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Alles über Schokonikoläuse

Mittwoch, 01. November 2017

Schätzfrage: Was meinst du, wie viele Schokoweihnachtsmänner werden in Deutschland jährlich produziert?

Unglaublicherweise landeten im Jahr 2016 142 Millionen Figuren unter den Christbäumen. Im Rekordjahr 2014 waren es sogar 146 Millionen. Die deutsche Süßwarenindustrie rechnet dabei pro Mensch in Deutschland mit 1,2 Schokoweihnachtsmännern. Allerdings wird sie besonders in Österreich, Frankreich und England beliebt. Aber auch Australien, die USA, Indien, Japan und sogar Norwegen finden die Naschereien lecker!

 

Insgesamt macht das Weihnachtsgeschäft einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro! Übrigens wurde 1820 die erste Schokofigur zur Weihnachtszeit produziert. Damals war es noch der traditionelle Nikolaus mit Bischofsmütze und Stab, auch Mitra genannt.

 

Die Schokoladenfabriken beginnen jedes Jahr schon im Mai mit der Herstellung. Ab September werden sie dann an die Kaufhäuser und den Fachhandel geliefert. Deswegen ist es also auch kein Wunder, dass schon im Oktober die Leckereien in den Schaufenstern stehen.

 

Aber keine Sorge, ihr könnt die Schokofiguren unbedenklich naschen, denn in 100% Weihnachtsmann ist 0% Osterhase enthalten. Das wäre einfach ein zu großer Aufwand mit dem Auspacken, Einschmelzen und wieder Verpacken, der dabei betrieben werden müsste.

 

Annabell

Die perfekte Welle

Sonntag, 17. September 2017

Auch wenn das Meer weit weg ist: München ist weltberühmt fürs Wellenreiten. Aber Kinder und Jugendliche hatten am Eisbach und an der Floßlände bislang das Nachsehen, da für sie dort das Surfen offiziell nicht erlaubt ist. In der neuen Jochen Schweizer Arena darf man auf Münchens 1. Indoor- Welle ab 8 Jahren ran! Und hat auf dem Brett sofort Erfolgserlebnisse, also genau wie unsere Reporter Andrei, Kwoh-Wah und David  von der Kinderzeitung …

 

Kwoh-Wah

 

Nachdem in der letzten Ausgabe die Mädchen beim Bodyflying nebenan aktiv waren, war das Indoor-Surfen nun eine reine Jungs-Angelegenheit (wenngleich natürlich genauso gut Jungen in den Windkanal und Mädchen aufs Surfbrett können!). Auf jeden Fall legten wir nach einer kurzen Einweisung auch gleich los.

 

Wir haben ein Surfbrett und einen Neoprenanzug bekommen, obwohl man ihn nicht braucht, da das Wasser 24 bis 26 Grad warm ist. Da wir alle noch nie auf einem Surfbrett standen, bekamen wir Starthilfe in Form einer Stange, die über der sieben Meter breiten Welle (die bei Profis bis 1,40 Meter Höhe erreichen kann!) platziert wurde. Schon nach ein paar Runden kam die dann aber weg – und wir schafften es ganz alleine, die Welle zu reiten. Ein super Gefühl! Dennoch war es gut, dass ein Surflehrer ständig an der Seite stand und uns beim Aufsteigen auf das Surfbrett Hilfe leistete, wenn wir sie brauchten.

 

Hier noch ein paar Tipps für alle, die auch mal aufs Brett wollen: Wenn du auf das Surfbrett steigst, solltest du das Gewicht sofort nach hinten verlagern und die Spitze des Bretts nie untertauchen lassen! Außerdem ist es gut, wenn du beachtest, dass die Welle am höchsten Punkt schneller und somit stärker fließt. Also gilt: Je höher du kommst, desto mehr solltest du das Gewicht nach vorne verschieben und umgekehrt.

 

Andrei

 

Und der beste Tipp von allen: Keine Angst haben, denn es kann nichts passieren, wenn du, einen Arm deinen Kopf schützend, ins seichte Wasser fällst. Das ist sogar richtig erfrischend!

Kwoh-Wah

Hüpfen, Springen, Toben

Samstag, 11. März 2017

Ende Februar war die Kinderredaktion im Airhop, einer riesigen Trampolin-Halle, und hat die Trampoline hüpfend, springend und hopsend getestet!

 

Als Erstes haben wir die Sprunggrube unsicher gemacht: Da ist man von einem Trampolin in eine Grube gesprungen, die mit weichen Polsterwürfeln gefüllt war. Wir konnten uns dort erstmal einspringen und ein paar Sprünge ausprobieren. Das super, auch wenn es echt schwer war, aus den ganzen Würfeln wieder rauszukommen. Ein paar von uns haben dort sogar ihre Socken verloren und fast nicht wiedergefunden!

 

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Danach sind wir zum „Schlachtfeld“ gegangen, wo immer zwei auf einer Art Schwebebalken gegeneinander antraten: Jeder hatte eine Rolle aus Schaumstoffpolster in der Hand und man hat versucht, den anderen zu bekämpfen und runter zu werfen. Die Landung aber war weich, denn untendrunter befanden sich wieder ganz viele Schaumstoff-Würfel!

 

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Nachdem sich ein paar von uns gegenseitig bekämpft und runtergeschmissen hatten, sind wir zu den Basketballkörben gegangen. Mit einem kleinen Basketball musste man im Springen probieren, die immer höher werdenden Körbe zu treffen. Schwieriger als es aussieht!

 

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Weiter ging’s zu einem riesigen Trampolin-Feld, ein Trampolin neben dem anderen. Da konnte man von einer Fläche zur nächsten springen, verschiedene Sprünge ausprobieren, oder sich sogar gegen die schräge Wand schmeißen oder springen, die einen auch zurückgefedert hat. Wie in einem Actionfilm, das war ein ganz komisches Gefühl!

 

air-hop-kinderzeitung-31

Dann gab‘s auch noch Podeste, auf die man raufspringen konnte. Das war cool, weil man eigentlich gar nicht geglaubt hat, dass man es schaffen könnte, darauf zu landen, und plötzlich hatte man es einfach geschafft! Dabei hat man sich ziemlich gut gefühlt 😉 Dort haben wir uns ziemlich lange aufgehalten, schnell hieß es, wir hätten nur noch zehn Minuten von unserer Stunde übrig, also wollten wir noch ruckzuck die anderen Sachen ausprobieren.

 

Danach sind wir zur witzigsten, aber auch gefährlichsten Stationen (für uns) gegangen, eine rodeoähnliche „Arena“. Dort drehten sich in der Mitte immer zwei säulenartige Hindernisse, die auf unterschiedlichen Höhen eingestellt waren. Und jeder befand sich auf einer kleinen Erhöhung, die ein bisschen aussah wie ein plattgedrückter Pilz. Man musste über die niedrige „Säule“ drüberspringen oder sich bücken – oder es zumindest versuchen … Das Drüberspringen war gar nicht so leicht und wir sind andauernd umgefallen, manchmal hat das sogar ein bisschen weh getan.

 

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Als Letztes sind wir zum Dudgeball (ähnlich wie das „Völkerball“, das man in der Schule spielt) gegangen. Dort mussten wir erst mal warten, bis wir überhaupt reingelassen wurden von jemanden mit Pfeife, der sozusagen Schiedsrichter war. Zwei Mannschaften spielten gegeneinander auf Trampolinen. Die Spielregeln waren: Als Erstes liegen alle Bälle in der Mitte, zwischen den beiden Mannschaften. Beim Anpfiff holen sich alle die Bälle und es geht los! Man scheidet aus, wenn man abgeschossen wird oder die „Strafzone“ berührt. Das Gewinnerteam spielte in der nächsten Runde weiter.

 

air-hop-kinderzeitung-44

Am Ende haben wir uns als Mük-Team doch gut angestellt, aber dann war die Stunde auch schon rum. Wir waren alle ganz schön entsetzt, wie schnell die Zeit verging und waren uns einig: Das war viel zu kurz!

 

Julchen, Gina, Alisa, Milena

E-MAIL AUS DEN USA

Montag, 12. Dezember 2016

Die 15-jährige Münchnerin Thamina ist Schülerin des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums in Bogenhausen. Seit Ende August ist sie in Amerika und besucht dort ein Jahr lang das Internat der l in Maryland.

 

Die erste Woche in Amerika habe ich mit meiner Gastfamilie verbracht, weil das Internat noch nicht auf war. In dieser Zeit sind mir schon die ersten Unterschiede aufgefallen. Anders als bei uns essen die Amerikaner hier weniger gesund (weniger Obst und Gemüse und mehr fett) und vor allem zu anderen Zeiten. Morgens gab es etwa Bagels mit Butter, mittags Essen in Restaurants und abends Snacks. Obwohl das Essen nicht immer so gesund war, hat es mir sehr gut geschmeckt, vor allem die Bagels! Das Frühstück fand in meiner Familie erst so gegen 12 Uhr statt, das Abendessen hingegen schon um ca. 17 Uhr. Das liegt aber nicht daran, dass hier zu anderen Zeiten geschlafen wird. Den genauen Grund kann ich aber nicht sagen.

Mich hat überrascht, dass einige Klischees echt stimmen. Anders als in München gibt es hier eigentlich keine öffentlichen Verkehrsmittel außer den Schulbus. Das heißt, jeder ist hier auf sein Auto angewiesen und benutzt das auch. Da es kaum Busse gibt, bedeutet es für Kinder, dass sie immer auf ihre Eltern angewiesen sind, wenn sie irgendwohin möchten. Das Umweltbewusstsein hier ist gering. Das erklärt, warum oft sehr lange Strecken nur für eine Kleinigkeit gefahren werden. Wasserspender statt Radlständer Dass es hier gar keine Radlständer gibt, verwundert nicht: Es fährt ja auch kaum jemand Rad! Dafür findet man in den Schulen, Einkaufsmalls
und Turnhallen fast überall Wasserspender – selbst ohne eigene Flasche ist man hier nie durstig. Genauso ist es auch in Restaurants, wo man sein Wasser immer umsonst bekommt und auch alle anderen Getränke immer nachfüllen kann.Ganz anders als in Deutschland ist auch meine Schule. Neben den wenigen Schülern, der Uniform, die wir tragen müssen, und dem riesen Campus unterscheiden sich hier auch die Stundenpläne und das Schulsystem. Wir haben hier anstatt eines WochenStundenplans „Cycle Days“ und wechselnde Klassenstunden, sodass jede Woche anders ist. Das ist anfangs verwirrend, aber wenn man reinkommt, ist es eigentlich ganz abwechslungsreich. Außerdem hat meine Schule viele Traditionen:

Manchmal singen wir die Schulhymne, immer haben wir coole Events. Eines der beliebtesten ist Ringdance – ein Tanz der 11.- und 12.-Klässler. Obwohl es mir hier super gefällt und ich sehr viel Spaß habe, freue ich mich schon auf das Essen und mehr Mobilität, wenn ich wieder zurückkomme!

Beitrag: Thamina

Photo by Ian Sane

Pro & Contra Streiche

Dienstag, 27. September 2016

Halloween rückt näher, die Zeit der Streiche! Doch was denkt ihr über Juckpulver im Kragen und Rasierschaum an der Türklinke?

pro

Streiche spielen ist ein wichtiger Teil des Lebens, weil es lustig ist,
Freunden zuzuschauen, wie sie sich aufregen. Außerdem wächst man
zusammen, weil man sich den Streich meist gemeinsam ausdenkt,
gemeinsam bangt, nicht erwischt zu werden, und so einen Adrenalinschub
bekommt. Dabei ist es gut, wenn man das „Opfer“ kennt und weiß,
wo dessen Humor aufhört. Übrigens gibt es eine sehr bekannte Fernsehsendung,
in der ausschließlich Streiche gespielt werden – sie heißt
„Verstehen Sie Spaß?“ Spätestens hier sieht man, dass Streiche einfach
zur Kultur gehören und nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene
über solche Späße lachen können. Ein beliebter Streich: Rasierschaum
oder Zahnpasta auf die Unterseite einer Türklinke kleben und warten,
bis jemand in die Falle tappt! Eines aber ist wichtig: Dass sich keiner
dabei verletzt! Und noch ein wichtiger Tipp: Stell dir immer vor, wie es
wäre, wenn du selbst diesen Streich gespielt bekämst. Du kannst
darüber lachen? Gut, dann sollten es andere auch schaffen!

 

contra

 

Warum sind wir gegen Halloween- oder allgemeine Streiche, obwohl
das doch so witzig sein kann? Ein Grund: Das meiste ist eben nicht
witzig. Erst recht, wenn man Leute erwischt, die entweder sehr schreckhaft
sind oder einfach keinen Spaß verstehen. Bei einem „empfindlichen“
Streichopfer hat das nicht nur Folgen für diese Person, sondern auch für
einen selbst. Manche erschrecken so arg, dass sie sich sogar verletzten
können, weil sie etwa stolpern und sich anhauen oder einen vor Schreck
hauen. Doof sind auch „Ekel-Streiche“. Wenn man zum Beispiel jemanden
mit Eiern bewirft. Oder dessen Haus. Das ist außerdem totale Essensverschwendung!
Und dann gibt es auch Scherze, bei denen man was
kaputt macht, etwa Fenster – total ärgerlich für den Besitzer und übrigens
sogar strafbar. Hier hört der Spaß dann echt auf. Man muss sich
überlegen, dass das alles nur für Süßigkeiten gemacht wird. Wir finden,
dass das sehr übertrieben ist! Bei Streichen sollte man sich immer bewusst
sein, ob es die andere Person auch so lustig findet wie man selbst.7

 

Beitrag:

Nam, Andrei, Gina, Julchen

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Jetzt bist du gefragt!

 

Gehören Streiche für dich einfach dazu – oder sind Streiche gefährlich und unverantwortungsvoll?

 

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Test: Abenteuerspielplätze in München

Samstag, 04. Juni 2016

Isar-Inspektor – Heft 34: Abenteuerspielplätze in München

 

Spielplätze sind nur was für die „Kleinen“? Von wegen! Auf Abenteuerspielplätzen warten Tarzanbahnen, Lagerfeuerstellen und Holzhütten zum selber Bauen. Die Kinderredaktion hat sich einige Spielgelände genauer angesehen – hier ihr Urteil!

 

 

Abenteuerspielplatz Maulwurfshausen

Adresse: Albert-Schweitzer-Straße 24, Neuperlach, Tel. 089/670 11 31

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 13–18 Uhr

Zielgruppe: Kinder zwischen 6 und 13 Jahren

Spielgeräte: Kinder können hier selbst Holzhäuser bauen! Ferner gibt es eine Wasserrutsche, eine Feuerstelle für das Lagerfeuer und einen großen Holzturm – und bei schlechtem Wetter ein „normales“ Haus zum Spielen

Abenteuerfaktor: Es macht Spaß, Stockbrot am Feuer zu grillen. Vom Sonnentrum hat man eine besonders gute Aussicht.

Spaßfaktor: Sehr hoch, denn man kann Bürger werden, Geld verdienen, Häuser bauen…

Mitbaufaktor: Hoch! Fast alle Häuser wurden von Kindern gebaut und werden von Kindern „gemietet“. Gerade wird am „Dorf der Zukunft“ gearbeitet. Holfreich: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Gesamtwertung: 4 von 5

 

Abenteuerspielplatz Neuhausen

Adresse: Hanebergstra. 14, Neuhausen, Tel. 089/15 53 33

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch plus Freitag 14–18 Uhr, in den Ferien auch donnerstags

Zielgruppe: Kinder bis 13 Jahre

Spielgeräte: Wasserrutsche, Pizzaofen, Feuerstelle, Baumstamm-Mikado, Honighaus, Hüttenstadr mit über 60 Hütten, Spielhütte für Regenwetter

Abenteuerfaktor: Sehr hoch. Außergewöhnlich sind die speziellen Mädchen- und Jungenhäuser

Spaßfaktor: Hoch. Schade, dass die Öffnungszeiten etwas kurz sind…

Mitbaufaktor: Sehr hoch, denn es gibt viele Möglichkeiten, an den Hütten weiterzubauen. Mitbestimmung ist ohnehin ein großes Thema. Toll: Bei MitarbeiterInnen lässt sich ein Akkubohrerführerschein machen. Plus: Werkzeugverleih!

Gesamtwertung: 4 von 5

 

Haus am Schuttberg

Adresse: Belgradstraße 169, Schwabing, Tel. 089/300 78 88

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14–18:30 Uhr, auch im Winter geöffnet. Wer öfter hingeht, bekommt einen Ausweis, muss 50 Cent bezahlen und Telefonnummer und Adresse angeben

Zielgruppe: Kinder zwischen 6 und 13 Jahren

Spielgeräte: Schaukeln, Feuerstelle, viele Hütten

Abenteuerfaktor: Mittel

Spaßfaktor: Hoch, wenn man gerne baut. Es gibt am Ende manchmal ein Lagerfeuer, außerdem kann man Sachen anpflanzen

Mitbaufaktor: Man kann bauen, aber man muss entweder Nägel mitbringen oder alte Nägel sammeln und bekommt dann dafür neue

Gesamtwertung: 3,5 von 5

 

ABIX

Adresse: Weitlstraße 133, Hasenbergl, Tel 089/314 11 45

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 13–18 Uhr, im Sommer bis 19 Uhr, in den Ferien ab 12 Uhr

Zielgruppe: Kinder bis 13 Jahre

Spielgeräte: Es gibt ein Trampoln, eine Seilbahn, eine Feuerstelle, ein Sand- und Matschbereich, ein Holzschiff und ca. 35 Holzhütten, die Kinder „mieten“ können. m Spielhaus stehen Kicker, Tischtennis und ein Toberaum zurVerfügung

Abenteuerfaktor: Sehr hoch – dafür sorgt allein das 12.000 Quadratmeter große, naturbelassene und mit großen Bäumen bewachsene Gelände

Spaßfaktor: Sehr hoch, denn man kann Bürger werden, Geld verdienen und Häuser bauen

Mitbaufaktor: Ja – im offenen Baubereich kann man selbst aktiv werden, bei Fragen helfen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Gesamtwertung: 5 von 5

 

Abenteuerspielplatz in Fürstenfeldbruck

Adresse: Theodor-Heuss-Str. 20, Fürstenfeldbruck, Tel. 08141/344 78

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 14–18 Uhr, Ferien 11–18 Uhr

Zielgruppe: Kinder bis 13 Jahre

Spielgeräte: Vogelnest- und Reifenschaukeln, Fußballplatz, Ritterburg, Piratenschiff, großer Berg (Wasserrutsche, Schlitten fahren), Baubereich zum Hüttenbauen

Abenteuerfaktor: Hoch. Plus: Es gibt Seifengießen, verschiedenen Kurse und man kann Lagerfeuer machen

Spaßfaktor: Sehr hoch – so wie das 8.000 Quadratmeter große Gelände!

Mitbaufaktor: Kinder dürfen sehr viel alleine machen und selbst bestimmen, vor allem bei den Hütten. Ein Grundgerüst ist schon da. Kinder können Türen und Außenwände bauen und anmalen – dabei helfen 3 Mitarbeiter

Gesamtwertung: 5 von 5

 

 

Andrei, Annabell, Jonas, Maxi, Nick

Pro & Contra: Tiere im Zirkus?!

Samstag, 04. Juni 2016

Zirkus mit Pferdeshow und brüllendem Löwen oder doch lieber nur mit Clowns und Akrobaten? Was ist besser?

 

Pro

Elefanten, Löwen, Pferde – Tiere gehören für uns einfach zu einem Zirkusbesuch dazu! Es ist nun mal eine Tradition, dass die Artisten mit den Tieren arbeiten. Sie sind eigentlich nicht wegzudenken vom Zirkus.

Außerdem würde ein Zirkusausflug ohne Tiere überhaupt keinen Spaß machen, schließlisch sehen da kleine und große Zuschauer, wie lernfähig Pferde und Co. sind – und sie lernen sie etwas näher kennen, sowohl beim Auftritt in der Manege als auch in der Pause bei der Tierschau.

Außerdem würde man viele von den Tierarten sonst gar nicht in echt gesehen haben. Das Argument, allen Tieren ginge es im Zirkus schlecht, stimmt unserer Meinung nach auch nicht: Viele Zirkusse achten auch auf die argterechte Haltung und behandeln die Tiere nicht zwingend schlecht.

Und: Es gibt auch heimische Tiere wie Pferde oder Hunde in Schows, es müssen nicht immer Elefanten und Tiger sein. Deshalbf inden wir, dass Tiere im Zirkus eine gute Sache sind!

 

Contra

In den Zirussen werden leider immer noch viele Tiere falsch gehalten. Das heißt, die Tiere haben zu wenig Platz und sind immer im Käfig. Sie kriegen oft das schlechteste Futter und das billigste. Die Tiere haben viel Stress und das führt dazu, dass sie oft viel früher sterben als in der freien Natur.

Das liegt auch an den gefährlichen Kunststücken. Wenn Löwen etwa durch einen Feuerring springen müssen, können sie sich verbrennen. Früher wurden sehr oft Tanzbären gehalten. Das ist zwar zum Glück vorbei, aber auch heutzutage müssen Tiere leiden, nur um die Zuschauer zu belustigen. Das finden wir nicht gut.

Im Übrigen muss man ja nicht gleich den Zirkus abschaffen, schließlich kann Zirkus auch Spaß machen, wenn nur Menschen auftreten. Es gibt ja auch etliche Beispiele, wie abwechslungsreich Vorstellungen mit Akrobatik, Clown-Shows und Zauberern sein können! Dort hat man als Zuschauer ein gutes Gefühl und ist sich sicher, dass keine Tiere gequält werden.

 

 

 

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Jetzt bist du gefragt!

 

Sind Tiere im Zirkus ein Muss – oder sind Zirkusse ohne Tiershows besser?

 

Ergebnis der Abstimmung anzeigen


Photo by Steve Parker

Abenteuerliches Mediencamp

Montag, 11. April 2016

Wir machen Schlagzeilen!

2. Kinder-Mediencamp 30.3.-1.4.2016

 

 

Making Of_29 
Gemeinsamer Start am 1. Tag      
 
 
 
Feuerwehr_01
Zeitungsteam beim Interview mit dem Feuerwehrmann

 

31 junge Reporterinnen und Medienmacher zwischen 9 und 15 waren am Start beim 2. Kindermediencamp rund ums Thema „Mut und Abenteuer“ von Münchner Stadtbibliothek, Radio Feierwerk und Münchner Kinderzeitung in den Osterferien 2016.

 

handy-im-kanal(1)_Seite_4 
Comic des Onlineteams 
 
 
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Fotoserie „Wie mutig bist du?“
 
 
 
Die in den Teams RADIO, ONLINE und ZEITUNG entstandenen Filme („Tiere unter Strom“), Fotoreportagen („Haben Sie Mut, das zu tragen?“), Comics („Eklig, aber cool“), Interviews („Wenn die Katze brennt, fahren wir mit“), andere Geschichten  um „Abenteuertypen“ und „Geheimnisvolle Fingerabdrücke“ und vieles mehr
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Gasteig_Making Of_19 
Abschlusspräsentation am 3. Tag in der Black Box
 
 
Gasteig_Making Of_28
Musik von Ella Josaline
 
 
Gasteig_Making Of_21
moderiert von Checker Tobi
 
 
 
 

– jetzt nachzulesen und nachzuhören auf:

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Screen KMC

 

 

www.kindermediencamp.info

 

 

 

 

Flüchtlingen helfen – aber wie?

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Das Thema Flüchtlinge wird nicht nur bei den Erwachsenen diskutiert, sondern auch viele Kinder machen sich Gedanken darum, wie sie ihnen helfen können. Aber das ist meistens gar nicht so leicht, wie man meint.

Die Kinderredaktion hat sich mit Ronja und Thamina  getroffen, die sich beide schon länger für Flüchtlinge einsetzen, und hat sie nach ihren bisherigen Erfahrungen und Tipps für andere Kinder gefragt.

 

 

 

Wann kam denn die erste Idee, Flüchtlingen zu helfen?

Eigentlich kam die Idee Anfang März, aber wir haben erst Ende März angefangen, weil wir wenig Zeit hatten. Wir wollten anfangen, weil bei uns an der Messe Container für Flüchtlinge hinkommen.

Zuerst haben Ronja und ich im Internet nachgeschaut, was man denn so machen kann. Da haben wir uns gedacht, dass wir mal dorthin gehen könnten und was spenden. Dann sind wir mit meinen Eltern einfach mal hin, weil wir noch nicht wussten, dass es komplizierter ist und haben einfach was spenden wollen. Uns wurde dann aber gesagt, dass das nicht geht und dass man das erst an eine Zentrale schicken muss und das dann dort aussortiert werden muss und so weiter.

Und das war noch vor der großen Flüchtlingswelle im September.

 

 

Was wolltet ihr denn spenden?

Wir hatten Spielzeug, Bücher, Kuscheltiere, Klamotten und so etwas. Und dann haben Ronja und ich im Internet mal nachgeschaut, wo gesagt wird, dass das meiste gar nicht mehr gebraucht wird, was gebraucht wird und wo man das abgeben kann. Wir haben gesehen, dass alle etwas anderes schreiben und dass es nicht so einfach ist, wie wir am Anfang gedacht haben.

Mittlerweile gibt es ja verschiedene Internetseiten mit genauen Angaben, z.B. von der Diakonie: http://diakonia.de/spenden/sachspenden

Da hat sich in der Zwischenzeit vieles verändert!

Aber irgendwann haben wir dann festgestellt, dass das Spenden eigentlich nicht das ist, was sie wirklich brauchen, sondern eher dass man für sie da ist.

 

 

Wie ging es dann weiter?

Wir haben viel versucht, telefoniert und gemerkt, dass die meisten Sachen im Internet (wie z.B: www.fluechtlingshilfemuenchen.de) ab 16 Jahren sind, wir sind aber erst 14 Jahre alt.
Trotzdem haben wir nicht aufgegeben – und mit Unterstützung von u.a. einer Dame vom Kinder- und Jugendforum, die auch die Aktion „Starten statt Warten“ begonnen hat. Das war z.B. auf dem KiKS-Festival, wo man auch Sachen für zwei Heime bauen konnte, die Flüchtlinge wirklich brauchten.
Wir sind dorthin, haben was gemacht – und eine Beauftragte für ein Flüchtlingsheim kennengelernt.

Ich, Thamina, bin dann am letzten Schultag dahin und habe mit den Kindern so ein Zeugnis-Fest gehabt, da haben wir Cocktails gemacht und Kuchen gegessen und so als letzter Schultag für sie. Da hat denen halt gefallen, dass auch mal jemand anderes dabei war. In den Sommerferien sind wir dann auch ein paar mal hin und haben Waffeln gebacken und ein paar Spiele gespielt. Jetzt geht es allerdings eben nicht mehr, weil die Beauftragte nicht mehr da ist, die neue kennt uns noch nicht.

 

 

Also seid ihr immer noch mit dabei?

Ja, wir stehen auch in einem E-Mail-Verteiler, bei dem wir immer wieder erfahren, wie wir den Füchtlingen helfen können, z.B. konkrete Kleider- oder Spielzeugspenden, Deutschkurse leiten, etc.

Neulich war es so, dass man Spielzeuge reinigen musste, zum Beispiel. Das sind eigentlich so Aufgaben, die keinen Spaß machen, aber das hilft denen halt total. Da wird immer genau aufgelistet, was sie brauchen, damit nichts Unnötiges gespendet wird und man gezielt helfen kann.

Aber wir sind die einzigen Kinder im Verteiler. Das meiste ist aber eh erst ab 16, weshalb wir nur bei den Spenden mitmachen können.

 

 

Versteht ihr die Flüchtlinge und die euch?

Also in den Flüchtlingsheimen, in denen wir jetzt waren, konnten die alle deutsch, weil sie schon relativ lange dort waren. Die waren so zwischen 14 und 17, aber jünger eigentlich kaum, wenn, dann sind sie mit einem großen Bruder geflohen.

Aber in dem einen, wo wir die Sachen immer hingebracht haben, waren sie nicht so lange und konnten eben kein Deutsch oder Englisch. Mit denen haben wir nicht so viel kommuniziert, weil wir eben nur Sachen gebracht haben und eigentlich durfte man da auch gar nicht rein, weil alles abgesperrt ist.

 

 

Habt ihr noch Ideen, was ihr sonst für Flüchtlinge machen könnt?

Ganz am Anfang haben wir uns eine Liste gemacht, was wir alles könnten. Erst einmal wollen wir das alles machen bzw. es versuchen. Und dann können wir hoffentlich noch mehr machen.

Wir haben gemerkt, dass die Kinder vor allem sich über alles freuen, auch wenn man einfach hingeht und mit denen spielt, was wir in den Sommerferien ziemlich oft gemacht haben. Es ist für sie einfach total cool, weil die immer nur denselben Alltag haben.

Bei den Erstaufnahmestellen geht es denen aber schlechter als denen in den Unterkünften, in denen wir auch waren.

 

Und man kann in die Heime ja auch nicht einfach reinlaufen, oder?

Nein, das ist total streng. Meistens ist das mit einer Pforte, in der auch jemand drinnen ist, die meistens ziemlich unfreundlich sind. Einmal haben sie die ganze Zeit richtig frech mit mir geredet. Da fühlt man sich schon blöd.

 

 

Das ist auch die Erfahrung, die wir gemacht haben, dass da immer ein Erwachsener dabei sein muss. Das ist ziemlich frustrierend. Wie geht ihr damit um?

Ja, es gibt nicht viele Erwachsene, die wirklich darauf eingehen, aber dadurch, dass wir einfach ein bisschen Glück hatten und wir haben ja auch bei sehr vielen angerufen und die haben uns immer nur weitergeleitet und irgendwann haben wir dann doch die Richtigen gefunden.

 

Und wenn man jetzt auch Flüchtlingen helfen will, was hättet ihr dann für Tipps?

Wenn man niemanden kennt, an den man sich wenden kann, würde ich erst einmal im Internet, da gibt’s ja diese ganzen Listen, was man genau braucht und wo man das spenden kann, das würde ich auf jeden Fall machen, weil Spenden immer gut sind.

Aber wenn man was alleine machen will, dann würde ich eigentlich sagen, dass man versucht anzurufen bei den ganzen Leuten und irgendwann muss man es ja schaffen. Vor allem, wenn man immer sagt, wen man schon alles angerufen hat, dann werden sie immer etwas weicher. Am besten kann man sich an jemanden wenden, der eh schon hilft, vielleicht kann man mit dem was machen.

Es ist nicht einfach motiviert weiterzumachen, denn als Kind wird man oft nicht wirklich ernst genommen. Es klingt so leicht, aber das ist es nicht.

Aber zum Schluss lohnt es sich dann doch, also nicht den Kopf in den Sand stecken! Gemeinsam seid ihr stark, kämpft für eure Ziele!

 

 

 

Drei Münchner, drei kuriose Berufe!

Montag, 26. Oktober 2015

Vom Traum zum Beruf – drei Menschen aus München, die ihre außergewöhnlichen Berufe vorstellen.

 

DAVID KAMMERER

 

Kammerer_Foto_15072015

Street-Art-Beauftragter der Stadt München

 

So sieht mein beruflicher Alltag aus:

Zu meinen Aufgaben gehört es, Street-Art- und Graffiti-Künstler bei ihren Vorhaben in München zu beraten, erlaubte Flächen für Projekte zu gewinnen und neue Aktionen zu fördern. Auch Lobbyarbeit zählt dazu, also mit Menschen zu reden, die nicht immer dieselben Interessen haben, und zwischen ihnen zu vermitteln. Ziel ist es, dass neue Kunstwerke entstehen können.

 

So wurde ich das, was ich beruflich mache:

Ich hatte mich auf die Stelle beworben und habe mich in einem Auswahlverfahren durchgesetzt. Meine praktische Erfahrung kommt daher, dass ich seit über 30 Jahren unter dem Namen Cemnoz selbst aktiver Writer bin. Ich kenne also die Bedürfnisse der Szene. Ein diplomiertes Hochschulstudium – in meinem Fall als angewandter Grafiker an der Akademie der bildenden Künste München – gibt mir den theoretischen Hintergrund für die Arbeit in der Kunstförderung. Und jetzt gilt es, sich noch in die Verwaltung hineinzudenken.

 

Ich mag meinen Beruf, …
…weil er meine Berufung ist.

 

An meinem Beruf stört mich (manchmal) …

… mein eigener Tatendrang.

 

An diese kuriose berufliche Situation erinnere ich mich:

Ich bin ja erst seit Frühjahr im Amt Nachdem das Medieninteresse bei Antritt meiner Stelle sehr groß war, kam auch mein Sohn im Rahmen eines Praktikums bei der AFK auf mich zu, um einen kleinen Fernsehbericht über seinen Vater zu drehen. Seine professionelle Aufregung zu sehen und zu spüren war für mich erfreulich kurios.

 

 

ANGELA MÖGELE

 

Stuntfrau_Feuerstunt-Mac Steinmeier-Stuntshow Bavariafilmstadt

Stuntfrau im Stuntteam StuntMac GmbH

 

So sieht mein beruflicher Alltag aus:

Nach bereits im Vorfeld getätigten Besprechungen, Motivbesichtigungen und sonstigen Vorbereitungen beginnt mein Arbeitstag am Filmset folgendermaßen: Ich werde von der Maskenbildnerin haaretechnisch der Originalschauspielerin angeglichen. Hierfür bekomme ich meistens eine Perücke aufgesetzt. (mal kurz, mal lang, mal rot, mal schwarz, mal blond) Danach bekomme ich von der Kostümabteilung die identischen Kleidungstücke der Originalschauspielerin. Wenn nötig ziehe ich unter das Kostüm meine Schutzausrüstung, wie Ellebogen-, Knie- oder Rückenprotektoren. Danach beginnt die eigentliche Arbeit am Filmset. Ich beobachte die Originalschauspielerin in ihrem Bewegungsablauf, um dies dann bei meinem Actioneinsatz mit einzubeziehen. Ich spreche mit Regisseur und Kameramann und auf „Action!“ springe ich aus dem Fenster, vom Hausdach, falle die Treppe herab, brenne oder oder oder …

 

So wurde ich das, was ich beruflich mache:

Man wird eine gute Stuntfrau, indem man in einem professionellen Team über Jahre hinweg trainiert und ausgebildet wird, gute körperliche Fähigkeiten und einen starken Teamgeist mit sich bringt.

 

Ich mag meinen Beruf, …
weil ich mit meinen Stuntkollegen 100% an einem Strang ziehe; mein Arbeitsplatz jeden Tag woanders ist; meine Einsätze nie langweilig sind; ich mit meinem Körper arbeite; es nicht aufhört, spannend zu sein, meine eigenen Grenzen zu spüren.

 

An meinem Beruf stört mich (manchmal) …

dass es hin und wieder sehr lange Wartezeiten (bis zu 8 Stunden) am Filmset gibt, bis ich zum Einsatz komme.

 

An diese kuriose berufliche Situation erinnere ich mich:

Als Double für Michaela May musste ich vor einem sehr großen, echten Stier weglaufen. Am Ende ist der Stier extrem wild geworden und da der zuständige Tiertrainer in diesem Moment einen Kreislaufzusammenbruch erlitt, musste ich mir selbst helfen. Ich rannte in die vorhandene Heutenne mit dem Stier dicht auf den Fersen. Drinnen konnte ich über eine Holzbrüstung springen und das Eingangstor zur Scheune von außen mit meinem Kollegen schließen. Der Stier war gesichert und ich auch.

 

 

MARTINA SCHNECKE

 

KC Martina Schnecke

Alias „Dr. Ferdi“ – KLINIKCLOWNIN

 

So sieht mein beruflicher Alltag aus:

Nachdem wir uns beim Krankenhauspersonal informiert haben, ob es wichtige Dinge zu beachten gibt, klopfen wir an die Türen und fragen, ob wir hereinkommen dürfen. Dann geht es schon los mit der „Clownsvisite“ und das Spiel beginnt. Es gibt unendlich viele clowneske Möglichkeiten ein Zimmer zu betreten und in den Kontakt mit Patienten zu kommen – Clowns lieben auf jeden Fall den umständlichen Weg … und Seifenblasen.

 

So wurde ich das, was ich beruflich mache:

Ich hatte schon als Kind eine Leidenschaft für das Schauspielern. Bei einem Volkshochschul-Kurs vor 16 Jahren zum Thema Clownspiel entdeckte ich meine Freude an der Improvisation und dem für den Clown so typischen Spiel mit den Gefühlen. In der Freisinger Clownschule „Die Kunst des Stolperns“ lernte ich dann während einer ½-jährigen Grundausbildung auch die Arbeit der KlinikClowns kennen. Danach ging es weiter auf die tut-Clownschule und nach einer 3 ½-jährigen berufsbegleitenden Ausbildung durfte ich mich „staatlich anerkannter Clown und Komiker“ nennen. Dann ging’s in die „freie Wildbahn“: Ich spielte auf Sommerfesten, Geburtstagen, Weihnachtsfeiern und Märchenschiffen, entwickelte ein Kinderprogramm mit einer Duopartnerin und bildete mich als VHS Dozentin weiter, um selbst Clownkurse anzubieten. Seit 4 Jahren bin ich für den Verein KlinikClowns Bayern e.V. in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen tätig. Weitere Infos dazu gibt es übrigens hier: www.klinikclowns.de

 

Ich mag meinen Beruf, …
… als Klinikclown, weil ich gern mit Menschen kleine, wahrhaftige Momente des Lebens teilen mag. Ob sie schwer sind oder leicht.

 

An meinem Beruf stört mich (manchmal), …

… dass einige Menschen durch die Medien und Horrorfilme eine gruselige Vorstellung vom Clown bekommen haben. Sie denken, dass er hinter seiner Maske Schreckliches verbirgt. Ich freue mich dann aber, wenn sie mich kennenlernen dürfen.

 

An diese kuriose berufliche Situation erinnere ich mich:

Neulich besuchte ich mit Clownskollegin Lili einen Flüchtling im Kinderkrankenhaus. Er staunte, als er uns sah, und verbeugte sich höflich vor uns. Da verbeugten wir uns auch und weil wir uns sprachlich nicht verständigen konnten, verbeugten wir uns

abwechselnd gefühlte 1000 Mal! Dann spielten wir zu dritt ein immer stürmischer werdendes Luftballonspiel. Alles ohne Worte. Bis die Schwester kam und zu dem Jungen auf Englisch sagte: „Jetzt ist’s aber Zeit für deinen Deutschunterricht!“