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Sara Nuru im Interview

Montag, 05. März 2012

Sara Nuru-Interview

„Bin wie ihr ein Münchner Kindl!“

 

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Seit Sara Nuru vor fast drei Jahren die 4. Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ gewann, ist sie viel zu sehen. Jetzt war sie auch live bei uns in der Kinderredaktion. Lest weiter und erfahrt mehr aus Sara Nurus Leben.

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TAMI: Du kommst gerade von der „Fashion Week“

in Berlin. Was machst du, wenn dir die Sachen nicht

gefallen, die du da trägst?

 

SARA NURU : Auf einer Modenschau kann ich nicht

einfach sagen: „Uh, darin sehe ich zu dick aus, das zieh ich

nicht an.“ Das wäre dann das letzte Mal, dass ich für diese

Marke gelaufen wäre (lacht). Ich bin ja auch keine Zicke,

sondern zeige Mode, anstatt sie zu bewerten. Wenn ich

privat als Sara Nuru unterwegs bin, ziehe ich natürlich

nur das an, was mir gefällt.

 

JO SY: Und was trägst du zu Hause gerne?

 

SARA NURU : Ich mag lässige und bequeme Sachen (und

zeigt auf ihren pinkfarbenen Pulli). Keine engen Sachen. Gerne

auch Kleider, die sind so schön simpel. Einfach aussuchen,

Strumpfhose dazu und fertig!

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TAMI: Hast du eine Lieblingsfarbe beim Tragen?

 

SARA NURU : Ich liebe Schwarz, passt immer und ist

elegant. Ich mag es nicht so gerne auffällig (guckt auf ihren

pinkfarbenen Pulli und lacht). Langsam bekenne ich mich

mehr zur Farbe. Farbe tragen ist ja auch gerade angesagt.

 

SABR INA: Hast du viele Klamotten und Schuhe?

 

SARA NURU : Schwer zu sagen, es sind schon recht viele

(lacht). Bei Schuhen zum Beispiel trage ich trotzdem meist

dieselben, so lange bis ich sie nicht mehr sehen kann.

Viele Sachen tausche ich auch mit meinen Geschwistern

und Freundinnen. Da verlier’ ich manchmal den Überblick,

was ich von wem habe oder was fehlt. Kleidertauschen

kennt ihr auch, oder? Da unterscheide ich mich gar

nicht so von anderen.

 

JUL IA: Wer schminkt dich eigentlich in deiner Freizeit?

 

SARA NURU : Ich natürlich. Wenn ich daheim bin,

schminke ich mich selten. Das findet mein Freund nicht

so toll, weil er meint, ich könnte mich auch mal für ihn

schön machen (lacht). Unterwegs werden meine Augen

geschminkt, meine Haare geglättet, die Haut gepudert.

Zu Hause will ich das alles gar nicht. Meine Haut und die

Haare müssen auch mal zur Ruhe kommen. Zu Hause ist

es auch nicht so wichtig, schön auszusehen. In der Öffentlichkeit

ist das anders, da erwartet man das von mir.

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JO SY: War es dir früher auch mal peinlich, dich zu zeigen,

etwa im Schwimmbad? Dachtest du vielleicht auch: „Mei,

wie sehe ich bloß aus?“

 

SARA NURU : Sicher! Doch ich habe das Glück, zwei ältere

Geschwister zu haben. Die haben mir Tipps gegeben

und ihre trendigen, „erwachsenen“ Klamotten zum Tragen.

Das hat mein Selbstbewusstsein gestärkt. Ich hatte

früher auch eine Zahnspange und unreine Haut – aber

ihr seht, man wächst da raus.

 

SABR INA: Welche Tipps kannst du denn für ein selbstbewusstes

Auftreten geben?

 

SARA NURU : Jede/r ist auf seine Weise schön! Viel

kommt von innen. Was nützt einem Miesepeter die

Schönheit? Sein eigenes Wesen zu finden und zu mögen,

ist viel wichtiger als „nur schön“ zu sein. Man sollte sich

nicht allzu viele Gedanken machen, auch wenn das leicht

gesagt ist. Nicht so sehr hören auf das, was andere sagen.

Lieber das verfolgen, was man für richtig und schön hält.

Ich musste auch erst herausfinden, wer ich bin und wo ich

stehe. Damit bin ich ja jetzt auch noch nicht fertig (lacht).

Das gehört einfach zum Erwachsen werden!

 

RO NJA : Was gefällt dir eigentlich an München?

 

SARA NURU : München ist meine Heimat. Ich lebe

hier, seit ich 9 Jahre alt bin, das verbindet einfach.

Meine Familie wohnt hier und meine Freunde. Ich liebe

zum Beispiel die Eisdiele am Rot-Kreuz-Platz, da hab

ich früher gelebt, als ich klein war. Die Isar und den Englischen

Garten liebe ich ebenfalls. Und die Gemütlichkeit

im Biergarten, wenn man eine Brotzeit isst – die ist

schon was ganz Besonderes. Das versuchen zwar viele

anderswo nachzumachen, aber das klappt nicht.

 

JUL IA: Letzte Frage: Was willst du machen, wenn du nicht

mehr modelst?

 

SARA NURU : Gute Frage, schwierige Frage! Früher

fand ich Glasbläser ganz toll, die kamen früher in die

Schule und zeigten uns ihr Können … Was nach dem Modeln

kommt, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht genau.

Irgendetwas mit den Händen zu machen – zum Beispiel

selbst Schmuck herstellen und verkaufen – kann ich mir

auf alle Fälle besser vorstellen, als nur im Büro zu sitzen.

 

Danke für das Interview!

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Interview: Melanie, Anika, Emil, Ronja, Tamara, Lienne, Marie, Julia, Gabriele, Sabrina
Fotos: Severin Vogl

Hier gibt’s noch mehr Fotos von Saras Redaktionsbesuch bei der Münchner Kinderzeitung

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www.ichwillgerechtigkeit.de

Wie Jo von den Killerpilzen (schau nach in Ausgabe 18), setzt sich Sara Nuru als Jugendbotschafterin für die Aktion „Generation ABC-2015 “ ein, um mehr Schulen in Äthiopien bauen zu können.

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Pro & Contra: Olympia 2018

Samstag, 02. April 2011

Pro & Contra: Olympia 2018 in München

pro&contra 1Es gibt gute Gründe dafür, dass die Olympischen Spiele 2018 in München stattfinden sollten. Die Stadt würde zwar viel Geld dafür ausgeben, aber Olympia ist so populär, dass viel mehr reinkommt. Da der Bekanntheitsgrad von München steigt, würden viele Touristen auch in den Jahren danach wiederkommen. Aber die (Vor-)Freude bezieht sich auch auf die internationalen Gäste und die Hoffnung auf ein richtiges Wintermärchen – nach dem tollen Fußball-Sommermärchen von 2006. Ich muss zugeben, dass es – nicht nur mit den Bauern – auch Probleme gibt. Aber es wird alles zu ihrer Beseitigung getan, zum Beispiel in Fachkommissionen wie „Umwelt“ oder „Unterbringung“. Nach den
katastrophalen Ereignissen bei den Sommerspielen 1972, als Sportler aus Israel und ein Polizist von Terroristen getötet wurden, ist München jetzt für alle Gefahren gerüstet (Fachkommission „Sicherheit“) und hat die meiste Erfahrung unter den Bewerberstädten. Insgesamt finde ich es ein Superereignis für unsere Stadt und Garmisch-Partenkirchen, das für viele Menschen ein unvergessliches Erlebnis werden würde. Und allein, dass so viel über die Olympia-Bewerbung diskutiert wird, beweist mal wieder: Dabei sein ist alles!




Ich sage nein zum Projekt „Olympia 2018“ in München. Es verursacht zu hohe Kosten und bedeutet zu viel pro&contra 2Aufwand. Dieser entsteht etwa durch den Ausbau von Transportwegen (neue S-Bahn-Stammstrecke oder U-Bahn-Linien). Nicht zuletzt durch den vermehrten CO2-Ausstoß von Tausenden anreisenden Autos wird die Umwelt zerstört. Die vielen Pkws werden zudem für häufige Verkehrsstaus sorgen. So wird es
öfters schwierig werden, zur Arbeit oder zur Schule zu gelangen. Ich denke, die meisten kennen das Gedränge während des Oktoberfests. Dieses Gedränge muss man sich bei Olympia dann auf allen S- und U-Bahn-Linien vorstellen! Und der ganze Aufwand für dieses eine Mal? Ganz zu schweigen von den negativen Folgen für die Natur, auch durch die extra gebauten Sportstätten. Die geplanten Eingriffe stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Grundsätzlich finde ich die Olympischen Spiele von der Idee her ja gut, und Völkerverständigung ist wichtig. Aber mittlerweile entwickelt sich das Ganze zu Mega-Events, bei denen die Frage nach dem richtigen Maß in den Hintergrund rückt. Weniger wäre hier vermutlich auch mehr. Dann vielleicht auch in München.


Hand aufs Eis

Samstag, 02. April 2011

Hand aufs Eis

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Als 1972 die Olympischen Sommerspiele in München stattfanden, waren deine Eltern noch Kinder – oder
vielleicht noch gar nicht geboren. Das Großereignis liegt also schon eine Weile zurück – doch das nächste
liegt vielleicht vor uns. Denn die Chancen, dass die Olympischen Spiele 2018, diesmal in der Winterversion,
(wieder) in München stattfinden, stehen nicht schlecht. Und wer weiß: Vielleicht nehmen ja ein paar Münchner Kinder teil?



Schnell, schräg und spektakulär – das ist Short Track! Nie gehört? Kein Wunder, in Deutschland ist diese Sportart (noch) nicht so bekannt. In München trainieren immerhin 55 Mädchen und Jungs im Alter von 4 bis 20 Jahren beim Verein SLIC e.V. Sie treffen sich am Ostpark oder in der Olympia-Eissporthalle. Mit bis zu 50 km/h rasen sie dann über die Eisbahnen. „Das ist schon toll, diese Geschwindigkeit! Und wenn man schräg in der Kurve liegt, kann man das Eis mit der Hand berühren“, schwärmt die 10-jährige Elsa. Außerdem gefällt ihr am Short Track, dass sie mit ihren Freundinnen zusammen laufen kann. Denn anders als beim normalen Eisschnelllauf starten die Fahrer gemeinsam von einem Punkt. Gewonnen hat
also nicht derjenige mit der schnellsten Zeit, sondern wer als Erster über die Ziellinie kommt.


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Leon (14 Jahre) ist richtig schnell unterwegs. Deutscher Meister ist er schon. Nun hofft er auf die Weltmeisterschaften – und auf Olympia 2018, am besten in München! „Dann bin ich 22 Jahre alt“, rechnet Leon vor. „Das perfekte Alter“, ruft Thomas Bauer, sein Trainer, dazwischen und grinst. „Natürlich ist es noch eine Weile hin, aber wenn alles weiterhin so gut läuft …“ Für dieses Ziel trainiert Leon bis zu neunmal die Woche, auch vor der Schule. Dass der große Aufwand sich lohnt, weiß Thomas Bauer, schließlich war er selbst Olympionike – 2006 in Turin: „Das Besondere ist die Teilnahme. Allein wenn du
das schaffst, ist es ein tolles Gefühl. Denn du bist unter den Besten der Besten aus aller Welt und wohnst mit ihnen im Olympischen Dorf.“ Wenn das alles auch noch im eigenen Land möglich ist, umso besser. „Das Publikum feuert dich an – ein echter Heimvorteil, den ich jedem wünsche“, so Bauer. Auch deswegen setzt sich der Münchner für München 2018 ein. Wir drücken Leon und den anderen Nachwuchshoffnungen die Daumen. Natürlich kann man diesen Sport auch nur zum Spaß betreiben.


Wusstest du, dass …

… Short Tracker bis zu 50 km/h schnell fahren?
… Short Tracker spezielle Anzüge haben? Diese schützen vor Schnittverletzungen durch die scharfen Kufen.


TEXT: ANNA,GEORGIE,MARIO;THEO UND SILKE SCHETELIG

FOTO: SASKIA KPAVEK

Eine unglaubliche Kindheit im Urwald

Samstag, 02. April 2011

Dschungelkind Sabine Kuegler



Eine unglaublich Kindheit im Urwald1


Sabine Kuegler, 37, lebt heute in der Nähe von München. Ihre Kindheit verbrachte sie jedoch ganz  woanders: im Dschungel Südostasiens, beim Stamm der Fayu, die vorher noch nie einen Weißen gesehen hatten. Für die junge Sabine war ebenfalls alles neu, doch rasch bekam sie Freunde zum Spielen und lernte, wie man im Dschungel überlebt. Ihr Leben gibt es nun als Film: „Dschungelkind“ ist seit Mitte Februar in den Kinos. Dort erfahren die Zuschauer, wie so ein Dschungelleben für ein Kind aussieht. Das erfährst du aber auch hier. Unsere Autorin Heike Müller hat sich mit Sabine Kuegler unterhalten.


MÜLLER: Als Kind im Dschungel – was spielt man da?
KUEGLER: Der ganze Dschungel war mein Spielplatz. Wir schwammen im Fluss, haben mit anderen Fayu-Kindern gespielt und den Urwald entdeckt. Toll fanden wir es, mit Pfeil und Bogen zu schießen, zu jagen oder neue Tiere zu entdecken. Auch Essen sammeln war für uns ein Spiel.


MÜLLER: Wurden Sie von den anderen Fayu-Kindern akzeptiert?
KUEGLER: Ja, meine Geschwister und ich fanden viele neue Freunde, nachdem die Kinder ihre Angst vor uns verloren hatten. Erstaunlich, wie schnell das ging, da sie noch nie Menschen mit weißer Haut gesehen hatten.


MÜLLER: Hatten Sie Angst vor wilden Tieren oder vor den Menschen dort?
KUEGLER: Angst? Nein, im Gegenteil. Für uns war alles neu und aufregend. Unsere Eltern mussten uns eher bremsen. Obwohl es manchmal auch gefährlich war: Wildschweine haben schon mal angegriffen. Die Fayu haben uns aber beschützt und uns beigebracht, wo die Gefahren lauerten und wie man mit ihnen umgeht.


MÜLLER: Müssen Dschungelkinder auch Mathe pauken?
KUEGLER: Weil es keine richtige Schule gab, hat uns meine Mutter unterrichtet. Ich hatte aber wenig Lust und verstand nicht, was mir zum Beispiel Mathe im Urwald bringen sollte. Meine Mutter war in dieser Hinsicht jedoch unnachgiebig.


MÜLLER: Hatten Sie ein Haustier?
KUEGLER: Natürlich! Und nicht nur eines! Ich hatte einen Papagei namens Bobby, eine Maus namens George, viele Spinnen und alles andere, was ich im Urwald gefunden oder gefangen habe … Meine Mutter schlug die Hände über dem Kopf zusammen, was ich so alles anschleppte.



MÜLLER: Was gab es zu essen?

KUEGLER: Grundlagen waren Reis und Mehl, aber auch Konserven. Und dann hatten wir Essen, das die Fayu uns gebracht haben: Krokodilf leisch und Schlangen.


MÜLLER: Wie war es, als Sie Ihre Oma mit 13 Jahren in Deutschland
besucht hatten?

KUEGLER: Spannend und schön: Ich habe damals in Bad Segeberg mein erstes Eis probiert – das war so lecker, dass ich mich daran in rauen Mengen überfuttert hatte. Und ich habe zum ersten Mal Schnee gesehen. Unsere Eltern mussten uns für den Besuch aber ein paar „Überlebensregeln“ erklären. Zum Beispiel, was eine rote Ampel bedeutet.


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TEXT: HEIKE MÜLLER

FOTO: JÜGEN ROSSMANN; SABINE KUEGLER

Was tun, wenn die Nachbarn das Spielen verbieten wollen?

Freitag, 01. April 2011

Was tun, wenn die Nachbarn das Spielen verbieten wollen?


Kinderrecht1



Während Auto- und Baustellenlärm von den meisten hingenommen wird, machen Nachbarn bei spielendenKindern und Jugendlichen oft Stress. Jüngstes Beispiel: Am Georg-Freundorfer-Platz im Westend wurden die Skater verbannt – vorerst.


INTERVIEW MIT GERHARD WAGNER VOM KREISJUGENDRING MÜNCHEN-STADT



Wie sehen Sie die Chancen, dass die Skater wieder ihrem Hobby am Georg-Freundorfer- Platz nachgehen dürfen?


Wir vom Kreisjugendring jedenfalls sind optimistisch, dass das Skaten dort in diesem Sommer nicht mehr offiziell verboten ist.


Nehmen denn die Lärmbeschwerden generell zu?


Eindeutig: ja. Im Übrigen betrifft das nicht nur Kinder. Auch Kneipenbesitzer und Kulturveranstalter können ein Lied davon singen. Das Problem ist: Die meisten finden es toll, wenn etwas geboten wird, wo sich Leute treffen können – aber bitte nicht vor der eigenen Haustür! Und dann wird für alles eine Art „Insel“ geschaffen. Dort, wo es nicht so viele stört. Doch gerade Kinder haben kaum Möglichkeiten, ihre Nachbarschaft zu verlassen und anderswohin auszuweichen. Die Gesellschaft muss wieder lernen, dass
spielende Kinder genau wie Autoverkehr zum Alltag gehören.


Was empfehlen Sie Kindern, wenn ihnen auf dem eigenen Spielplatz ebenfalls Ärger mit Nachbarn droht?


Wenn mit Spielverbot gedroht wird muss man dies nicht hinnehmen. Sicher: Es gibt ein Recht auf Ruhe, das heißt, Rücksicht ist wichtig. Es gibt aber genauso ein Recht auf Spielen. Und auf Meinungsäußerung. Und die eigene Meinung sollte man unbedingt mitteilen. Am besten sucht man sich dazu Partner: die Eltern, Freunde, verständnisvolle Nachbarn. Man kann sich auch an die „Aktion Jugendbeteiligung“ wenden. Oder an das Büro der Kinderbeauftragten der Stadt. Mitarbeiter von Freizeitheimen wissen ebenfalls Rat.


Kinderrecht2



Völlig unter Strom

Donnerstag, 03. März 2011

Völlig unter Strom1

Völlig unter Strom


Alle sprechen (wieder) von Elektroautos. Die Idee, die seit der Erfindung des Automobils existiert, findet zurzeit riesiges Interesse. Gehört dem E-Mobil die Zukunft?


Fast geräuschlos ist die Stadt. Bis auf ein leises surrendes Geräusch und gelegentliches Hupen ist nichts zu hören. Die Luft in den Straßenschluchten Münchens riecht frisch, die feine Brise duftet tatsächlich nach Frühling. Der Verkehr fließt ruhig und in gelassener Gemütlichkeit dahin. Wie geht das denn? Mit Elektroautos! So zumindest ist die Idee. Was bisher eher noch wie Zukunftsmusik klingt, könnte aber schon bald Wirklichkeit werden. Alle reden über Elektroautos, alle forschen und basteln daran: die Autobauer, die Politiker und die Umweltschützer. Am wenigsten noch die Leute, die sich selbst ein Auto kaufen wollen.



Aber mal von vorne. Was ist eigentlich ein Elektroauto? Wie der Name schon sagt, fährt es elektrisch. So wie deine elektrische Eisenbahn braucht es Strom, um zu fahren. Die „normalen“ Autos fahren mit Benzin oder Diesel. Na und, könntet ihr sagen, ist das nicht egal, womit ein Auto fährt? Nicht ganz. Die bisherigen Autos verbrennen beim Fahren ihren Treibstoff und dabei entsteht ein Gas. Das Gas heißt Kohlenstoffdioxid, auch CO2 genannt. Dieses CO2 ist mit daran schuld, dass sich unser Klima erwärmt.



Das Elektroauto stößt keine Abgase aus. Ist es deswegen gleich umweltfreundlicher? Nicht ganz. Denn auch Strom muss erst einmal gewonnen werden. Bei uns wird der meiste Strom durch die Verbrennung von Braunkohle hergestellt, und dabei entsteht leider auch viel ELEKTROAUTOS: CO2. Würde ein Elektroauto also  nur Braunkohlestrom tanken, würde es genauso viel CO2 verursachen
wie ein Benzinauto.



Aber man kann auch Strom aus Wind, Wasser und Sonne gewinnen! Das ist prima, denn um Strom aus Windrädern, Wasserkraftwerken oder Solarzellen in die Batterien der Autos zu bekommen, muss nichts verbrannt werden, was umweltschädliche Treibhausgase bildet. Und das ist die Hoffnung, die Umweltschützer auf das neue Auto setzen.



Gibt es schon Elektroautos? Ja, eigentlich forschen neben Unis (die TU München ist ganz vorn dabei!) quasi alle Autofirmen mit Hochdruck an E-Modellen, auf der Straße sind es bisher aber nur sehr wenige.
Denn sie sind noch sehr teuer, und, obwohl sie wie ganz normale kleine Autos aussehen, leider noch ein bisschen unpraktisch. Zum einen sind sie noch ziemlich langsam. Das würde vielleicht nicht jeden stören. Aber, und das ist schon nerviger, sie fahren nicht sehr weit. Ungefähr 100 bis 150 Kilometer. Damit kommt man von München gerade mal bis an den Chiemsee, vielleicht bis Salzburg. Und mit dem Tanken ist das noch nicht so einfach, weil es bisher nur sehr wenige Stromzapfsäulen für Autos gibt. Außerdem dauert
das Tanken ziemlich lange: Etwa drei Stunden muss so ein Auto an die spezielle Auto-Steckdose. An eine normale – was auch geht – noch viel länger. Aber weil die Idee des Elektroautos so schön
ist, forschen die Experten ganz unermüdlich an der Verbesserung der Batterien. Und letzten
Herbst schaffte ein Auto tatsächlich den Weg von München bis Berlin mit einer einzigen Batterieladung! Immerhin sind das mehr als 600 Kilometer.




Völlig unter Strom2



Damit könnte der Plan unserer Regierung aufgehen – die will nämlich, dass in zehn Jahren schon eine ganze Million Elektroautos umherstromern. Aber bis dahin ist noch viel zu tun: Es muss viel mehr Strom aus Wind, Wasser und Sonne gewonnen werden als bisher, die
Forscher müssen weiter die Batterien und den Antrieb verbessern und die Autohersteller müssen ein schnelles, leichtes Gefährt daraus bauen, das nicht zu teuer ist. Und das auch noch vielen gefällt! Ob das alles klappt? Die Stadtkinder sind gespannt!






TEXT: IRIS WEHN








Basteltipp „Stiftehalter“

Donnerstag, 03. März 2011

Saft raus, Stifte rein

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Es muss nicht immer Spongebob sein! Federmäppchen oder Stiftehalter kann man auch ganz einfach selbst bauen. Unser Basteltipp zeigt, wie aus einer PET-Getränkeflasche eine ganz besondere Stiftebox wird.

 

VON: Kristina Gottlöber

 

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Mein perfekter Tag in Sendling

Donnerstag, 03. März 2011

Mein perfekter Tag in Sendling


Perfekter Tag Senling 1




In München leben viele Kinder und Jugendliche. Jeder von ihnen hat andere Hobbys, Interessen und Wünsche. Wir haben ein Mädchen und einen Jungen besucht, die im Stadtteil Sendling wohnen. Wie ihr perfekter Tag aussieht und was man alles im Münchner Südwesten erleben kann, erfährst du auf den nächsten zwei Seiten. Und wenn du Lust hast, uns deinen perfekten Tag in deinem Stadtteil vorzustellen, schreib uns! kinderzeitung@kulturundspielraum.de





Perfekter Tag Senling Paulina


Perfekter Tag Senling Ilya


Perfekter Tag Senling Stadtplan

Isarinspektor Bolzplätze

Donnerstag, 03. März 2011

Raus ins Grüne – Rauf auf den Bolzplatz isarinspektor2

Die Frühlingssonne lockt, das Thermometer steigt – alle zieht’s ins Freie: Also schnell ein paar Freunde zusammengetrommelt, einen Ball geschnappt und rauf auf die nächste Wiese zum Kicken und Bolzen. Jacken oder Rucksäcke dienen als Tore, Büsche als Begrenzung. Klingt gut, ist gut. Aber was tun, wenn sich in der Nachbarschaft keine Grünf läche befindet? Dann ab auf den Bolzplatz – davon gibt es in München genug. Rund 150 warten nur darauf, dass ihnen Kinder den Kick geben. Viele davon sind Teil eines größeren Spielplatzes oder in Grünanlagen wie dem Petuel- und dem Luitpoldpark zu finden. Und dann gibt es da noch 3 ganz besondere Bolzplätze, die die Kinderredaktion für dich näher unter die Lupe genommen hat.



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TEXT: KINDERREDAKTION

Medientipps

Donnerstag, 03. März 2011

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Lucy und die Jungs – Traum-Raum-Wohnung


Lucy will nicht mehr. Sie beschließt, ihr Leben komplett zu ändern: Statt Geige spielen und gute Noten Medientipps Isischreiben will sie endlich Spaß haben. Kurzerhand zerstört sie ihre Geige, steigt auf ihre Brille und schneidet sich die Haare ab. In einem Café lernt Lucy Tom kennen, der mit drei Freunden in einem alten Haus wohnt. Dort verbringt Lucy gerne ihre Zeit und schafft es sogar, ihre Eltern zu überzeugen, in die WG einzuziehen. Natürlich passiert, was passieren muss: Lucy verliebt sich. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es generell nicht so berechenbar wie die meisten anderen Liebesromane ist: Lucy verwundert einen immer wieder. Es geht aber auch um ernste Probleme der Jugendlichen, die sie gemeinsam zu lösen versuchen. Diese Mischung aus Reality und Liebesroman ist echt gut gelungen. Isabel



Alexa Hennig von Lange
cbt, 14,99 Euro, ab 13 Jahren
Am 21. März erscheint bereits Band 2



Jäger der Nacht


Medientipps GeorgiWer ist wer? Zu Beginn erfährst du, ob du Werwolf, Vampir oder ein Mensch bist. Das musst du aber für dich behalten. Im Laufe des Spiels findest du heraus, wer zu deiner Gruppe gehört und wer nicht, z. B. wenn du Ereigniskarten ziehst, an andere weiter gibst und schaust, wie sie darauf reagieren. Denn Werwölfe tun Werwölfen nichts, versuchen aber, Vampire und Menschen vom Spielfeld zu verbannen. Zwischendurch werden Orte gewechselt, Angriffe gestartet, Schutzteile gesammelt oder das Orakel befragt. Gewonnen hat, wer sein vorgegebenes Ziel erreicht hat. Fazit: Es ist ein spannendes  Familienspiel. Und je öfter das Spiel gespielt wird, desto besser wird es. Und je mehr Spieler mit dabei sind, etwa wenn du Übernachtungsgäste hast. Mir hat es gut gefallen, und das nicht nur, weil ich gewonnen habe. Georgi



Yasutaka Ikeda
Kosmos, ab 18,98 Euro, ab 10 Jahren

Willi wills wissen – Schnelle und langsame Fahrzeuge

In diesem Sachbuch werden nicht nur alle Arten von Autos spannend beschrieben, sondern (fast) alles, Medientipps Christianwas sich bewegt: von Solarf liegern und Trikes über Raketen, Eisbrecher, Frachter und Segelschiffe bis zum Orientexpress und Güterzügen. Tolle Fotos zeigen, wie die Technik der einzelnen Fahrzeuge funktioniert, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Das Buch hat mir gut gefallen, weil es viel Abwechslung bietet, für jedermann verständlich ist und dazu noch Rätsel zu lösen sind – so wird einem beim Lesen nicht langweilig. Christian


Uwe Kauss Baumhaus Medien,
9,99 Euro, ab 8 Jahren