Autorenarchiv

Der perfekte Tag in Ramersdorf

Donnerstag, 25. November 2010

Der perfekte Tag in Ramersdorf

Ramersdorf


In München leben viele Kinder und Jugendliche. Jeder von ihnen hat andere Hobbys, interessen und Wünsche. Wir haben ein Mädchen und einen Jungen besucht, die im Stadtteil ramersdorf wohnen. Wie ihr perfekter Tag aussieht und was man alles im Münchner Südosten erleben kann, erfährst du auf den nächsten zwei Seiten. Und wenn du lust hast, uns deinen perfekten Tag in deinem Stadtteil vorzustellen, schreib uns! kinderzeitung@kulturundspielraum.de


rammersdorf lucia

ramerdorf nicolas


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Text: Lucia und Nicolas

Fotos: Christian Haas, Sabine Portykus

„King of Pop“

Mittwoch, 29. September 2010

Ein Blumenmeer für den

„KING OF POP“


Michael Jackson

Am 25. Juni letzten Jahres ging die Nachricht von Michael Jacksons Tod um die Welt. Seine Fans, egal wie alt, trauerten und kurz darauf war auch in München eines klar: Der Popstar braucht ein Denkmal! Angefangen hat es mit ein paar Blumen, einem Poster und brennenden Kerzen gegenüber des Luxushotels „Bayerischer Hof“. Dort hat er während seiner München-Aufenthalte fast immer gewohnt.



Wenn Michael Jackson jetzt, ein Jahr nach seinem Tod, sehen könnte, dass ihm seine Fans hier ein Denkmal errichtet haben, würde er bestimmt vor Freude tanzen. Über Nacht wurde damals aus dem Orlando Di Lasso-Denkmal eine Stätte für den King of Pop. Die großen, grauen Stufen und der Sockel der Statur haben sich in ein buntes Meer von Blumen verwandelt. Dort stehen nun beschriftete Kerzen, eingerahmte Bilder, Briefe und kleine Keramikengelchen. Die Steinwände des Sockels sind tapeziert worden, mit Fotos und so einigen Liebeserklärungen an den König der Herzen. Ilyas ist 9 Jahre alt, und schon ein absoluter Michael Jackson-Fan. Ihm ist das Denkmal für sein Idol wichtig: „Zwar ist er nicht mehr am Leben, aber hier fühlt es sich so an, als ob er immer noch da ist!“ Auch Ilyas kleine Schwester Chalisa ist sich ganz sicher, dass er ihnen irgendwie vom Himmel aus zuschaut.



King of pop2
2-3 Mal wöchentlich werden die beiden Geschwister nachmittags zu kleinen Denkmalpflegern – schließlich ist ihre Mutter ja eine „Denkmal-Fee“. Dafür verzichten sie gerne mal aufs Spielen oder die Hausaufgaben. Zusammen kümmern sich die drei dann um die vielen Blumen, tauschen abgebrannte Kerzen aus, beschriften sie, bringen neue Geschenke zum Denkmal, auch im Auftrag von anderen Fans, und sorgen stets dafür, dass alles hübsch aussieht. Für ihren King of Pop tun sie alles! Am liebsten schreiben ihm Chalisa und Ilyas kleine Nachrichten oder malen ihm Bilder.





Nicht nur als Musiker und Popstar, sondern auch als Mensch bewundert Ilyas Michael Jackson sehr: „Weil er immer positiv gedacht hat, und zu allen ganz nett war, und auch Leute, die er nicht so mochte, hat er nicht gleich als Feind betrachtet!“ Ilyas hat im Musikunterricht in der Schule sogar ein 45-minütiges Referat über Michael Jackson gehalten. „Heal the world“ ist sein Lieblingslied:„Da sagt er zur Welt, dass sie friedlich leben soll, dass es keinen Streit oder Krieg geben soll, und dass auch die hungernden Menschen Essen abbekommen sollen!“ Das findet Ilyas auch. Für seine kleine Schwester Chalisa hat Michael Jackson noch eine andere Bedeutung: „Für mich ist er so was wie ein
Schutzengel!“




King of pop4



TEXT: Ursula Böhm

FOTO: Severin Vogl

Comic: Ganz schön abgefahrn!

Mittwoch, 29. September 2010

Comic


Pro & Contra: Tracht oder Jeans?

Mittwoch, 29. September 2010

Pro & Contra

Tracht oder Jeans?


Pro&Contra Georgi

Meiner Meinung nach, kommt die gute alte Lederhose nie aus der Mode. Trachten sind in der Regel schick, außer man kauft sie als modisches Stück billig in einem Laden wie H & M, aber das sollte man ja auch nicht tun!


Auf Feiern jeder Art, sei es das Oktoberfest oder eine Kommunionsfeier sehen Dirndl und Lederhose einfach super aus. Da kann man mit einer Tracht gar nichts falsch machen. Mit der Lederhose auf der Wiesn fühlt man sich dazugehörig und wie ein echter Bayer. Es ist heutzutage schon fast ein Muss in traditioneller Kleidung aufs Oktoberfest zu gehen, wenn man nicht aussehen will wie die ganzen Touristen.


Zur Tracht gehört auch der Brauch von Volkstänzen, großartig, wenn man in der richtigen Kleidung zusammen tanzt! Auch die Kinder im richtigen Outfit dürfen natürlich nicht fehlen. Kleine Lederhosen und Mädchen in Dirndl gefallen jedem.


Leider habe ich momentan keine Lederhose. Ich hoffe aber, dass ich irgendwann mal eine besitzen werde. Ich kann mir gut vorstellen, später einmal zusammen mit meiner Frau in Tracht zur Wiesn und zu anderen Festen zu gehen. So gehört man auch dazu.





Pro&Contra Isi

Ich finde, dass Trachten viel zu teuer sind. Man zieht die Tracht nur selten an, zum Beispiel zum Oktoberfest oder anderen Festtagen. Es ist blöd so viel Geld für etwas auszugeben, dass dann im Kleiderschrank verstaubt. Auf der Wiesn, für die, die meisten sich die Tracht ja besorgen, sind vor allem Dirndl ziemlich unpraktisch. Der Fahrtwind in den Fahrgeschäften weht den Rock hoch und richtig sitzen kann man damit auch nicht!

 

In den letzten Jahren sind besonders die Dirndl immer kürzer und mit größerem Ausschnitt geworden – das hat nicht mehr viel mit dem Original zu tun! Menschen, die die Tracht nur tragen, um dazu zu gehören, finde ich lächerlich. Die meisten wissen gar nicht, woher der Brauch kommt und dass die traditionelle Tracht früher Arbeitskleidung war.

 

Auch im Alltag sind Trachten unpraktisch und daher nicht zu empfehlen. Sie wirken altmodisch und entsprechen überhaupt nicht der aktuellen Mode.

 

Ich könnte mir nie vorstellen, ein Dirndl zu tragen. Vor allem weil mir wichtig ist, dass meine Kleidung bequem ist. Lederhosen sind die ersten Jahre steinhart und werden nur allmählich weiter und speckig. Und die Dirndl sind so eng, dass man kaum Luft bekommt.

 

 

 

 

Und jetzt ist deine Meinung gefragt :


Ergebnis der Abstimmung anzeigen



Einrad/ Seitliches Aufsteigen

Donnerstag, 23. September 2010

Der Trick:

Seitliches Aufsteigen:


Einrad

Wenn du schon ein bisschen Einrad fahren kannst, ist das hier ein toller Trick zum Üben. Das seitliche Aufsteigen sieht ziemlich cool aus, muss aber auch erstmal richtig oft probiert werden, bis es klappt. Vielleicht ist in deiner Nähe ja ein Sportplatz auf dem du Üben kannst. Auf dem Hartplatz tut das Stürzen nicht so weh!

Basteltipp Einbände

Donnerstag, 23. September 2010


Einbände selbst gemacht

Basteltipp gr

Mit diesem Basteltipp kannst du langweilige Hefte im Handumdrehen mit einem selbstgestalteten Einband verschönener. Du kannst zum Beispiel alte Briefmarken, Zeitungen, Fotos usw verwenden. Weitere Tipps und Anregungen findest du im unteren Bericht.

Basteltipp Einbände

Fotos: Birgitt Schlauderer

GROSSE TIPPS FÜR DIE KLEINE STADT

Donnerstag, 17. Juni 2010
MINI-MÜNCHEN 2O1O – SPIELSTADT INTERNATIONAL

GROSSE TIPPS FÜR DIE KLEINE STADT


mimue2010_bannerlang Viele Kinder fiebern in diesem Sommer einem besonderen Ereignis entgegen:
Mini-München. Nur alle zwei Jahre öffnet die von Kultur & Spielraum e.V. gemeinsam
mit vielen Partnern organisierte Spielstadt ihre Läden und Amtsstuben.



Kinder und Jugendliche von 7 bis 15 Jahren können hier arbeiten, einkaufen und sogar Bürgermeister
werden. Damit du dich gleich richtig auskennst, haben wir die wichtigsten Infos auf einen Blick:

Holzhaus Mini-münchen

 


1. WANN UND WO?


Von 3. bis 21. August in der Event-Arena im
Olympiapark München. Jeweils Dienstag
bis Samstag sind die Tore der wetterfesten
Spielstadt von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Das
Mitmachen kostet nichts.




2. WIE GEHT`S?


Im Einwohnermeldeamt bekommst du deinenStadtausweis. Damit bist du offiziell Bürger oder Bürgerin von  Mini-München. Jetzt darfst du arbeiten, studieren und Vollbürger werden. Um eine Arbeitsplatz zu bekommen,  musst du früh aufstehen. Bis 12 Uhr kannst du direkt zu den Betrieben gehen. Nach 12 Uhr bleibt der Weg zum
Arbeitsamt, wo freie Stellen vermitteltminiMünchen2
werden. In Mini-München musst du nur
solange arbeiten wie du Lust hast. Wenn
du deine Arbeitsstelle wechseln willst oder
faulenzen möchtest, gehst du einfach zur
Bank und lässt dir deinen Lohn ausbezahlen.
Ausgeben kannst du das Mini-
München-Geld zum Beispiel bei einem
Essen in der „Fetten Sau“, beim Shoppen
im Kaufhaus oder bei einer Taxifahrt durch
die Spielstadt. Anders als im echten Leben
bekommt man übrigens auch für das Studieren
Geld. Noch ein Tipp: Die Hochschule
sucht immer Professoren, die selber
Vorlesungen (das sind Unterrichtsstunden)
über spannende Themen halten.



3. WIE WIRD MAN WAS?


VOLLBÜRGER(IN): Nach vier Stunden Arbeit, vier Stunden Studium und einem Zoff-Kurs bist du Vollbürger. Jetzt kannst du an Wahlen teilnehmen, selber gewählt werden und andere Dinge machen, die dir sonst verwehrt bleiben.
POLIZIST(IN): Als Polizist bist du für Ordnung und Sicherheit in der Spielstadt zuständig und arbeitest mit echten Münchner Polizisten zusammen.
TAXIFAHRER(IN): Wenn du den FührerscheinMiniMünchen Taxi
gemacht hast, kanns du mit deinem
Taxi durch die Stadt fahren und so dein
Geld verdienen. Ein Vorteil: Viele Kinder
geben großzügiges Trinkgeld!
BÜRGERMEISTER(IN): Wenn du bei der Wahl
zum Bürgermeisteramt die meisten Stimmen
bekommst, bist du das Oberhaupt von
Mini-München. Dann kümmerst du dich
darum, dass alles gut funktioniert und alle
zufrieden sind. Einmal in der Woche wird
neu gewählt.

GRUNDSTÜCK KAUFEN UND HAUS BAUEN: Dazu brauchst du eine Baugenehmigung. Vor der Halle der Spielstadt dürfen dann begehbare Holzhütten gebaut werden.

EINEN EIGENEN LADEN AUFMACHEN: Voraussetzung ist ein Gewerbeschein – mit einer guten Geschäftsidee kannst du dein eigenes Geschäft aufmachen, etwas herstellen oder Dienstleistungen anbieten.


4. WAS IST IN DIESEM JAHR BESONDERES?


Mini-München feiert einen runden Geburtstag! Die Spielstadt wird 30 jahre alt und feiert am 5. August ein großes Fest. Im Haus International trifft man Kinderbotschafter aus Spielstädten in anderen Ländern. Sie kommen extra zum Arbeiten, Studieren und Lehren nach Mini-München. In ihren Botschaften und dem Haus International erfährst du mehr über die anderen Spielstädte und Länder.


5. WAS WEISS NOCH NIEMAND?


Dieses Jahr gibt es einen neuen Mitspielausweis, der aussieht wie ein echter Reisepass. Hier kannst du dein Foto einkleben, deine Arbeits- und Studienzeiten eintragen lassen und an unterschiedlichen Orten Stempel und besondere Einträge sammeln. Wer besonders früh am Morgen nach Mini-München kommt, wenn die Spielstadt nochnicht offen hat, bekommt zwischen 9 und 10 Uhr ein kostenloses Frühstück im Zelt.


6. REPORTER ODER REPORTERIN


Mini-Münchner haben eine eigene Stadtzeitung: die Mimüz. Die Kinderzeitung betreibt außerdem eine Internet-Redaktion, in der du als Reporter Berichte schreiben, Interviews führen und Fotos machen kannst. Die Beiträge werden gleich ins Internet gestellt und wohl auch auf einen großen Bildschirm auf dem Marktplatz zu sehen sein. Hier können
dann alle Bürger und Bürgerinnen lesen, was in Mini München gerade los ist.


Text: Emil, Harriet, Rebecca Schreiber

PAPA GEHT IN MEINE SCHULE

Donnerstag, 17. Juni 2010

Papa geht in meine Schule



Jede Schule hat einen Hausmeister. Oft hat er selber Kinder. Aber macht es eigentlich Spaß Schulhausmeister zu sein? Dürfen Hausmeisterkinder auch mal nachts in die Schule? Und wie ist es, wenn der Papa die eigenen Lehrer als Kollegen hat? Das und vieles mehr wollten wir wissen, als wir den Hausmeister der Lincolnschule, Christoph Vogl, 46 Jahre, im Stadtteil Obergiesing-Fasangarten besuchen. Beim Interview waren fünf seiner insgesamt acht Kinder und seine Frau Evi dabei.


WIE WIRD MAN HAUSMEISTER?

CHRISTOPH VOGL: Ich habe eine Lehre als KFZ-Mechaniker gemacht und als LKWFahrer, Bademeister und bei der Eislaufbahn gearbeitet. Als die Kinder in die Schule kamen, wollte ich eine Arbeit, bei der ich nicht im Schichtdienst arbeite. Ich bin dann in der Grundschule an der Lincolnstraße Hausmeister geworden. Das war 1994.


WIE GROSS IST DIE SCHULE?

VOGL: Die Schulanlage ist die größte in München und insgesamt über einen Kilometer lang. Deswegen fahre ich auch mit dem Einrad durch, weil ich fürs Laufen zu faul bin und jeden Tag ungefähr 40 Kilometer zurücklege.


SIND SIE GERNE HAUSMEISTER?

VOGL: Ja! Zum einen habe ich schon immer gerne Reparaturen erledigt. Das muss ich hier natürlich oft. Zum anderen ist es mir
sehr wichtig, dass ich meine Kinder viel sehe. Es gibt wenige Menschen, die, wie ich, während ihrer Arbeitszeit ihre Kinder
sehen können.



HELFEN SIE IHREM MANN BEI SEINER ARBEIT MANCHMAL?

EVI VOGL: Nein, damit habe ich gar nichts zu tun. Da bin ich aber auch ganz froh drüber. Mir reichen die eigene Arbeit mit
dem Haushalt und den Kindern. Ich putze nebenher noch, aber in meinem eigentlichen Beruf als Kindergärtnerin arbeite ich nicht mehr.

WAS MACHT IHNEN AN IHRER ARBEIT SPASS UND WAS WENIGER?

VOGL: Ich mag es, wenn alle zufrieden sind und die Sachen funktionieren. Was ich nicht mag, ist, wenn es mir zu viel wird: Viele Wochenendbelegungen nacheinander, wenn ich dann keine Freizeit mehr habe.


WIE SIEHT IHR NORMALER ARBEITSTAG EIGENTLICH AUS?

VOGL: Ich stehe um 5.00 Uhr auf, um 6.30 Uhr geht die Arbeit los: Schule aufsperren, Toiletten kontrollieren, im Winter Schnee
räumen und Heizung aufdrehen. Tagsüber erledige ich  Reparaturen, kümmere mich um Veranstaltungen und die Krankmeldungen. Um 22.00 Uhr mache ich die Schule zu.


IHR GEHT AN DIE SCHULE AN DER EUER VATER HAUSMEISTER IST. IST DAS FÜR EUCH JETZT GUT ODER SCHLECHT?
AFRA, 10 JAHRE: Ich finde es praktisch, dass er an meiner Schule arbeitet. Wenn ich ihn treffe, kann ich ihm helfen. Oder die Lehrer schicken mich im Unterricht los, um ihn zu suchen. So kommt man hin und wieder um eine Stunde rum.

ZACHARIAS, 9 JAHRE: Die meisten Klassenkameraden wissen, dass er Hausmeister ist. Manche finden, wir geben damit an. Gut ist, dass wir, wenn wir was in der Schule vergessen, es nach Schulschluss oder am Wochenende einfach holen können.

AFRA: Wenn es Probleme in unserer Klasse mit einer Lehrerin oder mit Schülern gibt, versucht er zu helfen.


SIND MANCHE LEHRER BESONDERS STRENG ODER NETT ZU EUCH?
ANITA, 21 JAHRE: Das habe ich eigentlich nicht erlebt zu meiner Schulzeit. Blöd war
nur, dass mein Papa es immer gleich erfahren hat, wenn ich was ausgefressen hatte oder mal nicht brav war.

AFRA: Wir spielen aber trotzdem auch mal einen Streich und machen Schmarrn.


WÄREN SIE GERNE LIEBER LEHRER?
VOGL: Nein. Da steht man als Puffer zwischen den Fronten: Die Schüler und ihre
Probleme auf der einen Seite und auf der anderen Seite die Eltern, die wollen, dass man ihre Kinder voran bringt. Aber wenn ich Lehrer wäre, dann würde ich es ganz anders machen!


DÜRFT IHR IN EURER FREIZEIT AUF DAS SCHULGELÄNDE?

ZACHARIAS: Manchmal schon. Aber nachmittags ist das Tagesheim da und sonst
nutzen oft Sportvereine und die Volkshochschule die Räume. Da kriegen wir Ärger, wenn wir stören.

AFRA: Einmal haben Amrei, Zacha und ich zu dritt gemeinsam unseren Geburtstag in den Ferien in der Schule gefeiert. Das war ziemlich cool. Es gab eine große Hüpfburg in der Cafeteria und in der Turnhalle haben wir einen Film auf der Leinwand angeschaut.


WART IHR SCHON MAL NACHTS IN DER SCHULE?

AFRA: Nur mit dem Kindergarten, der im selben Gebäude ist wie die Schule. Da gibt es immer eine  Übernachtungsparty für die Vorschulkinder.


WAS WAR DER SCHLIMMSTE STREICH DER JEMALS AN DEINER SCHULE GESPIELT WURDE?
VOGL: Das war in einer Freinacht, in der Nacht zum 1. Mai. Da wurden Fensterscheiben eingeschlagen, viele Schlösser mit Kaugummi und Klebstoff verschmiert und Rasierschaum und Eier herumgeworfen. Ich musste mich dann darum kümmern, dass alles wieder läuft.


WOLLT IHR AUCH HAUSMEISTER WERDEN?
ZACHARIAS: Nein! Ich möchte gerne mein Geld mit Einradfahren verdienen.

AFRA: Ich könnte mir schon vorstellen, Hausmeisterin zu werden. Oder Kindergärtnerin.

XAVER, 12 JAHRE: Mir wäre Hausmeistersein zu anstrengend. Ich will lieber Lehrer werden.

AMREI, 6 JAHRE: Ich will Kindergärtnerin
werden.


SIE MACHSEN JA NOCH MEHR NEBEN DEM HAUSMEISTER-JOB. WAS IST DAS ALLES?
VOGL: Ich unterrichte fast 100 Schulkinder einmal die Woche kostenlos im Einradfahren. In den Ferien biete ich auch noch über das Jugendamt Einrad-Kurse an. Außerdem gebe ich Kindern, die sich das sonst nicht leisten könnten, Gitarrenstunden.


Interview: Isi, Rebecca Schreiber

Fotos: Julia Rotter

Flugstaffel 11 in Not

Donnerstag, 17. Juni 2010
8. KINDER-KRIMIPREIS 2010 DIESE GESCHICHTE GEWANN DEN 1. PREIS IN DER NEUN- BIS ZEHNJÄHRIGEN.


Flugstaffel 11 in Not


Herrliches Wetter heute“, meint Jack, Kommandant der Fliegerstaffel, die heute ihren längeren Flug ins  Winterquartier starten sollen. „Wir sind bald so weit Sir, nach dem Frühstück sind alle Flieger gut aufgetankt. Wir können mit den letzten Vorbereitungen in diesem Jahr beginnen“ erklärt Unteroffizier Jenny. „Gut, abtreten“,  entgegnet Jack und begibt sich zur Inspektion zu seiner Fliegerstaffel. „Tolles Geschwader“, denkt er, „Die haben sich nach so vielen Einsätzen eine Ruhepause verdient“. Jetzt wendet er sich seiner Mannschaft zu und spricht: „Leute, heute ist unser großer Tag. Wir fliegen heute in unser Winterquartier. Kontrolliert nochmals alle eure Fahrgestelle, Flügel, Landeklappen und alles andere Wichtige. Es wird ein langer anstrengender Flug. Wir werden England verlassen und direkt über den Kanal das Festland erreichen. Von dort aus fliegen wir in Richtung Süden geradewegs in unser Winterquartier. Noch Fragen? „Sir, bei allem Respekt, fliegen wir auch über feindliches Gebiet?“ fragt Flugoffizier Joe. „Ich fürchte, ja“, entgegnet Jack, „Aber egal, da müssen wir durch“. Fliegerstaffel 111 startet um 9.07 Uhr zu ihrem vorerst letzten Flug in Richtung Süden, ins Winterquartier. Der Flug verläuft in den nächsten Stunden ruhig, ohne Vorkommnisse. Das Wetter ist klar mit minimaler Wolkenbildung. Die  Sichtverhältnisse sind ausgezeichnet. Temperatur beträgt in der Flughöhe um die 12° grad. Sie überfliegen den Kanal und befinden sich jetzt über den Niederlanden. Die Fluginformation ändert sich wie vorgeschrieben stets nach einer Stunde.


Augenblicklich befindet sich Flugoffizier Jim ganz vorne von der Flugstaffel, als er plötzlich unter schweren  Flaggbeschuss gerät. Ein Schuss streift fast seinen rechten Flügel. In letzter Sekunde kann er noch abdrehen. Sofort unterrichtet er den Kommandant der Flugstaffel über den Angriff. „Achtung! Achtung! Melde schweren  Beschuss von rechts“. Hier spricht Jack, der Kommandant. Alle Mann abdrehen. Ausweichmanöver einleiten! Wir werden beschossen“, befiehlt der Kommandant. Die Fliegerstaffel befindet sich in diesem Moment in höchster Gefahr. Ein Trommelfeuer von Geschossen fliegen den Fliegern links und rechts nur so um die Ohren. Die  Fluginformation bricht völlig auseinander. Jeder Flieger versucht mit waghalsigen Ausweichmanövern nicht  abgeschossen zu werden.


Pass auf John! Dich hat einer von hinten im Visier. Zieh hoch!“, brüllt Jenny. „Das schaffe ich nicht mehr. Zu spät. Jetzt ist es aus mit mir!“ schreit John. Ein Schuss trifft ihn am linken Flügel. „May day, may day! Ich bin getroffen. Versuche noch Notzulanden“, informiert er die anderen. Dann kippt er links weg, taumelt und sinkt im Sturzflug zu Boden. „Wir haben John verloren. Wie entsetzlich!“ keucht Jenny. Jetzt ergreift Kommandant Jack das Wort: „An alle! Der feindliche Beschuss wird immer stärker. Jeder ist nun auf sich allein gestellt. Wir treffen uns am verabredeten Ort. Das war’s“. Im Geschwader ist daraufhin nichts mehr zu hören. Ohrenbetäubend sind dagegen die Schüsse, die sich weiterhin gegen die Flugstaffel richten. Der Himmel hat sich durch das Schießpulver  verdunkelt. Jetzt ist auch nichts mehr zu erkennen. Schließlich verstummen auch die letzten Schüsse. Eine Grabesstille macht sich am Himmel breit.


Süditalien, ca. 23 km von Rom entfernt. „Wir haben die Truppe gefunden. Sie haben sich wie immer in ihrem  Winterquartier eingefunden“, erklärt Herr Willibald Wohlgemut. „Nun, dann wollen wir den Wunderfliegern mal  einen Besuch abstatten“, bemerkt Inspektor Ingo Inter von Esse. Kurzer Zeit später erreichen die Männer das Fluggeschwader. Kommandant Jack präsentiert stolz seine Fliegermannschaft. „Na Jungs, ihr könnt stolz auf euch sein. Ich kenne niemanden euresgleichen, der jemals einen solchen Angriff überlebt hätte. Ihr seit wahre  Flugkünstler“, lobt der Inspektor die Flugtruppe. „Wir haben leider einen Vogel verloren. Der arme John  war einer unserer besten“, berichtet Jack. Nun schaltet sich Herr Wohlgemut ein: „Herr Inspektor, sehen sie, was ich sehe?“ „Oh ja, ich sehe es“, entgegnet Herr Inter von Esse, „einfach unglaublich und wenn ich so nachzähle fehlt nichts“. Jetzt holt Herr Wohlgemut einen mittelgroßen Holzbehälter vom Rücksitz des Autos und stellt ihn vor der  Flugstaffel mit etwas Abstand ab. Neugierige Blicke treffen ihn. Dann öffnet er den Behälter. „Da ist ja John“, ruft Jenny und flattert der Wildgans entgegen, die mit einem verbundenen Flügel vorsichtig aus dem Behälter  gehoben wird. „Eine unglaubliche Geschichte Herr Wohlgemut. Diese Wildgans wurde doch tatsächlich an der Niederländischen Grenze gefunden. Ein Schuss hatte ihren Flügel getroffen. Aber stellen sie sich vor in ihrem Vogelring fanden wireinen eingeschweißten Diamanten, der aus der neulich geklauten Diamantensammlung der Königin von England stammt. Alle Wildgänse hier haben ganz sicher ebenfalls einen Diamanten in ihrem Vogelring. Die Diebe haben mithilfe der Vögel versucht, das Diebesgut außer Landes zu schaffen. Danach wollten sie die Vögel einfach abknallen und die Steine einsammeln“, klärt Inspektor Inter von Esse auf. „Aber wie ist es der  Flugtruppe gelungen ohne größere Verluste zu ihrem Winterquartier zu gelangen?“ fragt Herr Wohlgemut. „Es war das gute Wetter, das den Tieren das Leben rettete. Durch den strahlenden Sonnenschein an diesem Tag, wurden die Diebe durch die Diamanten in den Vogelringen, während sie zielten, geblendet und konnten so keine Treffer landen. Außer bei unserem Freund hier, ohne den wir ihnen nicht auf die Schliche gekommen wären. In den nächsten Tagen, nachdem sich die Wildgänse ausgeruht haben, werden wir die Vogelringe austauschen. Die  Diebe kriegen wir auch noch. Hauptsache die Diamanten sind gesichert“, stellt Inter von Esse fest. „Melde Sir, Flugstaffel 111 ist wieder vollständig“, bemerkt Jenny und flattert aufgeregt um John herum .


– ENDE-


339 KRIMIS VON KINDERN ZWISCHEN 9 UND 14 JAHREN WURDEN FÜR DEN 8.  KINDERKRIMIPREIS GESCHRIEBEN. ZU LESEN SIND ALLE TEXTE UNTER WWW.POMKI.DE. DER TEXT VON EVA HAUSSNER („WAS SCHREIBE ICH BLOSS“) WIRD VON DER REDAKTION RADIO MIKRO (BAYERN 2-RADIO) ALS HÖRSPIEL VERTONT.

Buchtipp

Donnerstag, 17. Juni 2010

„Geschichten sind wichtig“


Buchtipp1Jugendbücher über Tod und Sterben findet man selten. Die Engländerin Sally Nicholls hat gleich zwei Bücher zu dem Thema geschrieben. Wir haben sie nach ihrer Lesung bei der Bücherschau Junior interviewt. Das Gespräch mit der 26-Jährigen war sehr
lustig, vor allem weil sie selber so viel kichern musste.


WOLLTEST DU SCHON IMMER FÜR KINDER SCHREIBEN?

SALLY NICHOLLS: Ich wollte schon als Kind Autorin werden, aber nicht speziell für Kinder. Als ich dann mit der Uni fertig war, wollte ich noch ein Jahr studieren. Ich habe zufällig einen Ort gefunden, an dem ich speziell das Schreiben für Kinder und Jugendliche studieren konnte.


WAS IST DEIN LIEBLINGSKINDERBUCH?

NICHOLLS: Das ist eine schwierige Frage. Ich habe als Kind „Die Chroniken von Narnia“, „Der geheime Garten“ und „Der kleine Prinz“ sehr gemocht. Als Teenager war „Herr der Ringe“ mein Lieblingsbuch.

 

DENKST DU, LESEN IST FÜR KINDER WICHTIG?


NICHOLLS: Ich glaube Geschichten sind wichtig. Einige Kinder bekommen diese Geschichten aus Büchern, anderen werden sie erzählt. Wenn man einzig die Sicht der Eltern oder Lehrer in der Schule erfährt, hat man nur eine  begrenzte Sicht auf die Welt. Je mehr Geschichten man hört, desto mehr Sichtweisen gewinnt man. Das macht es dann wieder leichter, sich eine eigene Meinung zu bilden.


Buchtipp


buchtipp buch1MIT DEM KUSCHELTIER IN DEN KOSMOS
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Der niedliche, aber ungezogene Calvin erlebt gemeinsam mit seinem Kuscheltiertiger Hobbes immer wieder aufregende und vor allem lustige Geschichten. Einzelne, unterschiedlich lange Comics füllen
diesen vierten Band der Serie. Manchmal stellt sich Calvin vor, er sei ein Raumfahrer und erkundet ferne Planeten. In Wirklichkeit hat er jedoch einfach viel Phantasie (das bedeutet, dass er sich viele Dinge ausdenkt und gerne in unterschiedliche Rollen schlüpft). Zum Ärger seiner Eltern macht er dies oft mit Dreck an den Füßen, in ihren Betten oder nachts. Sein bester Freund, der Kuscheltiger Hobbes, wird nur lebendig, wenn er mit ihm alleine ist. Dann stiftet er Calvin oft zu dem ganzen Unsinn an. Calvin & Hobbes ist ein toller Comic! Auch wenn man als Kind vielleicht nicht immer alle Witze und Anspielungen versteht, sollte jeder einmal eine dieser Geschichten gelesen haben. Unbedingt!
THEO
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BILL WATTERSON
„CALVIN & HOBBES – IRRE VIECHER AUS DEM ALL“
AB 9 JAHREN, CARLSEN COMICS,
12,90 EURO




buchtipp buch2FRECHE KATZE, SPRICH MIT MIR!
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Mittelpunkt dieser Geschichte ist die sieben Jahre alte Katze Ilsebil. Im Laufe des Hörbuchs erfährt man viel über Leben und Gedanken dieser frechen Katze. Eines Tages bekommt die Familie, in der sie lebt, einen niedlichen kleinen Hund mit großen Knopfaugen und süßen Stirnfalten. Ilseb l will dem Hund Tricks beibringen. Aber das gestaltet sich etwas schwierig. Dennoch freunden sich die beiden an. Die Katze Ilsebil erzählt den Zuhörern auf dieser CD spannend von ihren Gewohnheiten und Gedanken. Katharina Thalbach liest die schöne Geschichte so toll, dass ich wirklich irgendwann dachte, eine echte Katze rede mit mir. Auch wenn ich mich anfangs etwas einhören musste und mir der Beginn der Geschichte nicht so gefallen hat, ist das Hörbuch
jedem Katzenfreund zu empfehlen.
MARIE
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
HANNA JOHANSEN,
(GELESEN VON KATHARINA THALBACH)
„ICH BIN HIER BLOSS DIE KATZE“
AB 6 JAHREN, OETINGER VERLAG,
13,95 EURO



buchtipp buch3SCHÖN UND GEHEIMNISVOLL
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Die zwei Schwestern Molly und Hannah ziehen zu ihren Großeltern aufs Land, da ihre Mutter vor Kurzem gestorben ist und der Vater mit der Situation überfordert ist. Dort erleben sie aufregende und auch seltsame Dinge. Vor allem Molly, die sehr gerne Geschichten liest, sieht immer wieder die Gestalt von einem geheimnisvollen Mann… Ist er echt oder lebt er nur in ihrer Phantasie? Das Buch ist  spannend und ein Muss in jedem Bücherregal von älteren Kindern. Auch wenn es traurige Teile hat, da der Tod der Mutter immer wieder Thema wird, ist es eine schöne und spannende Geschichte.

JOSY
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SALLY NICHOLLS
„ZEIT DER GEHEIMNISSE“
AB 11 JAHREN, HANSER VERLAG,
14,90 EURO