Archiv für die Kategorie ‘TopThema_Links’

Interview mit Münchens 3. Bürgermeisterin, Verena Dietl

Mittwoch, 02. Dezember 2020

Die MÜK zu Gast im Rathaus – und das mitten im November im „Wellenbrecher-Lockdown“, in dem die meisten Treffen verschoben werden oder nur online stattfinden. Aber Münchens neuer 3. Bürgermeisterin, Verena Dietl, liegt das Thema Kinder und Jugendliche offenbar sehr am Herzen – und empfing vier von uns, natürlich mit Abstand und Masken, zum Interview.

 

 

MÜK: Hallo, Frau Dietl. Toll, dass wir Sie trotz schwieriger Umstände besuchen dürfen! Dann fangen wir doch gleich mal an. Können Sie uns kurz erzählen, wo Sie sich als Bürgermeisterin speziell für Kinder und Jugendliche einsetzen?

 

Verena Dietl: Wir sind ja hier im Rathaus der Oberbürgermeister und zwei Bürgermeisterinnen und ich bin ja die Bürgermeisterin, die wirklich zuständig ist für die Kinder und Jugendlichen. Und alles was die Kinder und Jugendlichen betrifft, bin ich erstmal die Ansprechpartnerin. Mir ist es immer wichtig – und deshalb freu ich mich auch, dass der Termin heute wirklich klappt – direkt Rückmeldung von Kindern zu bekommen, was ihnen wichtig ist. Das war schon vorher so, ich war ja zwölf Jahre Stadträtin und da haben wir viele Termine gehabt im Rathaus, wo man sich ausgetauscht hat. Und da fand ich es und finde es auch jetzt wichtig – und deshalb geh ich auch regelmäßig zum Kinder- und Jugendforum –, in engem Austausch mit Kindern und Jugendlichen zu sein. Weil ihr seid diejenigen, die ihr vor Ort seid und wisst, was los ist. Und ich finde es auch wichtig, dass ihr euch einbringen könnt. Politik ist nicht nur für die Erwachsenen, sondern sie soll auch für Kinder und Jugendliche da sein. Und hier sehe ich mich als Ansprechpartnerin für alle Kinder und Jugendliche, die hier in München wohnen.

 

Auf welche Themen legen Sie da besonders Wert?

 

Dietl: Zum Beispiel dass Kinder und Jugendliche genug Platz haben hier in dieser Stadt. Dass man nicht alles zubaut, sondern dass man das auch mitdenkt, wo können Kinder und Jugendliche sich treffen. Zum einen freilich in Einrichtungen und zum anderen aber auch auf Freiflächen. Und da muss man zusehen: Gibt es genug Spielplätze für alle Altersgruppen? Und: Gibt es einfach genug Angebote für alle in dieser Stadt …

 

Ella: Jetzt hab ich mal eine Frage zum Thema Umwelt: Was will die Stadt machen, dass es hier grüner wird? Und was ist mit dem Müll?

 

Dietl: Zum einen haben wir hier ja eine Stadtregierung von den Grünen und der SPD. Das heißt: Wir stehen eh schon für einen sozialen und ökologischen Kurs. Das heißt, wir wollen sehr viel für den Klimaschutz ausgeben. Wir werden da in Zukunft noch mehr Förderprogramme auflegen, wo noch mehr Geld reingesteckt. Und wir wollen gleichzeitig auch, dass die Stadt grün bleibt. Wenn man vergleicht, dann ist es schon so, dass die Stadt München eine der grünsten Städte ist, unter Deutschland zehn grünsten Städten ist München mit dabei. Und das soll so bleiben. Wir schauen daher, dass wir bei allen Bauvorhaben, und Wohnungen brauchen wir hier ja auch dringend, grüne Infrastruktur mit dabei haben. Es gibt zum Beispiel auch eine Grünanlagensatzung hier, dass immer für alle Menschen, die hier leben, auch genug Grün zur Verfügung steht.

In meinem Aufgabenbereich liegt auch die Müllabfuhr. Und da schauen wir schon, dass der Müll gut getrennt wird. Wir haben auch, das macht ein privater Anbieter, genug Wertstoffinseln, wo man auch mal zusätzlich trennen kann. Und natürlich ist es uns ein Anliegen, dass es auch auf den Straßen sauber ist. Und hier schauen wir, dass auch die Müllbehälter und alles andere regelmäßig geleert wird. Grad an den Stellen, wo immer viel Müll auftaucht, geben wir dann auch immer wieder Aufträge ans Baureferat, mehr Müllbehälter aufzustellen oder diese zu leeren.

 

Lisa: Wie wollen Sie die Stadt für Kinder sicherer machen? Also zum Beispiel im Verkehr oder bei der Beleuchtung an Spielplätzen …

 

Dietl: Ich kann das gut nachvollziehen und ich find’s einen guten Vorschlag. Ich bin ja auch für den Sport zuständig und da stellen wir oft das gleiche Interesse fest, dass man im Dunkeln eben noch draußen sein kann. Da können wir also gern mal gemeinsam schauen, wo es vielleicht Möglichkeiten gibt, dass ein Spielplatz abends noch beleuchtet wird, damit ihr da im Winter noch länger spielen könnt. Generell zum Thema Sicherheit: Ich möchte natürlich, dass sich Kinder möglichst sicher in der Stadt fühlen. Und auch wohl fühlen. Deswegen ist es auch wichtig, dass sie ihre Anliegen einbringen. In meiner vorherigen Station – ich bin ja schon seit 20 Jahren politisch aktiv – war ich auch schon auf ganz vielen Ortsterminen, wo wir uns die Situation vor Ort angeschaut haben, um das besser zu lösen. Gerade was Radwege und Schulwege betrifft. Es sind ja auch immer wieder Beiträge aus dem Kinder- und Jugendforum, wo Ideen von den Kindern entstehen, weil die kennen ja den Platz und wissen, was los ist. Und dann sehen wir zu, dass wir das klären können und eine gute Lösung finden.

 

Jonas: Werden bei Corona-Maßnahmen Kinder und Jugendliche speziell berücksichtigt?

 

Wir haben einen Krisenstab zu Corona eingerichtet und das ist die Situation für Kinder und Jugendliche jedes Mal Thema. Vor allem fragen wir: Was ist grad an den Schulen los, wo müssen wir noch unterstützen, was kann man noch machen? Dann bin ich Vorsitzende vom Kinder- und Jugendhilfe-Ausschuss, da hatten wir das Thema sehr lange und sehr ausführlich. Da ging es auch viel darum: Wie geht es den Kindern eigentlich gerade, was ist eigentlich im letzten halben Jahr los gewesen. Für viele ist das ja auch richtig schlimm, immer zuhause zu sein, sich nicht mit seinen Freunden treffen zu können. Also: Wo können da vielleicht auch Kinder- du Jugendhilfeeinrichtungen unterstützen … viele Jugendfreizeitstätten machen zum Beispiel Onlineangebote, wenngleich es natürlich immer schöner ist, Menschen live zu sehen.

 

Jakob: Und wie sieht es mit Veranstaltungen aus, zum Beispiel auch mit Fasching und so?

 

Dietl: Ich kann einfach noch nichts sagen, weil das ändert sich bei uns auch wöchentlich, je nachdem wie die Zahlen mit den Neu-Infizierten sind. Die schauen wir immer an und entscheiden dann, was wir machen. Wir haben jetzt vor zwei Wochen die Christkindlmärkte abgesagt, genauso wie das große Faschingstreiben. Und eigentlich auch alle anderen großen Veranstaltungen, die sonst stattfinden …

 

Lisa: Wollen Sie vielleicht an Weihnachten nicht so viele Einschränkungen machen? Damit halt die Leute sich mit der Familie treffen können …

 

Dietl: Wir sind jetzt eineinhalb Monate vor Weihnachten und ich würd natürlich jedem wünschen, dass er mit seiner Familie Weihnachten feiern kann – was gibt es Schöneres als dass man mit seinen Lieben einfach zusammen ist? – aber wir können derzeit einfach überhaupt keine Auskunft geben …Wir haben ja jetzt den „Lockdown light“ und versucht, das mit Maßnahmen einzugrenzen, und trotzdem sind die Zahlen steigend. Wenn die Zahlen wieder nach unten gehen, kann man da sicher nochmal drüber diskutieren … Die Stadt München setzt ja im Übrigen nur um, vorgegeben werden die Maßnahmen ja vom Bund und insbesondere vom Land Bayern. Der Ministerpräsident Söder macht Ansagen und wir setzen um. Also in welchem Maß wir Weihnachten feiern, entscheidet im weitesten Sinne der Freistaat und nicht wir hier im Rathaus …

 

Ella: Wie hoch sehen Sie die Chancen, dass jetzt die Schulen geschlossen werden?

 

Dietl: Auch hier kann ich generell keine Zusage machen, wir müssen die aktuelle Situation immer wieder neu bewerten. Wir als Stadt haben aber gesagt, dass wir die Kinder so lang wie möglich in den Schulen behalten, das ist uns auch wirklich wichtig. Ich persönlich fände es gut, möglichst lang in die Schule gehen zu können – auch aufgrund der Erfahrungen aus dem ersten Lockdown. Nicht jeder hat die technische Ausstattung zuhause und am Homeschooling teilnehmen kann, die Eltern kriegen nicht immer automatisch frei, nur weil die Kinder zuhause sind, das sind alles Themen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen …

 

Jonas: Sie haben ja eine offen Kinder- und Jugendsprechstunde angekündigt. Hat die schon mal stattgefunden?

 

Dietl: Nein, wegen Corona konnte die leider bisher noch nicht stattfinden. Wenn es soweit ist, werden wir den ersten Termin bekanntgeben, auch in der MÜK. Auf jeden Fall kann jeder kommen, der möchte, und sein Anliegen vorbringen. Mir ist einfach wichtig, dass Kinder mitbekommen, wie demokratische und politische Prozesse ablaufen. Und dass sie sehen, dass wir Politiker auch ganz normale Menschen sind. Und was mir am wichtigsten ist: Dass die Anliegen von Kindern auch wirklich ankommen und dadurch was entsteht. Und dass sie merken: Auch Kinder haben eine Stimme in unserer Gesellschaft.

 

Jonas: Geht es da dann mehr um persönliche Sachen?

 

Dietl: Ich bin da offen. Wenn jemand sagt, er möchte seine persönliche Situation schildern, zum Beispiel, wie geht es ihm oder ihr jetzt so mit Corona, höre ich mir das gerne an.

 

Lisa: Warum ist der Verkehr nicht für Kinder kostenlos?

 

Dietl: Es gibt ja die Kostenfreiheit für den Weg zur Schule und es gibt hier Ideen, das noch auszuweiten. Hängt aber auch mit dem Staat Bayern zusammen, der das ja auch mitfinanziert. Gut zu wissen: Es gibt ja jetzt neu das 365-Euro-Ticket und das versuchen wir, auch nochmal zu erweitern, dass alle Menschen davon profitieren. Aber wir als Kommune können das gar nicht alleine alles bezahlen. Aber eigentlich wäre es uns wichtig, dass zumindest schon mal wirklich alle Schülerinnen und Schüler kostenlos in die Schule kommen können …

 

Jakob: Wo können Kinder und Jugendliche Hilfe bekommen?

 

Dietl: Erste Anlaufstelle sollte schon immer die Freizeitstätte sein – da haben wir ja in allen Stadtvierteln mehrere, insgesamt über 99 . Da kann man also überall auch hingehen und nachfragen und sich informieren Dann gibt es natürlich Beratungsstellen, wo man sich hinwenden kann, wenn man ein Problem hat. Da gibt es schon einiges, aber wenn die Meinung ist, es gibt zu wenig, dann immer gerne auch sich melden …

 

Ella: Was glauben Sie, warum sich nicht mehr Politiker für junge Leute einsetzen?

 

Dietl: Gute Frage! Vielleicht denken sie, dass, nur weil Kinder noch nicht wählen dürfen, ihre Stimme nicht so wichtig ist. Ich seh das entschieden anders. Ihr seid unsere Zukunft und wir müssen auf euch hören. Und ich finde, dass von euch Kindern manchmal richtig gute Ideen eingebracht werden.

 

Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben?

 

Dietl: Ihr könnt jederzeit wieder kommen.

 

Lisa: Dann kommen wir gleich nächste Woche!

 

Wie man einen Witz erzählt

Mittwoch, 19. August 2020

Doris Müller gibt Tipps fürs Witzeerzählen

1. Überleg dir vorher, wie dein Witz geht. Wenn
du dreimal neu anfangen musst oder die
Pointe gleich am Anfang verrätst, ist ein
knallroter Kopf programmiert.


2. Ein Gag kommt am besten rüber, wenn du
ihn ans Ende des Satzes packst. Zum Beispiel:
„Ich hab ja nichts dagegen, dass du Nägel
kaust … aber nimm doch dafür bitte deine
eigenen.“ (Nicht so gut: „Kau doch deine
eigenen Nägel, dagegen hab ich nichts.“)


3. Noch ein Tipp fürs Sketche Schreiben:
Stell dir eine ganz normale Situation vor
und überleg dir, was dabei ganz und gar unangebracht
wäre. Etwa, dass du bei einem
vornehmen Ballettabend zuschaust – und
die Tänzer lautstark anfeuerst, so als wären
sie Fußballstars („Olé, olé, olé, olé!“).
Schon hast du eine Idee für einen Sketch!

Do it yourself: Hast Du Töne?!

Mittwoch, 04. Dezember 2019

Ein Gruselfilm ohne Ton? Kaum vorstellbar. Gerade die fiesen Knarz- und Heulgeräusche, das Rascheln und Grollen im Dunkeln sorgen für Gänsehaut. Mit ein paar tollen Soundeffekten lässt sich ein guter Text* ohne viel Aufwand in ein schauriges Hörspiel verwandeln.

 

Am besten legt ihr erst einmal fest, wer was spricht – ideal: ein Erzähler und ein paar Extra-Stimmen für die Dialoge. Als Aufnahmegerät kann ein Smartphone dienen. Holt Euch dazu kostenlose Audio-Programme wie Hokusai Audio oder für den PC/Mac Editor Audacity*. Sucht Euch dann Szenen heraus, zu denen unheimliche Hintergrundgeräusche passen, und denkt Euch entsprechende Sounds dazu aus – hier unsere Tipps aus der Redaktion.

 

 

Gruseleffekt: Nachts alleine draußen

… und Regen beginnt zu prasseln …
Der Trick: Schütte aus einer Gießkanne Wasser in einen Eimer und lass gleichzeitig Reis in eine Pappschachtel rieseln.

… und Donner grollt …
Der Trick: Stecke Murmeln oder Nüsse in einen Luftballon, puste ihn auf und schüttle ihn direkt vor dem Mikro.

… und ein Feuer bricht aus …
Der Trick: Dicht vor dem Mikro ein großes Stück Alufolie langsam zerknüllen.

 

 

Gruseleffekt: Im Keller

… und ein Zombie naht …
Der Trick: Such Dir einen möglichst leeren Raum (guter Hall!) und schlage mit einem harten Gegenstand gegen ein Heizungsrohr!

… und eine Gruselstimme erhebt sich …
Der Trick: Sprich in eine Blechdose oder durch eine Pappröhre in einen Plastikeimer

… und Gespenster beginnen zu heulen …
Der Trick: Such Dir am Radio eine Zwischenfrequenz, wo es sirrt und knistert

 

 

Gruseleffekt: Im dunklen Wald

… und Äste knacken …
Der Trick, falls Du gerade keine Äste hast, über die Du laufen kannst: Beiße herzhaft in eine Karotte!

… und plötzlich raschelt es im Laub …
Der Trick: Zerdrücke eine Brotzeittüte langsam in der Hand!

… und der Wind heult durch die Bäume …

Der Trick: Nimm ein Blatt Papier, rolle es zusammen und puste durch oder blase über ein leeres Glas

…und jemand schleicht sich an …

Der Trick: Laufe langsam über zusammengeknüllte Plastiktüten

Das MÜK-Meinungslabyrinth

Montag, 10. Juni 2019

Auch beim Kinder-Kultur-Sommer-Festival

vom 6.-10.6. rund um die Alte Kongresshalle auf der Schwanthalerhöhe ist die Münchner Kinderzeitung wieder mit dabei.

Rein ins Meinungslabyrinth!

heißt es bei unserer Zeitungswerkstatt 2019:

 

Wie kommt man eigentlich zu einer Meinung? Wie kommen Meinungen zu Stande und wer beeinflusst uns bei der Meinungsbildung?

– Jeden Tag steht eine andere Frage im Vordergrund.

 

 

Hau deine Meinung raus!

Und das haben die jungen Münchnerinnen und Münchner auf unsere Fragen geantwortet:

megaphone photo

Am Freitag „Was hältst du von den Fridays for Future-Demos?“, bei denen Kinder und Jugendliche seit vielen Wochen am Freitag Vormittag – anstatt zur Schule zu gehen – für mehr Klimaschutz demonstrieren?“
Am Samstag  lautete die Frage: „Was hältst du von E-Rollern?“
„Sollen Jugendliche unter 18 wählen dürfen?“ war unsere Sonntagsfrage.
Am Montag wollten wir von den Besucherinnen und Besuchern des Meinungslabyrinths wissen, „Was hältst du von Tablets im Unterricht?“

Meinungen zu Europa

Dienstag, 05. März 2019

In unserer neuesten Ausgabe berichten wir über wichtige Termine rund um die EU und Europa im Frühjahr 2019.

Hier kannst du die Fortsetzung von Mathis Text lesen und einige Meinungen über aktuelle Geschehnisse in der EU.

(mehr …)

Faszination Zeitreise

Dienstag, 12. Juni 2018

Würdest du gerne einmal in der Zeit reisen? Und wenn ja, in die Zukunft oder in die Vergangenheit? Auch Annabell hat sich, im Anschluss an ihren Medientipp „Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün“, Gedanken zu diesem Thema gemacht, die ihr hier lesen könnt:

 

… ich fände es auch total cool, mit einer Zeitreisemaschine mal zurück zu springen (genauso wie Gwendolyn in „Rubinrot“) und jemanden zu besuchen, der gestorben ist, als ich noch klein war, wie meine Oma oder meinen Opa. Es wäre schön gewesen, wenn ich sie noch länger erlebt hätte. Mit einem Zeitsprung könnte ich sie einfach mal besuchen und mit ihnen nochmal etwas Zeit verbringen, etwas mehr von ihnen erfahren, ein Spiel spielen und einfach etwas Spaß haben. Ich würde sie gerne fragen, wie meine Eltern als Kinder waren, welchen Blödsinn die so getrieben haben und wie sie in meinem Alter so waren. Da würde ich sicher einige geheim gehaltene Geschichten erfahren, die mir meine Eltern nie erzählen würden.

 

Aber auch die Menschen und Erfindungen in einem ganz anderen Jahrhundert würden mir gefallen und zu sehen, was damals so abging. Man könnte auf tolle Bälle mit prunkvollen Kleidern gehen oder hautnah miterleben, wie erstaunt die Menschen waren, dass man mit einer Maschine mit Menschen an Bord fliegen kann – was für eine Sensation!

 

Bei welchen Entdeckungen wärst du gerne dabei gewesen?

 

Eine super Erfindung war auch 1879 die Glühlampe – eine tolle Sache nun endlich länger aufbleiben zu können als nur so lange wie bis die Sonne untergeht. Oder stell dir mal vor, wie erstaunt von dem Geschmack 1922 der erste Mensch war, der in ein Gummibärchen gebissen hat?

Aber es wäre auch ziemlich cool, bei dem ersten Raketenstart ins Weltall dabei zu sein …

 

Annabell


…………………………………………………………………………..

 

Jetzt bist du gefragt!

 

Würdest du gerne einmal in der Zeit reisen?

 

Ergebnis der Abstimmung anzeigen

Die durchs Feuer gehen

Dienstag, 06. März 2018

Hast du gewusst, dass man schon ab 12 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr mitmachen kann?

Das ist nicht nur sinnvoll, sondern macht auch Spaß, meint Nadine. Und sie muss es wissen: Sie ist schon eine Weile dabei.

 

 

Und was machen wir bei der Jugendfeuerwehr?

Alle zwei Wochen treŽfen wir uns zu einer Übung beziehungsweise zum Unterricht. Unterricht klingt abschreckend, ist es aber nicht – ganz im Gegenteil. Wir lernen bei unseren TreŽfen die verschiedensten Dinge wie zum Beispiel unterschiedliche Arten von Hydranten, Knoten und deren Zweck, wie man bei einem Einsatz Verletzte betreuen kann und natürlich wie man richtig Feuer löscht.

 

Leider dar ich noch nicht au Einsätze mitfahren, da man erst mit 16 Jahren eine Grundausbildung abschließen kann. Erst danach ist es erlaubt, mitzukommen. Ab 18 Jahren gehört man dann übrigens nicht mehr zur Jugendfeuerwehr und darŽ dann auch auŽ ge–ährlichere Einsätze mit.

 

Trotzdem. Auch wenn Jugendliche noch nicht auŽ richtige Einsätze mitdürfen, macht es viel Spaß. Unsere  Jugendleiterausbilder lassen sich jedes Mal etwas Neues und Spannendes einfallen. Zum Beispiel durŽten wir bei einem Übungseinsatz in alten Häusern vermisste Personen suchen. In einem Bunker waren wir auch schon und Wasser aus der Isar pumpen stand bereits ebenfalls auŽ dem Programm.

 

In der Jugendfeuerwehr zu sein ist spannend und aufregend, da man nicht nur ständig etwas Neues lernt, sondern sein Können auch unter Beweis stellen kann. Angst hatte ich bei einer Übung übrigens noch nie.

 

 

Das Üben von Brand- und Notfallsituationen ist das A und O. Über eine Pause freut man sich aber auch mal …

„AngriŽfstrupp bereithalten. Okay, Trupp rückt jetzt vor in den Bunker!“ Genau aus diesem Bunker dringt dichter Rauch. Die Stimmung wirkt angespannt, jeder wartet aufŽ sein Kommando. Die ersten Jugendlichen machen sich auf den Weg in die engen und dunklen Schächte des Bunkers, um nach vermissten Personen zu suchen …
Zum Glück war das nur eine Übung, die wir da vor kurzem im Bürgerpark im Münchner Stadtteil Ober–öhring abhielten. Die fand im Rahmen eines TreŽfens unserer Jugendfeuerwehrgruppe statt, die es, was viele gar nicht wissen, neben der erwachsenen Berufs- und Freiwilligenfeuerwehr gibt. In der Jugendfeuerwehr können Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 18 Jahren mitmachen. So wie ich.

 

 

In München gibt es fünf Gruppen der Jugendfeuerwehr: Nord, Ost, Süd, West und Stadtmitte. Weitere Infos unter

Tel. 089/23 53-32 001 und www.jf-muenchen.de

 

Nadine

Burg Schreckenstein 2 – ein Interview

Freitag, 01. Dezember 2017

>>Es ist wieder soweit: Schreckenstein und Rosenfels überbieten sich bei den alljährlichen Wettkämpfen am Kapellsee mit ausgeklügelten Sabotageakten. Doch kurz vor Schluss kommt es zum Abbruch, als der Zeppelin des Grafen abstürzt! Zwar konnte sich Graf Schreckenstein in letzter Sekunde retten, mus nun aber merhere Wochen im Sanatorium verbringen – und ist finanziell ruiniert. Der Vertreter, des Grafen, sein Vetter Kuno, sieht im Verkauf der Burg an den chinesischen Unternehmer Wang die einzige Lösung. Den Jungs dämmert, dass Burg Schreckenstein nach China umgesiedelt werden soll, um Teil eines mitelalterlichen Themenparks zu werden. Doch Diener Jean glaubt an die Rettung von Burg Schreckenstein und will sich auf die Suche nach dem einst vergessenen Schatz im Burghof begeben. Nur Mythos – oder Realität? Die Jungs gehen dem Rätsel auf den Grund…<<

Der spannende zweite Teil von Burg Schreckenstein kommt ab Dezember in die Kinos! Wir trafen einen der Hauptdarsteller – „Dampfwalze“ – zum Interview. Der 15-jährige Münchner Chieloka Nwokolo erzählte uns etwas über den Dreh und wie er zum Schauspielern kam. Das sagt er…

 

 … über den Filmdreh.

Wie oft und wie lange habt ihr pro Tag gedreht?

Also insgesamt waren es ungefähr 8 Wochen und pro Tag ist es schwer zu sagen. Morgens werden wir abgeholt und fahren zum Set. Dann ziehen wir uns um, gehen in Maske und Kostüm. Danach drehen wir und dann ist Pause, wieder drehen, Pause, Mittagessen, Pause, danach drehen wir nochmal kurz und dann ist ein Tag auch schon wieder vorbei. Also wir drehen nicht so lang.

 

Macht es dir Spaß dort zu sein und zu schauspielern?

Ja, natürlich. Wir waren dann 8 Wochen nicht zu Hause und irgendwo im Ausland, im Hotel und es war schon schön. Das Schauspielern vor der Kamera macht auch voll Spaß. Wir waren in Südtirol, in Bozen, in Sand, in Taufers. In Südtirol weiter in den Bergen, auf Burgen.

 

War es bei euch heiß? Weil ihr auch immer in Pullundern herum gelaufen seid?

Also beim ersten Teil von Burg Schreckenstein war es richtig kalt. Da war auch die Burg noch richtig kalt. Jetzt im zweiten Teil war es eigentlich ziemlich warm. Damals haben wir auch im Februar gedreht und jetzt im April und Mai und da war es dann eigentlich ganz okay.

 

Konntest du deine Rolle gut spielen? Gab es da Parallelen zu deinem eigenen Leben oder war dir das ganz fremd und du musstest dich verstellen?

Nein, uns wurde immer gesagt, wir sollen uns nicht verstellen. Wir sollen versuchen uns in die Person hineinzuversetzen. Also ich hab da auch nicht meine Stimme oder so oder mich verstellt. Aber irgendwann, wenn man dreht, denkt man drüber nach ob die Rolle nicht doch irgendwo auf einen zutrifft.

Ich fand Dampfwalze eigentlich schon immer am coolsten. Ich wollte auch als noch gecastet wurde am liebsten Dampfwalze spielen.

 

Und wie oft musstet ihr so durchschnittlich eine Szene wiederholen, also nochmal drehen, wenn gepatzt wurde?

Das kommt ganz auf die Szene an, weil manchmal muss man so einen richtig langen Dialog sprechen und das ist dann manchmal schwierig, aber wenn du gerade nur einen kurzen Text hast, ist das eigentlich voll okay, also wenn sich irgendjemand verspricht, dann muss es nochmal gedreht werden, aber manchmal hat es auch beim first take, also beim ersten Mal, geklappt.

 

Wie lange brauchst du um den Text von einer Szene auswendig zu lernen?

Also wir haben immer am Tag vor dem nächsten Drehtag, einen Plan bekommen, auf dem stand welche Szenen gemacht werden sollen und dann haben wir mit unseren Kinderbetreuerinnen den Text gelernt. Man konnte sonst auch noch am Drehtag selbst hinter der Kamera den Text anschauen.

 

Kannst du dich an eine lustige Situation oder witzige Geschichte erinnern, die ihr dort erlebt habt?

Cool war, dass wir immer, wenn eine Klappe beim Dreh, also zum Beispiel 22/2 die 2., auf uns geschlagen wurden, das heißt wir Kinder standen vor der Kamera, haben wir ein Fest gemacht und Eis verschenkt und dann ist das ganze Filmteam zusammen im See baden gegangen.

 

Habt ihr während der Zeit am Set noch irgendetwas anderes gemacht als zu drehen?

Also an Aktivitäten haben wir immer Fußball gespielt. Und in Südtirol können sie echt gut Fußball spielen! Weil sonst gab es in dem Dorf auch nicht so viel, was man sonst machen konnte. Wir sind aber auch mal ins Schwimmbad oder Wandern. Aber Wandern war nicht so cool.

 

Waren die Komparsen italienische Kinder oder kamen auch die aus Deutschland?

Also die Kinder kamen aus Südtirol, aber konnten Italienisch und Deutsch, weil dort wird auch beides gesprochen.

Um in einem anderen Land drehen zu dürfen, braucht man auch eine Bescheinigung und da steht auch drin, dass ein Teil des Teams und/oder die Komparsen aus diesem Land kommen müssen. Das ist bei jedem Film so.

 

Denkst du, dass du dich durch den Dreh irgendwie verändert hast? Bist du sportlicher geworden?

Dicker bin ich geworden, weil das Essen ist richtig gut dort! Sie machen wirklich aufwendige Sachen und das für so viele Leute. Da ist es schwer zu widerstehen, man nimmt schon zu. Also beim ersten Teil kam ich tatsächlich ein bisschen pummeliger zurück, aber beim zweiten Teil habe ich mir noch vorgenommen, dort Sport zu machen, aber daraus wurde leider nicht so viel.

 

 

… über Schauspiel und Schule.

Wie hast du im Ausland Drehen mit der Schule zusammengebracht? Hast du dort gelernt?

Ja, es war ein bisschen nervig. Denn wenn Drehschluss war, mussten wir ins Hotel und dort hatten wir dann auch am Wochenende Einzelunterricht in den verschiedenen Fächern Englisch, Mathe, Latein, usw.

 

Wird es dir manchmal zu viel mit Schule und schauspielern?

Nein, also Schule habe ich halt schon ewig, das ist ganz normal und schauspielern ist das Neue, das aber großen Spaß macht. Ich habe mich durch den Einzelunterricht sogar verbessert. Man hat mehr gelernt, als wenn ein Lehrer zu einer ganzen Klassen mit bis zu 30 Schülern spricht. Wenn er direkt zu dir spricht, passt man auch mehr auf und lernt so mehr.

 

 

… über seine Schauspielkarriere.

Verdienst du Geld mit dem Schauspielern?

Ja, klar. Aber wie viel darf ich leider nicht sagen, das steht im Vertrag.

 

Hast du durch diesen Job schon bekanntere Schauspieler oder Prominente kennen gelernt?

Ja, Uwe Ochsenknecht, Harald Schmidt und sonst Henning Baum von „Der letzte Bulle“ und Sophie Rois.

 

Hast du auch schon bei anderen Filmen mitgespielt?

Also in den beiden Teilen von Burg Schreckenstein, aber sonst noch nicht. Ich bin da eigentlich ganz zufällig so rein gerutscht, in den Dreh. Ich bin auch nicht bei einer Agentur. Ich wollte vielleicht jetzt zu einer gehen, aber eigentlich bin ich ganz zufällig zum Film gekommen. Ja, des war sozusagen so ein Casting und ich wurde eigentlich gar nicht dafür angesprochen, sondern meine Schwester. Denn sie meinten, dass ich ein bisschen zu groß bin. Dann haben sie gesagt, dass ich trotzdem einfach mal mitgehen darf zum Casting und das hab ich dann auch gemacht. Es gab ein Casting hier in München und dort haben sie gesagt, dass ich in der zweiten Runde bin und dann bin ich nach Berlin geflogen. Dort war dann das zweite Casting und da wurde ich genommen.

 

Was musstest du bei so einem Casting machen?

Also die Kamera war an und wir haben ein Skript zugeschickt bekommen, da mussten wir den Text auswendig lernen und dann vor der Kamera eine Szene spielen. Das hat sich dann der Regisseur angeschaut und die Schauspieler ausgewählt.

 

Was würdest du Kindern raten, die vielleicht auch mal schauspielern wollen?

Also man könnte zum Beispiel zu einer Agentur gehen, da bekommt man dann immer Filme zugeschrieben, wenn sie dich auswählen und dann solltest du dich beim Schauspielern auch nicht verstellen, weil die haben dich ausgesucht, weil du in die Rolle passt. Also du solltest so sein, wie du bist.

Also es gibt sehr viele, die vorher Theater gemacht haben, aber ich war nie so fixiert darauf das zu machen. Das einzige, das ich gemacht habe, war, als wir in meiner Schule in der 8. Klasse als gesamte Klasse ein Stück im Theater aufgeführt haben.

 

Jetzt hab ich mal eine Frage an euch: Wollte jemand von euch mal schauspielern?

 

Annabell: Also ich wollte immer schauspielern, aber irgendwann hab ich mir das wieder aus dem Kopf geschlagen. Ich dachte mir dann: „Bis ich mal bei so einem Casting genommen werde, vergehen wahrscheinlich sehr viele Versuche.“ Dann habe ich es nicht nochmal probiert.

 

Aber du kannst ja auch in eine Agentur gehen, da musst du noch nicht einmal etwas zahlen. Da bekommt man da mal ein Casting, man muss nur warten. Es werden schließlich genug Kinderfilme in Deutschland gedreht.

 

Bist du an deiner Schule jetzt berühmter?

Nein, das fände ich ganz schlimm! Es ist ja ein Kinderfilm, das heißt ein paar aus den unteren Klassen haben mich schon erkannt. Aber ich finde man sollte das Ganze und sich selbst nicht so aufspielen!

 

Willst du überhaupt mal berühmt werden?

Nein, ich finde irgendwie es so viel cooler, wenn ich so in der Kindheit jetzt ein paar Filme drehen könnte. Das würde mir Spaß machen, aber so als späterer Job kann ich es mir nicht vorstellen. Also nicht, weil es keinen Spaß macht! Natürlich macht es Spaß! Ich glaube, es ist nicht so „sicher“, weil von so vielen Schauspielern nur ein paar berühmt werden und die verdienen dann viel Geld und manche, die bekommen immer nur Teiljobs. Dabei hast du dann mal einen Dreh, dann auch wieder nicht und das ist sehr unsicher.

 

… über das Team.

Triffst du dich mit den anderen Schauspielern in deinem Alter auch privat?

Es halt so, dass einer in Köln, drei in Berlin und außer mir noch einer in München wohnen. Mit dem, der auch in München wohnt, treffe ich mich öfter mal. Er heißt Benedict und spielt im Film den Ottokar. Mit ihm habe ich mich schon ein paar Mal getroffen und einmal sind wir auch nach Berlin gefahren und haben uns dort mit den anderen getroffen, aber das klappt halt nur selten, weil es halt weit weg ist. Dann sehen wir uns noch bei der Premiere.

Sonst haben wir noch Kontakt über unsere gemeinsame WhatsApp Gruppe.

 

Wird nach dem Film in eurer Gruppe noch geschrieben oder ist die eher inaktiv?

Während dem Film ist sie auf jeden Fall aktiv und danach auch, aber deutlich unregelmäßiger, aber wenn etwas kommt, dann richtig viel. Sonst schreiben wir schon noch miteinander, aber eher untereinander, als in der Gruppe.

 

Hattet ihr so etwas wie einen Schauspielcoach?

Also wir hatten unsere Kinderbetreuerinnen. Das waren zwei, die uns am Set immer betreut haben. Wir haben aber mit denen jetzt nicht so Sprach- oder Schauspielübungen gemacht, das nicht. Also so einen Coach gab es nicht. Der Regisseur hat uns gesagt, was wir machen sollen und was eher nicht. Also war er eigentlich unser Coach.

Das Filmteam war aber sehr groß. Also wir hatten echt Glück, weil es war ein echt nettes Filmteam und da gehören dann auch richtig viele dazu. Aber eine genaue Zahl weiß ich, ehrlich gesagt, jetzt nicht. Es sind auch verschiedene Abteilungen und auch da sind jeweils immer richtig viele Leute dabei.

 

 

 … über den Film

Hast du auch eine Lieblingsszene im Film?

Ja, in einer Szene machen wir stand up paddling und das ist ein Wettrennen bei einem Wettbewerb der beiden Schulen Burg Schreckenstein und Schloss Rosenfels. Das ist eine ziemlich coole Szene, weil wir viel auf dem Wasser gedreht haben.

 

Findest du eine Szene, in der du mitspielst, irgendwie peinlich?

Am Schluss eine Kussszene. Also das war nicht peinlich, aber wir mussten diese Szene sehr oft wiederholen, weil dem Regisseur immer irgendetwas nicht gepasst hat. An sich war die Szene nicht peinlich, aber dass wir es so oft wiederholen mussten, war nicht toll.

 

Der Film spielt auf einem Internat. Würdest du auch gerne mal auf ein Internat gehen?

Nein, also ich denke es kann cool sein, aber ich persönlich möchte nicht auf ein Internat gehen. Mir ist die Stadt lieber, weil man mehr unternehmen kann und leichter neue Leute kennen lernen kann.

 

Was war anders als beim ersten Teil, außer dass ihr älter geworden seid?

Gar nicht so viel. Beim ersten Teil war die Spannung bei mir noch viel größer, wegen der Kamera und den vielen Menschen, die einem zuschauen. Beim zweiten Mal kannte man das Gefühl schon, acht Wochen lang, jeden Tag vor der Kamera zu stehen.

 

Hast du einen Lieblingsfilm?

Ja, Blind Side, das ist ein Football Film.

 

 

Vielen Dank für das tolle Interview!

David, Annabell, Zhiyuan, Kwoh-Wah, Alisa

 

Alles über Schokonikoläuse

Mittwoch, 01. November 2017

Schätzfrage: Was meinst du, wie viele Schokoweihnachtsmänner werden in Deutschland jährlich produziert?

Unglaublicherweise landeten im Jahr 2016 142 Millionen Figuren unter den Christbäumen. Im Rekordjahr 2014 waren es sogar 146 Millionen. Die deutsche Süßwarenindustrie rechnet dabei pro Mensch in Deutschland mit 1,2 Schokoweihnachtsmännern. Allerdings wird sie besonders in Österreich, Frankreich und England beliebt. Aber auch Australien, die USA, Indien, Japan und sogar Norwegen finden die Naschereien lecker!

 

Insgesamt macht das Weihnachtsgeschäft einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro! Übrigens wurde 1820 die erste Schokofigur zur Weihnachtszeit produziert. Damals war es noch der traditionelle Nikolaus mit Bischofsmütze und Stab, auch Mitra genannt.

 

Die Schokoladenfabriken beginnen jedes Jahr schon im Mai mit der Herstellung. Ab September werden sie dann an die Kaufhäuser und den Fachhandel geliefert. Deswegen ist es also auch kein Wunder, dass schon im Oktober die Leckereien in den Schaufenstern stehen.

 

Aber keine Sorge, ihr könnt die Schokofiguren unbedenklich naschen, denn in 100% Weihnachtsmann ist 0% Osterhase enthalten. Das wäre einfach ein zu großer Aufwand mit dem Auspacken, Einschmelzen und wieder Verpacken, der dabei betrieben werden müsste.

 

Annabell

Die perfekte Welle

Sonntag, 17. September 2017

Auch wenn das Meer weit weg ist: München ist weltberühmt fürs Wellenreiten. Aber Kinder und Jugendliche hatten am Eisbach und an der Floßlände bislang das Nachsehen, da für sie dort das Surfen offiziell nicht erlaubt ist. In der neuen Jochen Schweizer Arena darf man auf Münchens 1. Indoor- Welle ab 8 Jahren ran! Und hat auf dem Brett sofort Erfolgserlebnisse, also genau wie unsere Reporter Andrei, Kwoh-Wah und David  von der Kinderzeitung …

 

Kwoh-Wah

 

Nachdem in der letzten Ausgabe die Mädchen beim Bodyflying nebenan aktiv waren, war das Indoor-Surfen nun eine reine Jungs-Angelegenheit (wenngleich natürlich genauso gut Jungen in den Windkanal und Mädchen aufs Surfbrett können!). Auf jeden Fall legten wir nach einer kurzen Einweisung auch gleich los.

 

Wir haben ein Surfbrett und einen Neoprenanzug bekommen, obwohl man ihn nicht braucht, da das Wasser 24 bis 26 Grad warm ist. Da wir alle noch nie auf einem Surfbrett standen, bekamen wir Starthilfe in Form einer Stange, die über der sieben Meter breiten Welle (die bei Profis bis 1,40 Meter Höhe erreichen kann!) platziert wurde. Schon nach ein paar Runden kam die dann aber weg – und wir schafften es ganz alleine, die Welle zu reiten. Ein super Gefühl! Dennoch war es gut, dass ein Surflehrer ständig an der Seite stand und uns beim Aufsteigen auf das Surfbrett Hilfe leistete, wenn wir sie brauchten.

 

Hier noch ein paar Tipps für alle, die auch mal aufs Brett wollen: Wenn du auf das Surfbrett steigst, solltest du das Gewicht sofort nach hinten verlagern und die Spitze des Bretts nie untertauchen lassen! Außerdem ist es gut, wenn du beachtest, dass die Welle am höchsten Punkt schneller und somit stärker fließt. Also gilt: Je höher du kommst, desto mehr solltest du das Gewicht nach vorne verschieben und umgekehrt.

 

Andrei

 

Und der beste Tipp von allen: Keine Angst haben, denn es kann nichts passieren, wenn du, einen Arm deinen Kopf schützend, ins seichte Wasser fällst. Das ist sogar richtig erfrischend!

Kwoh-Wah