BISS – €IN€ B€SOND€R€ Z€ITUNG

An vielen S- und U-Bahnhöfen und belebten Plätzen sind sie zu finden: die Verkäufer der Straßenzeitung BISS. Christian Zimmermann ist einer von ihnen. Wir von der Kinderredaktion haben ihn auf einer seiner Stadtführungen über den Ostfriedhof begleitet. Diese zeigt München mal nicht von seiner prachtvollen, sondern seiner armen Seite – und seiner hilfsbereiten.
TEXT: GINA, HUNG, KWOH-WAH, RAHEL UND LUISA GRUSSENDORF

 

BISS VERKÄUFER ZWEI   BISS VERKÄUFER

Hung: Was hat der Ostfriedhof mit der BISS-Zeitung zu tun?

Hier gibt es eine Grabstätte für BISS-Verkäufer. Und auch das Grab des Münchner Modeschöpfers Rudolph Moshammer, der sich immer für unsere Straßenzeitung eingesetzt hat. Auch nach seinem Tod wird BISS durch sein Erbe unterstützt.

 

Rahel: Wie hilft BISS Obdachlosen?

 

Vorab: Bei uns arbeiten vor allem Menschen, die zwar eine Wohnung haben, aber trotzdem sehr arm sind. Wenn man angestellt ist, dann bekommt man Gehalt, Wohnung und Versicherungen. Sollte es Schulden geben, hilft BISS, sie loszuwerden, sodass man wirklich einen Neuanfang machen kann, um aus schlechten gute Zeiten zu machen.

 

Gina: Das ist ja richtig viel, macht das alles BISS?

 

Das Gehalt wird durch die Zeitung finanziert. Plus: Jeder von uns hat einen Paten, der jährlich 5000 Euro zahlt.

 

Kwoh-Wah: Haben die Verkäufer auch mal frei?
Ja, im August, weil da keine Zeitung erscheint. Ich brauche aber keinen Urlaub. Ich gebe, wenn ich etwas übrig habe, das Geld lieber meinen Kindern als wegzufahren. Außerdem liebe ich München so sehr.

 

Rahel: Gibt es auch Nachteile als Verkäufer?

 

Die Arbeit kann hart sein. Es gibt auch Menschen, die einen beschimpfen und verscheuchen wollen. Dafür braucht man ein dickes Fell. Aber meistens helfen die Menschen gerne und behandeln einen mit Respekt, weil sie merken, dass wir etwas tun gegen unsere Armut.
Hung: Gibt es besondere Verkaufsstrategien?

 

Jeder hat da seine eigene (lacht). Ich finde, die beste ist, so zu sein, wie man ist und zu hoffen, dass die Leute einen auch so okay finden – ohne großes Theater.

 

 

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Ein Kommentar für BISS – €IN€ B€SOND€R€ Z€ITUNG

  1. Die Zeitung ist gut habe ich selber verkauft. Nur der Verein selbst ist unsozial und Arbeitnehmer feindlich. Teielweise 80 Stunden in der Woche Arbeiten um Vorgaben zu schaffen keine Lohnfortzahlung wie es im Gesetz steht und Schwerbehinderte werden behandelt als Menschen 2 Klasse. Das ist schade und deshalb bin ich nicht mehr da.

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