Proteste weltweit

Von Leni

 

Sicherlich kennst du die weltweiten „Fridays for Future“-Demos. Doch es gibt noch viel mehr Gründe, weshalb Menschen auf der ganzen Welt protestieren … hier ein paar Beispiele:

 

Europa:

Vor allem in Deutschland protestieren Bauern gegen strengere Regeln in der Landwirtschaft, indem sie mit ihren Traktoren durch große Städte fahren. Manche fordern eine bessere Umweltpolitik, andere haben jedoch das Gefühl, dass gerade mehr Gesetze für die Umwelt die Bauern zu sehr einschränkt und sie dann nicht mehr genug verdienen.

In Spanien hingegen gehen seit Jahren die Befürworter bzw. Gegner der Unabhängigkeit von Katalonien, einer Region in Spanien, auf die Straße. Hier kommt es zum Teil zu gewalttätigen Protesten. Auch in Frankreich protestieren viele Menschen gegen einige Entscheidungen des Präsidenten, wie steigende Benzinpreise. In den letzten beiden Jahren gingen die sogenannten „Gelbwesten“ auf die Straße, jetzt streiken vor allem Eisenbahner, Busfahrer und Lehrer gegen die Rentenreform.

 

Südamerika:

In vielen Ländern Südamerikas protestieren die Menschen gegen bestechliche Politiker, Ungleichheit und Ungerechtigkeit, sowie gegen schlechte Lebensbedingungen. In Brasilien fanden außerdem Proteste gegen die Regierung statt, die nichts gegen die schlimmen Waldbrände im Regenwald unternimmt und Umweltschützer vom Helfen abhält. Viele demonstrieren auch gegen den Präsidenten Jair Bolsonaro, der sich immer wieder rassistisch und frauenfeindlich geäußert hat. Schüler und junge Leute in Chile protestieren außerdem gegen soziale Ungerechtigkeit.

 

Naher Osten:

Durch die Wirtschaftskrise im Libanon hat sich das Land hoch verschuldet. Demonstranten werfen vielen Politikern Bestechlichkeit vor. Durch den angekündigten Rücktritt des Präsidenten dauert es noch länger, bis das Land wieder stabilisiert werden kann. Im Irak ist außerdem ist die Arbeitslosenquote sehr hoch. Auch hier gibt es viele korrupte Politiker. In dem Nachbarland Iran geht es um die USA, die in den Augen der Bevölkerung ungerecht handelt.

 

Asien:

Hongkong liegt in China, wurde jedoch 150 Jahre lang von Großbritannien regiert. 1997 ging die Staatshoheit wieder an China zurück. Das heißt, dass Hongkong nun nach den strengeren Gesetzen Chinas regiert wird. Ein erster Schritt war das Auslieferungsgesetz: Häftlinge sollten direkt nach China überführt werden dürfen. Aus Angst vor dem Verlust von Demokratie und Freiheit sind vor allem viele junge Menschen auf die Straße gegangen. Es kam zu großen Protestaktionen, z.B. in Universitäten. Das neue Gesetz wurde schließlich gestrichen.

 

Nordafrika:

Viele Menschen in Algerien fühlen sich von den Politikern ungerecht behandelt. Sie fordern den Rücktritt der alten Machthaber. Der Präsident reagierte darauf nur mit einer Unterbindung der Proteste und ignorierte das Anliegen der Demonstranten. Und auch in Ägypten wollen die Menschen, dass der Präsident zurücktritt, nachdem die Bevölkerung jahrelang unter steigender Armut gelitten hat.

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