Archiv für die Kategorie ‘TopThema_Links’

E-MAIL AUS DEN USA

Montag, 12. Dezember 2016

Die 15-jährige Münchnerin Thamina ist Schülerin des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums in Bogenhausen. Seit Ende August ist sie in Amerika und besucht dort ein Jahr lang das Internat der l in Maryland.

 

Die erste Woche in Amerika habe ich mit meiner Gastfamilie verbracht, weil das Internat noch nicht auf war. In dieser Zeit sind mir schon die ersten Unterschiede aufgefallen. Anders als bei uns essen die Amerikaner hier weniger gesund (weniger Obst und Gemüse und mehr fett) und vor allem zu anderen Zeiten. Morgens gab es etwa Bagels mit Butter, mittags Essen in Restaurants und abends Snacks. Obwohl das Essen nicht immer so gesund war, hat es mir sehr gut geschmeckt, vor allem die Bagels! Das Frühstück fand in meiner Familie erst so gegen 12 Uhr statt, das Abendessen hingegen schon um ca. 17 Uhr. Das liegt aber nicht daran, dass hier zu anderen Zeiten geschlafen wird. Den genauen Grund kann ich aber nicht sagen.

Mich hat überrascht, dass einige Klischees echt stimmen. Anders als in München gibt es hier eigentlich keine öffentlichen Verkehrsmittel außer den Schulbus. Das heißt, jeder ist hier auf sein Auto angewiesen und benutzt das auch. Da es kaum Busse gibt, bedeutet es für Kinder, dass sie immer auf ihre Eltern angewiesen sind, wenn sie irgendwohin möchten. Das Umweltbewusstsein hier ist gering. Das erklärt, warum oft sehr lange Strecken nur für eine Kleinigkeit gefahren werden. Wasserspender statt Radlständer Dass es hier gar keine Radlständer gibt, verwundert nicht: Es fährt ja auch kaum jemand Rad! Dafür findet man in den Schulen, Einkaufsmalls
und Turnhallen fast überall Wasserspender – selbst ohne eigene Flasche ist man hier nie durstig. Genauso ist es auch in Restaurants, wo man sein Wasser immer umsonst bekommt und auch alle anderen Getränke immer nachfüllen kann.Ganz anders als in Deutschland ist auch meine Schule. Neben den wenigen Schülern, der Uniform, die wir tragen müssen, und dem riesen Campus unterscheiden sich hier auch die Stundenpläne und das Schulsystem. Wir haben hier anstatt eines WochenStundenplans „Cycle Days“ und wechselnde Klassenstunden, sodass jede Woche anders ist. Das ist anfangs verwirrend, aber wenn man reinkommt, ist es eigentlich ganz abwechslungsreich. Außerdem hat meine Schule viele Traditionen:

Manchmal singen wir die Schulhymne, immer haben wir coole Events. Eines der beliebtesten ist Ringdance – ein Tanz der 11.- und 12.-Klässler. Obwohl es mir hier super gefällt und ich sehr viel Spaß habe, freue ich mich schon auf das Essen und mehr Mobilität, wenn ich wieder zurückkomme!

Beitrag: Thamina

Photo by Ian Sane

Pro & Contra Streiche

Dienstag, 27. September 2016

Halloween rückt näher, die Zeit der Streiche! Doch was denkt ihr über Juckpulver im Kragen und Rasierschaum an der Türklinke?

pro

Streiche spielen ist ein wichtiger Teil des Lebens, weil es lustig ist,
Freunden zuzuschauen, wie sie sich aufregen. Außerdem wächst man
zusammen, weil man sich den Streich meist gemeinsam ausdenkt,
gemeinsam bangt, nicht erwischt zu werden, und so einen Adrenalinschub
bekommt. Dabei ist es gut, wenn man das „Opfer“ kennt und weiß,
wo dessen Humor aufhört. Übrigens gibt es eine sehr bekannte Fernsehsendung,
in der ausschließlich Streiche gespielt werden – sie heißt
„Verstehen Sie Spaß?“ Spätestens hier sieht man, dass Streiche einfach
zur Kultur gehören und nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene
über solche Späße lachen können. Ein beliebter Streich: Rasierschaum
oder Zahnpasta auf die Unterseite einer Türklinke kleben und warten,
bis jemand in die Falle tappt! Eines aber ist wichtig: Dass sich keiner
dabei verletzt! Und noch ein wichtiger Tipp: Stell dir immer vor, wie es
wäre, wenn du selbst diesen Streich gespielt bekämst. Du kannst
darüber lachen? Gut, dann sollten es andere auch schaffen!

 

contra

 

Warum sind wir gegen Halloween- oder allgemeine Streiche, obwohl
das doch so witzig sein kann? Ein Grund: Das meiste ist eben nicht
witzig. Erst recht, wenn man Leute erwischt, die entweder sehr schreckhaft
sind oder einfach keinen Spaß verstehen. Bei einem „empfindlichen“
Streichopfer hat das nicht nur Folgen für diese Person, sondern auch für
einen selbst. Manche erschrecken so arg, dass sie sich sogar verletzten
können, weil sie etwa stolpern und sich anhauen oder einen vor Schreck
hauen. Doof sind auch „Ekel-Streiche“. Wenn man zum Beispiel jemanden
mit Eiern bewirft. Oder dessen Haus. Das ist außerdem totale Essensverschwendung!
Und dann gibt es auch Scherze, bei denen man was
kaputt macht, etwa Fenster – total ärgerlich für den Besitzer und übrigens
sogar strafbar. Hier hört der Spaß dann echt auf. Man muss sich
überlegen, dass das alles nur für Süßigkeiten gemacht wird. Wir finden,
dass das sehr übertrieben ist! Bei Streichen sollte man sich immer bewusst
sein, ob es die andere Person auch so lustig findet wie man selbst.7

 

Beitrag:

Nam, Andrei, Gina, Julchen

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Jetzt bist du gefragt!

 

Gehören Streiche für dich einfach dazu – oder sind Streiche gefährlich und unverantwortungsvoll?

 

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Test: Abenteuerspielplätze in München

Samstag, 04. Juni 2016

Isar-Inspektor – Heft 34: Abenteuerspielplätze in München

 

Spielplätze sind nur was für die „Kleinen“? Von wegen! Auf Abenteuerspielplätzen warten Tarzanbahnen, Lagerfeuerstellen und Holzhütten zum selber Bauen. Die Kinderredaktion hat sich einige Spielgelände genauer angesehen – hier ihr Urteil!

 

 

Abenteuerspielplatz Maulwurfshausen

Adresse: Albert-Schweitzer-Straße 24, Neuperlach, Tel. 089/670 11 31

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 13–18 Uhr

Zielgruppe: Kinder zwischen 6 und 13 Jahren

Spielgeräte: Kinder können hier selbst Holzhäuser bauen! Ferner gibt es eine Wasserrutsche, eine Feuerstelle für das Lagerfeuer und einen großen Holzturm – und bei schlechtem Wetter ein „normales“ Haus zum Spielen

Abenteuerfaktor: Es macht Spaß, Stockbrot am Feuer zu grillen. Vom Sonnentrum hat man eine besonders gute Aussicht.

Spaßfaktor: Sehr hoch, denn man kann Bürger werden, Geld verdienen, Häuser bauen…

Mitbaufaktor: Hoch! Fast alle Häuser wurden von Kindern gebaut und werden von Kindern „gemietet“. Gerade wird am „Dorf der Zukunft“ gearbeitet. Holfreich: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Gesamtwertung: 4 von 5

 

Abenteuerspielplatz Neuhausen

Adresse: Hanebergstra. 14, Neuhausen, Tel. 089/15 53 33

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch plus Freitag 14–18 Uhr, in den Ferien auch donnerstags

Zielgruppe: Kinder bis 13 Jahre

Spielgeräte: Wasserrutsche, Pizzaofen, Feuerstelle, Baumstamm-Mikado, Honighaus, Hüttenstadr mit über 60 Hütten, Spielhütte für Regenwetter

Abenteuerfaktor: Sehr hoch. Außergewöhnlich sind die speziellen Mädchen- und Jungenhäuser

Spaßfaktor: Hoch. Schade, dass die Öffnungszeiten etwas kurz sind…

Mitbaufaktor: Sehr hoch, denn es gibt viele Möglichkeiten, an den Hütten weiterzubauen. Mitbestimmung ist ohnehin ein großes Thema. Toll: Bei MitarbeiterInnen lässt sich ein Akkubohrerführerschein machen. Plus: Werkzeugverleih!

Gesamtwertung: 4 von 5

 

Haus am Schuttberg

Adresse: Belgradstraße 169, Schwabing, Tel. 089/300 78 88

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14–18:30 Uhr, auch im Winter geöffnet. Wer öfter hingeht, bekommt einen Ausweis, muss 50 Cent bezahlen und Telefonnummer und Adresse angeben

Zielgruppe: Kinder zwischen 6 und 13 Jahren

Spielgeräte: Schaukeln, Feuerstelle, viele Hütten

Abenteuerfaktor: Mittel

Spaßfaktor: Hoch, wenn man gerne baut. Es gibt am Ende manchmal ein Lagerfeuer, außerdem kann man Sachen anpflanzen

Mitbaufaktor: Man kann bauen, aber man muss entweder Nägel mitbringen oder alte Nägel sammeln und bekommt dann dafür neue

Gesamtwertung: 3,5 von 5

 

ABIX

Adresse: Weitlstraße 133, Hasenbergl, Tel 089/314 11 45

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 13–18 Uhr, im Sommer bis 19 Uhr, in den Ferien ab 12 Uhr

Zielgruppe: Kinder bis 13 Jahre

Spielgeräte: Es gibt ein Trampoln, eine Seilbahn, eine Feuerstelle, ein Sand- und Matschbereich, ein Holzschiff und ca. 35 Holzhütten, die Kinder „mieten“ können. m Spielhaus stehen Kicker, Tischtennis und ein Toberaum zurVerfügung

Abenteuerfaktor: Sehr hoch – dafür sorgt allein das 12.000 Quadratmeter große, naturbelassene und mit großen Bäumen bewachsene Gelände

Spaßfaktor: Sehr hoch, denn man kann Bürger werden, Geld verdienen und Häuser bauen

Mitbaufaktor: Ja – im offenen Baubereich kann man selbst aktiv werden, bei Fragen helfen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Gesamtwertung: 5 von 5

 

Abenteuerspielplatz in Fürstenfeldbruck

Adresse: Theodor-Heuss-Str. 20, Fürstenfeldbruck, Tel. 08141/344 78

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 14–18 Uhr, Ferien 11–18 Uhr

Zielgruppe: Kinder bis 13 Jahre

Spielgeräte: Vogelnest- und Reifenschaukeln, Fußballplatz, Ritterburg, Piratenschiff, großer Berg (Wasserrutsche, Schlitten fahren), Baubereich zum Hüttenbauen

Abenteuerfaktor: Hoch. Plus: Es gibt Seifengießen, verschiedenen Kurse und man kann Lagerfeuer machen

Spaßfaktor: Sehr hoch – so wie das 8.000 Quadratmeter große Gelände!

Mitbaufaktor: Kinder dürfen sehr viel alleine machen und selbst bestimmen, vor allem bei den Hütten. Ein Grundgerüst ist schon da. Kinder können Türen und Außenwände bauen und anmalen – dabei helfen 3 Mitarbeiter

Gesamtwertung: 5 von 5

 

 

Andrei, Annabell, Jonas, Maxi, Nick

Pro & Contra: Tiere im Zirkus?!

Samstag, 04. Juni 2016

Zirkus mit Pferdeshow und brüllendem Löwen oder doch lieber nur mit Clowns und Akrobaten? Was ist besser?

 

Pro

Elefanten, Löwen, Pferde – Tiere gehören für uns einfach zu einem Zirkusbesuch dazu! Es ist nun mal eine Tradition, dass die Artisten mit den Tieren arbeiten. Sie sind eigentlich nicht wegzudenken vom Zirkus.

Außerdem würde ein Zirkusausflug ohne Tiere überhaupt keinen Spaß machen, schließlisch sehen da kleine und große Zuschauer, wie lernfähig Pferde und Co. sind – und sie lernen sie etwas näher kennen, sowohl beim Auftritt in der Manege als auch in der Pause bei der Tierschau.

Außerdem würde man viele von den Tierarten sonst gar nicht in echt gesehen haben. Das Argument, allen Tieren ginge es im Zirkus schlecht, stimmt unserer Meinung nach auch nicht: Viele Zirkusse achten auch auf die argterechte Haltung und behandeln die Tiere nicht zwingend schlecht.

Und: Es gibt auch heimische Tiere wie Pferde oder Hunde in Schows, es müssen nicht immer Elefanten und Tiger sein. Deshalbf inden wir, dass Tiere im Zirkus eine gute Sache sind!

 

Contra

In den Zirussen werden leider immer noch viele Tiere falsch gehalten. Das heißt, die Tiere haben zu wenig Platz und sind immer im Käfig. Sie kriegen oft das schlechteste Futter und das billigste. Die Tiere haben viel Stress und das führt dazu, dass sie oft viel früher sterben als in der freien Natur.

Das liegt auch an den gefährlichen Kunststücken. Wenn Löwen etwa durch einen Feuerring springen müssen, können sie sich verbrennen. Früher wurden sehr oft Tanzbären gehalten. Das ist zwar zum Glück vorbei, aber auch heutzutage müssen Tiere leiden, nur um die Zuschauer zu belustigen. Das finden wir nicht gut.

Im Übrigen muss man ja nicht gleich den Zirkus abschaffen, schließlich kann Zirkus auch Spaß machen, wenn nur Menschen auftreten. Es gibt ja auch etliche Beispiele, wie abwechslungsreich Vorstellungen mit Akrobatik, Clown-Shows und Zauberern sein können! Dort hat man als Zuschauer ein gutes Gefühl und ist sich sicher, dass keine Tiere gequält werden.

 

 

 

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Jetzt bist du gefragt!

 

Sind Tiere im Zirkus ein Muss – oder sind Zirkusse ohne Tiershows besser?

 

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Photo by Steve Parker

Abenteuerliches Mediencamp

Montag, 11. April 2016

Wir machen Schlagzeilen!

2. Kinder-Mediencamp 30.3.-1.4.2016

 

 

Making Of_29 
Gemeinsamer Start am 1. Tag      
 
 
 
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Zeitungsteam beim Interview mit dem Feuerwehrmann

 

31 junge Reporterinnen und Medienmacher zwischen 9 und 15 waren am Start beim 2. Kindermediencamp rund ums Thema „Mut und Abenteuer“ von Münchner Stadtbibliothek, Radio Feierwerk und Münchner Kinderzeitung in den Osterferien 2016.

 

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Comic des Onlineteams 
 
 
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Fotoserie „Wie mutig bist du?“
 
 
 
Die in den Teams RADIO, ONLINE und ZEITUNG entstandenen Filme („Tiere unter Strom“), Fotoreportagen („Haben Sie Mut, das zu tragen?“), Comics („Eklig, aber cool“), Interviews („Wenn die Katze brennt, fahren wir mit“), andere Geschichten  um „Abenteuertypen“ und „Geheimnisvolle Fingerabdrücke“ und vieles mehr
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Gasteig_Making Of_19 
Abschlusspräsentation am 3. Tag in der Black Box
 
 
Gasteig_Making Of_28
Musik von Ella Josaline
 
 
Gasteig_Making Of_21
moderiert von Checker Tobi
 
 
 
 

– jetzt nachzulesen und nachzuhören auf:

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Screen KMC

 

 

www.kindermediencamp.info

 

 

 

 

Flüchtlingen helfen – aber wie?

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Das Thema Flüchtlinge wird nicht nur bei den Erwachsenen diskutiert, sondern auch viele Kinder machen sich Gedanken darum, wie sie ihnen helfen können. Aber das ist meistens gar nicht so leicht, wie man meint.

Die Kinderredaktion hat sich mit Ronja und Thamina  getroffen, die sich beide schon länger für Flüchtlinge einsetzen, und hat sie nach ihren bisherigen Erfahrungen und Tipps für andere Kinder gefragt.

 

 

 

Wann kam denn die erste Idee, Flüchtlingen zu helfen?

Eigentlich kam die Idee Anfang März, aber wir haben erst Ende März angefangen, weil wir wenig Zeit hatten. Wir wollten anfangen, weil bei uns an der Messe Container für Flüchtlinge hinkommen.

Zuerst haben Ronja und ich im Internet nachgeschaut, was man denn so machen kann. Da haben wir uns gedacht, dass wir mal dorthin gehen könnten und was spenden. Dann sind wir mit meinen Eltern einfach mal hin, weil wir noch nicht wussten, dass es komplizierter ist und haben einfach was spenden wollen. Uns wurde dann aber gesagt, dass das nicht geht und dass man das erst an eine Zentrale schicken muss und das dann dort aussortiert werden muss und so weiter.

Und das war noch vor der großen Flüchtlingswelle im September.

 

 

Was wolltet ihr denn spenden?

Wir hatten Spielzeug, Bücher, Kuscheltiere, Klamotten und so etwas. Und dann haben Ronja und ich im Internet mal nachgeschaut, wo gesagt wird, dass das meiste gar nicht mehr gebraucht wird, was gebraucht wird und wo man das abgeben kann. Wir haben gesehen, dass alle etwas anderes schreiben und dass es nicht so einfach ist, wie wir am Anfang gedacht haben.

Mittlerweile gibt es ja verschiedene Internetseiten mit genauen Angaben, z.B. von der Diakonie: http://diakonia.de/spenden/sachspenden

Da hat sich in der Zwischenzeit vieles verändert!

Aber irgendwann haben wir dann festgestellt, dass das Spenden eigentlich nicht das ist, was sie wirklich brauchen, sondern eher dass man für sie da ist.

 

 

Wie ging es dann weiter?

Wir haben viel versucht, telefoniert und gemerkt, dass die meisten Sachen im Internet (wie z.B: www.fluechtlingshilfemuenchen.de) ab 16 Jahren sind, wir sind aber erst 14 Jahre alt.
Trotzdem haben wir nicht aufgegeben – und mit Unterstützung von u.a. einer Dame vom Kinder- und Jugendforum, die auch die Aktion „Starten statt Warten“ begonnen hat. Das war z.B. auf dem KiKS-Festival, wo man auch Sachen für zwei Heime bauen konnte, die Flüchtlinge wirklich brauchten.
Wir sind dorthin, haben was gemacht – und eine Beauftragte für ein Flüchtlingsheim kennengelernt.

Ich, Thamina, bin dann am letzten Schultag dahin und habe mit den Kindern so ein Zeugnis-Fest gehabt, da haben wir Cocktails gemacht und Kuchen gegessen und so als letzter Schultag für sie. Da hat denen halt gefallen, dass auch mal jemand anderes dabei war. In den Sommerferien sind wir dann auch ein paar mal hin und haben Waffeln gebacken und ein paar Spiele gespielt. Jetzt geht es allerdings eben nicht mehr, weil die Beauftragte nicht mehr da ist, die neue kennt uns noch nicht.

 

 

Also seid ihr immer noch mit dabei?

Ja, wir stehen auch in einem E-Mail-Verteiler, bei dem wir immer wieder erfahren, wie wir den Füchtlingen helfen können, z.B. konkrete Kleider- oder Spielzeugspenden, Deutschkurse leiten, etc.

Neulich war es so, dass man Spielzeuge reinigen musste, zum Beispiel. Das sind eigentlich so Aufgaben, die keinen Spaß machen, aber das hilft denen halt total. Da wird immer genau aufgelistet, was sie brauchen, damit nichts Unnötiges gespendet wird und man gezielt helfen kann.

Aber wir sind die einzigen Kinder im Verteiler. Das meiste ist aber eh erst ab 16, weshalb wir nur bei den Spenden mitmachen können.

 

 

Versteht ihr die Flüchtlinge und die euch?

Also in den Flüchtlingsheimen, in denen wir jetzt waren, konnten die alle deutsch, weil sie schon relativ lange dort waren. Die waren so zwischen 14 und 17, aber jünger eigentlich kaum, wenn, dann sind sie mit einem großen Bruder geflohen.

Aber in dem einen, wo wir die Sachen immer hingebracht haben, waren sie nicht so lange und konnten eben kein Deutsch oder Englisch. Mit denen haben wir nicht so viel kommuniziert, weil wir eben nur Sachen gebracht haben und eigentlich durfte man da auch gar nicht rein, weil alles abgesperrt ist.

 

 

Habt ihr noch Ideen, was ihr sonst für Flüchtlinge machen könnt?

Ganz am Anfang haben wir uns eine Liste gemacht, was wir alles könnten. Erst einmal wollen wir das alles machen bzw. es versuchen. Und dann können wir hoffentlich noch mehr machen.

Wir haben gemerkt, dass die Kinder vor allem sich über alles freuen, auch wenn man einfach hingeht und mit denen spielt, was wir in den Sommerferien ziemlich oft gemacht haben. Es ist für sie einfach total cool, weil die immer nur denselben Alltag haben.

Bei den Erstaufnahmestellen geht es denen aber schlechter als denen in den Unterkünften, in denen wir auch waren.

 

Und man kann in die Heime ja auch nicht einfach reinlaufen, oder?

Nein, das ist total streng. Meistens ist das mit einer Pforte, in der auch jemand drinnen ist, die meistens ziemlich unfreundlich sind. Einmal haben sie die ganze Zeit richtig frech mit mir geredet. Da fühlt man sich schon blöd.

 

 

Das ist auch die Erfahrung, die wir gemacht haben, dass da immer ein Erwachsener dabei sein muss. Das ist ziemlich frustrierend. Wie geht ihr damit um?

Ja, es gibt nicht viele Erwachsene, die wirklich darauf eingehen, aber dadurch, dass wir einfach ein bisschen Glück hatten und wir haben ja auch bei sehr vielen angerufen und die haben uns immer nur weitergeleitet und irgendwann haben wir dann doch die Richtigen gefunden.

 

Und wenn man jetzt auch Flüchtlingen helfen will, was hättet ihr dann für Tipps?

Wenn man niemanden kennt, an den man sich wenden kann, würde ich erst einmal im Internet, da gibt’s ja diese ganzen Listen, was man genau braucht und wo man das spenden kann, das würde ich auf jeden Fall machen, weil Spenden immer gut sind.

Aber wenn man was alleine machen will, dann würde ich eigentlich sagen, dass man versucht anzurufen bei den ganzen Leuten und irgendwann muss man es ja schaffen. Vor allem, wenn man immer sagt, wen man schon alles angerufen hat, dann werden sie immer etwas weicher. Am besten kann man sich an jemanden wenden, der eh schon hilft, vielleicht kann man mit dem was machen.

Es ist nicht einfach motiviert weiterzumachen, denn als Kind wird man oft nicht wirklich ernst genommen. Es klingt so leicht, aber das ist es nicht.

Aber zum Schluss lohnt es sich dann doch, also nicht den Kopf in den Sand stecken! Gemeinsam seid ihr stark, kämpft für eure Ziele!

 

 

 

Drei Münchner, drei kuriose Berufe!

Montag, 26. Oktober 2015

Vom Traum zum Beruf – drei Menschen aus München, die ihre außergewöhnlichen Berufe vorstellen.

 

DAVID KAMMERER

 

Kammerer_Foto_15072015

Street-Art-Beauftragter der Stadt München

 

So sieht mein beruflicher Alltag aus:

Zu meinen Aufgaben gehört es, Street-Art- und Graffiti-Künstler bei ihren Vorhaben in München zu beraten, erlaubte Flächen für Projekte zu gewinnen und neue Aktionen zu fördern. Auch Lobbyarbeit zählt dazu, also mit Menschen zu reden, die nicht immer dieselben Interessen haben, und zwischen ihnen zu vermitteln. Ziel ist es, dass neue Kunstwerke entstehen können.

 

So wurde ich das, was ich beruflich mache:

Ich hatte mich auf die Stelle beworben und habe mich in einem Auswahlverfahren durchgesetzt. Meine praktische Erfahrung kommt daher, dass ich seit über 30 Jahren unter dem Namen Cemnoz selbst aktiver Writer bin. Ich kenne also die Bedürfnisse der Szene. Ein diplomiertes Hochschulstudium – in meinem Fall als angewandter Grafiker an der Akademie der bildenden Künste München – gibt mir den theoretischen Hintergrund für die Arbeit in der Kunstförderung. Und jetzt gilt es, sich noch in die Verwaltung hineinzudenken.

 

Ich mag meinen Beruf, …
…weil er meine Berufung ist.

 

An meinem Beruf stört mich (manchmal) …

… mein eigener Tatendrang.

 

An diese kuriose berufliche Situation erinnere ich mich:

Ich bin ja erst seit Frühjahr im Amt Nachdem das Medieninteresse bei Antritt meiner Stelle sehr groß war, kam auch mein Sohn im Rahmen eines Praktikums bei der AFK auf mich zu, um einen kleinen Fernsehbericht über seinen Vater zu drehen. Seine professionelle Aufregung zu sehen und zu spüren war für mich erfreulich kurios.

 

 

ANGELA MÖGELE

 

Stuntfrau_Feuerstunt-Mac Steinmeier-Stuntshow Bavariafilmstadt

Stuntfrau im Stuntteam StuntMac GmbH

 

So sieht mein beruflicher Alltag aus:

Nach bereits im Vorfeld getätigten Besprechungen, Motivbesichtigungen und sonstigen Vorbereitungen beginnt mein Arbeitstag am Filmset folgendermaßen: Ich werde von der Maskenbildnerin haaretechnisch der Originalschauspielerin angeglichen. Hierfür bekomme ich meistens eine Perücke aufgesetzt. (mal kurz, mal lang, mal rot, mal schwarz, mal blond) Danach bekomme ich von der Kostümabteilung die identischen Kleidungstücke der Originalschauspielerin. Wenn nötig ziehe ich unter das Kostüm meine Schutzausrüstung, wie Ellebogen-, Knie- oder Rückenprotektoren. Danach beginnt die eigentliche Arbeit am Filmset. Ich beobachte die Originalschauspielerin in ihrem Bewegungsablauf, um dies dann bei meinem Actioneinsatz mit einzubeziehen. Ich spreche mit Regisseur und Kameramann und auf „Action!“ springe ich aus dem Fenster, vom Hausdach, falle die Treppe herab, brenne oder oder oder …

 

So wurde ich das, was ich beruflich mache:

Man wird eine gute Stuntfrau, indem man in einem professionellen Team über Jahre hinweg trainiert und ausgebildet wird, gute körperliche Fähigkeiten und einen starken Teamgeist mit sich bringt.

 

Ich mag meinen Beruf, …
weil ich mit meinen Stuntkollegen 100% an einem Strang ziehe; mein Arbeitsplatz jeden Tag woanders ist; meine Einsätze nie langweilig sind; ich mit meinem Körper arbeite; es nicht aufhört, spannend zu sein, meine eigenen Grenzen zu spüren.

 

An meinem Beruf stört mich (manchmal) …

dass es hin und wieder sehr lange Wartezeiten (bis zu 8 Stunden) am Filmset gibt, bis ich zum Einsatz komme.

 

An diese kuriose berufliche Situation erinnere ich mich:

Als Double für Michaela May musste ich vor einem sehr großen, echten Stier weglaufen. Am Ende ist der Stier extrem wild geworden und da der zuständige Tiertrainer in diesem Moment einen Kreislaufzusammenbruch erlitt, musste ich mir selbst helfen. Ich rannte in die vorhandene Heutenne mit dem Stier dicht auf den Fersen. Drinnen konnte ich über eine Holzbrüstung springen und das Eingangstor zur Scheune von außen mit meinem Kollegen schließen. Der Stier war gesichert und ich auch.

 

 

MARTINA SCHNECKE

 

KC Martina Schnecke

Alias „Dr. Ferdi“ – KLINIKCLOWNIN

 

So sieht mein beruflicher Alltag aus:

Nachdem wir uns beim Krankenhauspersonal informiert haben, ob es wichtige Dinge zu beachten gibt, klopfen wir an die Türen und fragen, ob wir hereinkommen dürfen. Dann geht es schon los mit der „Clownsvisite“ und das Spiel beginnt. Es gibt unendlich viele clowneske Möglichkeiten ein Zimmer zu betreten und in den Kontakt mit Patienten zu kommen – Clowns lieben auf jeden Fall den umständlichen Weg … und Seifenblasen.

 

So wurde ich das, was ich beruflich mache:

Ich hatte schon als Kind eine Leidenschaft für das Schauspielern. Bei einem Volkshochschul-Kurs vor 16 Jahren zum Thema Clownspiel entdeckte ich meine Freude an der Improvisation und dem für den Clown so typischen Spiel mit den Gefühlen. In der Freisinger Clownschule „Die Kunst des Stolperns“ lernte ich dann während einer ½-jährigen Grundausbildung auch die Arbeit der KlinikClowns kennen. Danach ging es weiter auf die tut-Clownschule und nach einer 3 ½-jährigen berufsbegleitenden Ausbildung durfte ich mich „staatlich anerkannter Clown und Komiker“ nennen. Dann ging’s in die „freie Wildbahn“: Ich spielte auf Sommerfesten, Geburtstagen, Weihnachtsfeiern und Märchenschiffen, entwickelte ein Kinderprogramm mit einer Duopartnerin und bildete mich als VHS Dozentin weiter, um selbst Clownkurse anzubieten. Seit 4 Jahren bin ich für den Verein KlinikClowns Bayern e.V. in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen tätig. Weitere Infos dazu gibt es übrigens hier: www.klinikclowns.de

 

Ich mag meinen Beruf, …
… als Klinikclown, weil ich gern mit Menschen kleine, wahrhaftige Momente des Lebens teilen mag. Ob sie schwer sind oder leicht.

 

An meinem Beruf stört mich (manchmal), …

… dass einige Menschen durch die Medien und Horrorfilme eine gruselige Vorstellung vom Clown bekommen haben. Sie denken, dass er hinter seiner Maske Schreckliches verbirgt. Ich freue mich dann aber, wenn sie mich kennenlernen dürfen.

 

An diese kuriose berufliche Situation erinnere ich mich:

Neulich besuchte ich mit Clownskollegin Lili einen Flüchtling im Kinderkrankenhaus. Er staunte, als er uns sah, und verbeugte sich höflich vor uns. Da verbeugten wir uns auch und weil wir uns sprachlich nicht verständigen konnten, verbeugten wir uns

abwechselnd gefühlte 1000 Mal! Dann spielten wir zu dritt ein immer stürmischer werdendes Luftballonspiel. Alles ohne Worte. Bis die Schwester kam und zu dem Jungen auf Englisch sagte: „Jetzt ist’s aber Zeit für deinen Deutschunterricht!“

Drachen steigen lassen

Mittwoch, 16. September 2015

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MACH’S SELBST!

Günstig einen coolen Drachen selbst basteln – wir zeigen dir, wie’s geht! Einfach unsere Anleitung ausdrucken und los geht’s!

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WO GEHT’S?

Da man zum Drachensteigen viel freie Fläche braucht, funktioniert der Flugspaß nicht überall in der Stadt. So sind zum Beispiel rund um die Hubschrauberlandeplätze der Krankenhäuser und in der Nähe von Stromleitungen 600 Meter Abstand einzuhalten – mindestens.

 

Stadtplan

An folgenden Orten aber hast du freie Bahn: im Westpark (W) am kleinen See, auf der Theresienwiese (T) (wenn nicht gerade Oktoberfest ist), im nördlichen Teil des Englischen Gartens (E), am Riemer Rodelhügel (R) und im Umweltpark Unterhaching-Neubiberg (U).

 

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Text: Christian Haas
Fotos: Albert Kapfhammer
Illustration: Pauline Karlson

 

Noch mehr zum Thema Drachen findest du in der MÜK Heft 31, S. 14/15!

Spiel, Satz – und Sieg!

Mittwoch, 08. April 2015

Gewinner der 1. internationalen Presse-Flughafen-Tennis-Meisterschaft von Bayern: Ilya Portnoy! Herzlichen Glückwunsch!!! Ilya war früher bei der Kinderredaktion und macht jetzt mit beim Jugendblog VISARVIS.

Als jüngster Teilnehmer rollte er das Feld von hinten auf und gewann das Tunier am MAC Forum des Münchner Flughafens. Dort kann man noch bis zum 20. April kostenlos spielen, immer mittags zwischen 12 und 14 Uhr. Nähere Infos findest du hier: http://www.munich-airport.de/de/consumer/erlebnis/events/mac_forum/tennis/index.jsp

ilya auf dem feld

 

Das Tunier war übrigens eines nur für Vertreter der Presse, im Vorfeld der BMW Open by FWU AG, die vom 25. April bis 3. Mai am Aumeisterweg in München stattfinden und heuer das 100 Jubiläum feiern. Deswegen wurde auch mit alten, aber goldenen Tennisschlägern gespielt und veränderten, sprich verkürzten Regeln. Aber egal: Hauptsache gewonnen!

Hier das passende Video dazu:
https://www.muenchen.tv/mediathek/video/bmw-open-int-meisterschaft-am-flughafen/

Das ganze Interview mit Wegar

Montag, 02. März 2015

Wegar (18 Jahre) zeigt uns das Soundstudio im Zeugnerhof.
Hier entstehen seine Raps, die er alleine oder mit
Freunden aufnimmt, mit Beats unterlegt oder mit Samples,
also Ausschnitten aus anderen Liedern, mischt.

Seit wann rappst du?

Seit ich klein bin, höre ich Rap-Musik. Dann habe ich hier im Haus, beim David,
an einem Rap-Workshop teilgenommen.
Da war ich 15 Jahre alt und bin seitdem dabei
geblieben.

 

Was bedeutet dir das Rappen?

Für mich ist Rappen ein Hobby. Die Texte, die ich schreibe, sind wie ein Tagebuch,
mit denen ich zum Beispiel das
ausdrücke, was mich gerade bedrückt.
Das Rappen ist
dann wie ein Ventil.

 

Gibt’s auch Mädchen, die rappen?

Ich kenne keins, aber es gibt natürlich welche. Mädchen singen eher. Mit einer guten
Freundin habe ich auch schon
etwas gemeinsam aufgenommen. Sie singt, ich rappe.

 

Was braucht ein Rapper alles für Geräte?

Das Nötigste sind Geräte zum einspielen, also ein Mikrofon und Keyboard,
Boxen zum anhören und eine Maschine zum Beats machen.

 

 

Was macht man als Rapper, singt man, spielt man Instrumente oder was kann man sich darunter vorstellen?

Ein Rapper ist jemand der Sprechgesang macht, also Texte schreibt, und sie dann zu Beats singt. Manche können auch ein Instrument spielen. Ich leider nicht. Jeder Rapper ist unterschiedlich, aber als einen Rapper bezeichnet man die Leute die sich auf das Texte schreiben konzentrieren und diese in einem Sprechgesang vorträgt

 

Welche Instrumente eignen sich als Begleitung zum Rappen?

Das ist sehr unterschiedlich und hat auch viel mit dem eigenen Geschmack zu tun

 

Rappen Rapper eher in Gruppen oder alleine?

Das ist auch sehr unterschiedlich, wir hier sind alle in einer Gruppe, zur Zeit 3 Leute und darunter ist einer der nur Beats macht. Aber es gibt auch Rapper die alleine sind, also das ist sehr unterschiedlich.

 

Schreibt ihr in der Gruppe die Texte zusammen oder schreibt jeder seinen eigenen?

Manchmal setzten wir uns zusammen hin und denken uns zusammen ein Thema aus,
bzw. was wir ausdrücken wollen und auf jeden Fall mit rein soll. Manchmal kommt
aber auch jemand mit einer fertigen Idee und dann schreibt jeder noch was dazu.

 

Für was sind diese schwarzen Platten die an der Wand hängen?

Die sind zur Lärmdämmung da, also das so wenig wie möglich nach draußen dringt.

 

Was ist Beatboxen?

Durch den Mund werden Beats erzeugt, wie durch ein Musikinstrument.

 

Gibt es richtige Wettbewerbe oder macht ihr das eher zum Spaß und für euch?

Ich mach es nur für mich und betrachte es als Hobby, aber natürlich gibt es auch Wettbewerbe an denen wir einmal teilgenommen aber leider nicht gewonnen haben.

 

Kannst du dir vorstellen Rappen als Beruf zu machen?

Das ist schwierig, weil so viel mehr dazu gehört. Bis jetzt war es für mich immer nur ein Hobby und ich hab noch nicht die Erfahrung damit, wie stressig das ist, wenn es als Beruf gemacht wird. Daher kann ich es nicht komplett ausschließen, aber auch nicht sagen das ich es auf jeden Fall machen möchte.

 

Wie erzeugt man bestimmte Hintergrundgeräusche?

Es gibt eine Technik die im Rap sehr oft benutzt wird, nämlich „ sampeln“. Das bedeutet, dass meistens Soul-Lieder genommen werden und darüber Beats gespielt oder nimmt kleine Ausschnitte von dem Lied und wiederholt diese immer wieder.

 

Rappt ihr eher auf Deutsch oder auf Englisch?

Bei uns rappt jeder auf Deutsch, ich kenne aber auch viele die auf Englisch rappen, von uns aber niemand. Übrigens wird auf fast jeder Sprache gerappt.

 

 

 Hast du ein Vorbild oder einen Lieblingsrapper?

Ich habe kein absolutes Vorbild, sondern es ist eher so, dass ich ein paar Wochen lang meistens nur einen Rapper höre, der mich inspiriert und danach kommt wieder ein anderer, also das wechselt sehr stark und ist Phasenweise. Zur Zeit höre ich J. Cole und viel von den 90.er Jahren.

 

Was hältst du davon, dass viele Texte gewalttätig und brutal sind?

Für mich ist es eine Art Entertainment, wie einen Film den man sich gerne ansieht und der für Unterhaltung sorgt. Wenn der Film vorbei ist, macht man ihn aus und man weiß, dass es nur ein Film war. Es ist sehr schwierig, denn es gibt Leute und Junge Rapper, aber vor allem auch Kinder, die nicht zwischen Show und Realität unterscheiden können.

 

Machst du deine eigenen Ideen oder nimmst du auch Melodien aus anderen Liedern?

Wie gesagt wird oft die Melodie von anderen Lieder genommen und die werden dann teilweise eingespielt. Wenn man seine Musik dann mit der Melodie von jemand anderen verkaufen möchte, dann muss man die Person die die Rechte an dem Lied hat vorher fragen ob das für sie in Ordnung ist und denen wahrscheinlich auch etwas zahlen. Aber wenn du die Musik nur für dich machst, dann hat niemand etwas dagegen.

 

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