 2

  1. Leni 10 sagt:

    (Manchmal sagen Emojis alles)

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