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Mädchen & Jungs

Montag, 02. März 2015

Mädchen

 

Klischee

Mädchen sind Engel, ganz klar: unmenschlich klug und bildschön. Keine Meinung, sondern Fakt. Typisch für Mädchen sind Schminke und Frisur, Reinlichkeit ist angesagt.
Dafür stehen sie um 4 Uhr in der Früh auf, denn das alles macht sich ja nicht von selbst. 10 mal am Tag muss das Make-up nachgetragen. Anfassen ist tabu, denn sonst – Oh, mein Gott! – verschmiert es!
Fett, so nennen sie sich, die Süßen, aber Sport machen sie
ja eh weniger als Jungs. Immer nur 5 Frauenliegestütze.
Und selbst das ist so anstrengend, dass sie sich weigern,
sich ohne Dusche nach dem Schulsport umzuziehen.

Wirklichkeit

Doch: Moment mal!
Von wegen Engel: Frauen können auch ganz schön rumzicken. Dass Mädchen sich fett nennen, liegt übrigens oft nur daran, Aufsehen erregen zu wollen. Mehr ist da nicht dran. Zugegeben: Im Gegensatz zu Jungs
können Mädchen rein biologisch weniger Muskeln
aufbauen. Was nicht heißt, dass Mädchen keinen Kampfsport machen (wie unser Cover-Mädchen Julchen!)
oder klettern, wo man ja auch viel Kraft braucht. Alles
eine Frage der Übung!

 

Jungs

Klischee

Jungs sind das genaue Gegenteil, also: Teufelchen. Sie
kümmern sich null um ihr Aussehen. Duschen ist das
letzte, woran Jungs denken, das hält ungebetene Besucher
fern. Mode?! Kennen sie nicht, wozu auch? Sie
ziehen eh immer das Gleiche an. Genauso wenig haben
sie je von einer Querf löte oder Harfe gehört. Für Jungs
gibt es nur Heavy Metal oder Hip-Hop. Und zum Essen
kommt ausschließlich Fastfood in die Tüte. Sie müssen
ja auch nicht wie die Mädchen auf ihre Figur achten.

 

Wirklichkeit

Jungs sind eigentlich auch anders als so oft behauptet.
Sie gehen auch mal gerne reiten (wie unser Cover-
Junge Julius!) und kümmern sich sogar manchmal mehr
um das Aussehen als Mädchen. Ich kenne viele Jungs,
die sich alle zwei Minuten über die Haare streichen.
Und: Wusstest du, dass die meisten berühmten Köche,
Stylisten und Musiker Männer sind? Dass sie besser
Blasinstrumente spielen können, liegt zum Beispiel an
ihrer ausgeprägteren Lunge. ~  Anna

 

Meinungen:

Mir gefällt es, ein Junge zu                                
sein. Morgens mache ich nur
kurz den Schrank auf und
ziehe einfach irgendwas an,
ohne groß zu überlegen! ~ Destin

 

Wenn ich ein Geschwisterchen
bekommen würde, dann hätte
ich lieber eine Schwester,
damit ich sie als Klamotten-
Model benutzen kann. ~ Salome

 

Mädchen machen mehr auf „best
friends” (beste Freundinnen) und beweisen
sich mehr, wie gern sie sich
haben, indem sie sich zum Beispiel
„Hab dich lieb” als SMS schreiben. ~ Charlotte

 

Jungs dürfen heulen, aber nicht,
wenn es nur halb so schlimm
ist. Bei echten Schmerzen
oder echter Traurigkeit darf
man auch als Junge weinen. ~ Jasper

 

Schreib uns ihr deine Meinung zum Thema „Typisch Jungs – typisch Mädchen!“

 

Hip-Hop lernen im Internet

Sonntag, 01. März 2015

Um einen Freeze so hinzubekommen wie Khao von der Kamikaze-Crew aus dem Kinder- und Jugendtreff Zeugnerhof braucht es schon etwas Übung – und Training in der Gruppe.
Wie du auch zuhause üben kannst oder einfach ausprobieren, ob Hip-Hop-Tanzen oder Breakdancen etwas für dich ist, erfährst du hier, von Annabell:


Auf Youtube findet ihr viele Tutorials, also Videos, in denen jemand langsam und nacheinander Tanzschritte zeigt. Diese werden oft wiederholt und erklärt. Entweder mit oder ohne Musik kann man gleichzeitig mitmachen, um sich alles besser zu merken. Das Ganze muss man oft üben und schnell umschalten können. Daher solltet ihr euch die Filme öfter anschauen. In dem Video, das ich mir angesehen habe, ging es um Arm- und Fingertricks, die man in seinen Tanz einbauen kann. Es hat viel Spaß gemacht, dauert aber etwas, bis man es drauf hat. Macht es doch einfach nach und schaut mal hier rein (klick)

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Mein Tip: www.fiwitu.tv

Rappen & Beatboxen

Sonntag, 01. März 2015

Wir von der Kinderredaktion haben Wegar getroffen, im Soundstudio des Zeugnerhofs. Hier entstehen seine Raps, die er aufnimmt, mit Beats unterlegt oder mit Samples (also Ausschnitten aus anderen Liedern) mischt. Alleine oder mit seinen zwei Freunden – und einem, der die Beats macht, also die Hintergrundmusik für den Rap. Gina, Annabell, Fanny

RAPPEN

Seit wann rappst du?

Seit ich klein bin, höre ich Rap-Musik. Dann habe ich hier im Haus, beim David, an einem Rap-Workshop teilgenommen. Da war ich 15 Jahre alt und bin seitdem dabei geblieben.

 

Was bedeutet Dir das Rappen?
Für mich ist Rappen ein Hobby. Die Texte, die ich schreibe sind wie ein Tagebuch, mit denen ich z.B. das ausdrücke, was mich gerade bedrückt. Das Rappen ist dann wie ein Ventil.

 

Gibt’s auch Mädchen, die auch rappen?
Ich kenne keins, aber es gibt natürlich welche. Mädchen singen eher. Mit einer guten Freundin von mir habe ich auch schon etwas gemeinsam aufgenommen, sie sing, ich rappe.

 

Das ganze Interview könnt ihr hier in Kürze lesen – sorry, auch unsere Redaktion ist vom Grippevirus befallen. Wir bitten noch um etwas Geduld dafür gibt’s hier schonmal eine Mini-Info vorab, über das Beatboxen:

BEATBOXEN

Annabell, Sophie
Man macht dabei Geräusche mit dem Mund, der Nase oder dem Rachen. Das Mikrofon ist dabei sehr nah am Mund und manche decken es auch mit den Händen ab. Die Musik klingt wie vom Computer, ist aber selbstgemacht, und dient als Hintergrund zum Gesang oder als Takt zum Tanzen.

 

 

Mach mit bei Kids in Fashion

Sonntag, 01. März 2015

Designwettbewerb
für Kinder und Jugendliche

Wer hat Lust, ausgefallene Mode-Ideen zu entwickeln, eigene Kleider, Hosen oder Shirts zu entwerfen? Die besten Ideen werden von Modeschülerinnen und Kostümbildnern umgesetzt und von jugendlichen Models in einer professionell choreographierten Modeshow in Wien präsentiert. Die Preisträger werden zur Modenschau im Oktober 2015 nach Wien eingeladen.
Entwürfe für die neue Wettbewerbsrunde können gezeichnet, gemalt, gesprüht, geklebt oder am Computer erstellt werden (DIN A4-Format). Auf der Rückseite muss der Entwurf mit Namen, Adresse und Alter versehen sein.

 

Einsendeschluss: 15. Juni 2015
Kultur & Spielraum e.V.,
Ursulastraße 5
80802 München

Alter: 11—17
Infos: Tel. 34 16 76

Kids in Fashion_Medientipp_MUEK 29Kids in Fashion Wien ist ein Wettbewerb für Modevisionen von Kindern und Jugendlichen und Österreichs größtes Jugendkulturprojekt. Bereits zum siebten Mal gibt es im Rahmen von Kids in Fashion Wien eine eigene München-Kategorie. Und hier kannst du nachlesen, wie es für vergangene Preisträger war, nach Wien zu fahren. Klick auf das Bild!

Interview mit dem Rico & Oskar-Erfinder

Sonntag, 01. März 2015

Wir von der Kinderredaktion haben den berühmten Kinder- und Jugendbuchautor Andreas Steinhöfel getroffen. Lest hier den zweiten Teil des Interviews, den ersten Teil findet Ihr in der aktuellen Münchner Kinderzeitung.

Salome: Warum schreiben sie nur für Kinder und Jugendliche?

Weil ich es kann, so platt wie das klingt. Ich habe damals aus Jux angefangen, dann hat es Spaß gemacht und ich habe weitergemacht. Ich habe das nie groß hinterfragt. Jetzt schreibe ich aber gerade etwas für Etwas für Erwachsene.

Salome: Machen sie noch etwas anderes als schreiben? 

Ich arbeite auch als Übersetzer, Englisch – Deutsch. Früher viel mehr, weil ich das Geld gebraucht habe. Jetzt nur noch wenig und wenn dann, weil es mir Spaß macht. Das Übersetzen ist gut für mich ist, in Zeiten, wo es mit dem eigenen Schreiben nicht so läuft, und weil ich auf dem Übersetzermarkt bleiben will, falls es mal wirtschaftlich bergab geht. Ab und zu mache ich noch Drehbücher.

Steinhoefel01

Julius: Kann man mit Schreiben Geld verdienen?

Also wenn du dir später keine Sorgen machen willst, wie du deine Miete bezahlen willst, solltest du nicht Schriftsteller werden. In der Regel können die Leute nicht davon leben, da brauchst du immer einen Nebenberuf, so wie ich Übersetzer. Wenn du dann berühmt bist und Glück hast, dann geht’s, vorher nicht.  

Charlotte: Wann können Sie am Besten schreiben, zu welcher Tageszeit?

Wenn ich gerade an einer Geschichte dran bin, versuche ich schon jeden Tag zu schreiben. Das geht früh morgens los, spätestens um 8 Uhr und wenn ich nach 2 Stunden merke, heute geht nichts, dann kann ich es knicken. Früher habe ich versucht weiterzuschreiben, aber das war verlorene Zeit. Jetzt lass ich es bleiben und mache lieber irgendwas, z.B. gehe in den Garten und wurschtle da rum. Wenn das Schreiben aber richtig gut läuft, dann bleibe ich auch dran. Manchmal bis spät in die Nacht. Dann schlafen, aufwachen, weitermachen. Ziemlich balla balla. Leider sind die Gartenphasen länger als die Balla-Balla-Phasen.

 

Rico, Oskar

Salome: Wer macht die Bilder zu ihren Büchern?

Bei den Rico-Bänden wie auch bei Anders, war es der Zeichner Peter Schössow. Der ist toll. Ist euch das schon mal aufgefallen? Nur Rico und Oskar sind abgebildet, nie irgendeine der anderen Figuren. Und beim neuen Buch, hat er zu jedem Kapitel nur den Ort abgebildet, wo die Geschichte gerade spielt. Das finde ich extrem cool, der macht tolles Zeug.

Salome: Spricht man sich da ab, also der Autor mit dem Illustrator? 

Sagen wir mal so. Wenn ich mit jemandem extrem guten und berühmten wie Peter Schössow zusammenarbeite, dem sage ich nicht: Das Bild ist scheisse. Den lasse ich machen, was er machen will. Das war beim Rico-Film genauso. Ich mache die Leute machen, die wissen schon was sie tun und können. Mehr als ich, weil ich bin ja kein Filmemacher oder Zeichner, ich habe ja keine Ahnung davon.

Destin: Gibt’s da auch mal Ärger?

Rico gab es zwei Stellen, die ich umschreiben musste, weil sie nicht zu den Bildern von Herrn Schössow passten. Ich erinnere es nicht mehr genau, aber bei der Krankenhausszene, ich sag jetzt mal: Auf dem Bild war ein Nachtisch-schränkchen, mit einer Vase Tulpen. Und im Buch waren Rosen. Da bin ich zum ihm hin, aber Herr Schössow meinte: Nee, das ist falsch. Bei mir sinds Tulpen, dann sind jetzt bei dir auch Tulpen. Da denk ich mir meinen Teil  – aber letztlich habe ichs bei mir geändert, weil ich genau wusste, es gibt Mord und Totschlag. Und mir brichts keinen Zacken aus der Krone, wenn ich jetzt aus Rosen Tulpen mache. Aber bei ihm hätte es das ganze Bild zerstört, die Komposition, also wie die Teile zusammenpassen. Peter ist dann auch sehr eigen und das ist ja auch okay. Für mich war es kein Problem den Text zu ändern.

 Julius: Und wann wäre es für sie ein Problem?

Es wäre aber zu einem echten Problem geworden, wenn meine Rosen für etwas gestanden hätten. Es gibt ja die sogenannte Blumensprache, also wenn man etwas ausdrücken möchte und die Blumen stehen für etwas, z.B. Rosen stehen für Liebe und Veilchen stehen für Treue. Wenn Du also ein deinem Text was schreibst, wo du die Gefühle in der Blume versteckst, wollte, z.B. weil ich zeigen wollte, dass die einander treu sind und sich deswegen Veilchen schenken. Und SChössow zeichnet Buschwindröschen. Dann wäre ich durchgedreht, weil das ja meine ganze Botschaft zerstört. Wenn er dann immer noch keine Veilchen zeichnen wollte, dann hätte ich lieber gesagt, mach gar keine Blumen, zeichne irgendwas anderes, wo man die Blumen gar nicht sieht. Aber so war es ja zum Glück nicht. Für mich hatten die Blumen auf dem Nachtisch bei Oskar keine Bedeutung.

 

Pro & Contra: Gemeinsamer Sport

Sonntag, 01. Februar 2015

Pro

 

PRO1

Wir sind für einen gemeinsamen Sport-Unterricht von Mädchen & Jungs

 

Wir finden Mädchen und Jungs sollten zusammen Sport machen, denn das stärkt die Klassengemeinschaft. Man macht Sachen gemeinsam und vor allem hat man zusammen Spaß! Für die meisten sind die Sportstunden toll. Natürlich gibt es bestimmte Dinge, die Jungs nicht so gut können z.B. Turnen oder Tanzen, aber wiederum gibt es auch Sachen, die Mädchen nicht so gut können, z.B. kraftaufwendige Übungen oder so. Das gleich sich doch aus! Natürlich ist das von Typ zu Typ anders, manche Mädchen spielen gerne Fußball, manche Jungs tanzen gerne Hip-Hop. Das einzige, das ich möchte, wenn Mädchen und Jungs zusammen Sport haben, ist, dass sie getrennte Umkleidekabinen haben.

Wenn es dann doch manche gar nicht wollen, kann man ja eine Lösung findet, die z.B. so aussieht: einmal in der Woche haben alle zusammen Sport. Die anderen zwei Stunden Sport sind getrennt oder, dass es bestimmte Freizeit-Angebote gibt, wo sich Mädchen und Jungen unabhängig von der Schule, da eintragen können, wo sie wollen. Das wäre eh das Beste!

 

Julia & Anna

 

 

 

 

 

Contra

CONTRA1

Wir sind gegen einen gemeinsamen Sport-Unterricht von Mädchen & Jungs

Es gibt Sachen, wie Fußball, die Jungen mögen und können – und auch einige Mädchen. Doch ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Jungen besser in Fußball sind als Mädchen. Einfach weil man das von Jungs „erwartet“. Jeder hat schon mal gekickt, selbst wenn er nicht im Verein ist. Daher können Lehrer eigentlich keine gerechten Noten geben. Dafür sind viele (nicht alle) Jungs in Tanzen nicht so gut. Da wäre es doch auch unfair, wir würden dafür bestraft. Dadurch, dass Mädchen und Jungs getrennt sind, minimiert sich auch die Zahl der Schüler, sodass die Lehrer einen besseren Überblick haben und besser auf Einzelne eingehen können. Und jede/r kommt bei Übungen öfter an die Reihe.

Beim gemeinsamen Sportunterricht werden die Mädchen meist von den Jungen überschattet. Durch die Trennung können die Mädchen zeigen wie sportlich sie sind oder sie trauen sich mehr zu, z.B. beim Ballwurf. Man kann ja trotzdem gleichzeitig Sport haben. So können durch die Trennung auch mehr Lehrer angestellt werden: gut gegen Arbeitslosigkeit!

 

Hung & Moritz

 

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Jetzt bist du gefragt!

 

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Mehr als nur Konsumtempel

Montag, 08. Dezember 2014

In der Vorweihnachtszeit sind sie besonders gefragt: Einkaufszentren. Dorthin geht man – na, klar – zum Einkaufen. Doch manchmal will man das selbst gar nicht. Mal nerven die Eltern, weil sie noch dies und das besorgen wollen. Mal will man sich einfach nur mit Freunden treffen und nach neuesten Trends schauen, ohne gleich Geld auszugeben.

Daher hat die Kinderredaktion verschiedene Einkaufszentren in München getestet, wie sie so sind und ob wir uns hier wohlfühlen.

 

Mira

So kommt man hin:

Direkt am U-Bahnhof Dülferstraße gelegen. Dorthin fahren die U2 und die Busse 60 und 141.

 

So groß ist es:

22 000 Quadratmeter

 

So viele Geschäfte gibt es:

68
Das Mira ist mittelgroß, aber man findet alles, was man braucht – von Mode und Accessoires über Krimskrams- Läden bis zum Elektro- und Games-Geschäft. Das Beste daran: Hier kann man ganz in Ruhe schauen.

 

Extra für Kinder:

ein kleiner Spielwarenladen

 

Sitzgelegenheiten:

Das Highlight ist ein Brunnen mit 15 Meter hoher Fontäne. Ringsherum kann man gut gechillt sitzen und auf jeder Ebene heruntersehen.

 

Und sonst?

Für Kinder gibt es jetzt nicht so viel, aber es ist alles entspannt hier. Außerdem sind die Leute nett und man kann in Ruhe abhängen.

Gesamtbewertung:

* *

            Einkaufszentrum_Mira_München_Nordheide-1

Pasing Arcaden

So kommt man hin:

Direkt am SBahnhof Pasing gelegen, hin geht’s mit der S3 / S4 / S6 / S8 und S 20, RE, der Tram 19 und versch. Bussen.

 

So groß ist es:

63 000 Quadratmeter
So viele Geschäfte gibt es: 143
Da ist die Auswahl riesig und die
Mischung gut!

 

Extra für Kinder:

Im Playmobilund
Legoladen kann man selbst bauen. Plus: Der Hugendubel lockt mit Leseecke und Teddys
zum Spielen.

 

Sitzgelegenheiten:

Gibt es verteilt über die Gänge, mit kostenlosem
WLAN und Steckdosen zum Auf laden. Auch draußen kann man sich gut aufhalten, es gibt sogar einen Spielplatz.

 

Und sonst?

Im Parkhaus kann man
sich ein Kinderfahrzeug ausleihen, es gibt ein Ballbad für Kleine, Fahrgeschäfte im Kiddieland und ein Kinderkino, wo aber eher Jugendliche abhängen, um ungestört zu sein. Gut finden wir den kostenlosen Trinkbrunnen und niedrige Waschbecken im Toilettenbereich.

Gesamtbewertung: 

* * * *

 

asw-pasing-arcaden-04

Riem
Arcaden

So kommt man hin:

Direkt am U-Bahnhof Messestadt-West gelegen. Dorthin fahren
die U2 sowie die Busse 139 / 189 / 263 und 264.

 

So groß ist es:

46 500 Quadratmeter

 

So viele Geschäfte gibt es:

128
Die Geschäfte sind sehr schön verteilt, es gibt zu jedem Thema etwas und eine gute Auswahl. Bei der Kleidung ist für jung und alt gesorgt, ebenso für den kleinen und großen Geldbeutel.

 

Extra für Kinder:

Ein Legoladen! Eine nette Kinderecke im Hugendubel! Sitzgelegenheiten: In den breiten Gängen gibt es viele schöne Bänke. Überall gibt’s kostenloses Wlan. Die Kuppelfenster spenden zumindest etwas Tageslicht.

 

Und sonst?

Wir Älteren fühlen uns hier wohl. Für die Kleineren gibt es nicht so viel, außer, und das ist toll: Toiletten mit niedrigen Waschtischen und einen echt schönen Wickelund Stillraum für Babys.

Gesamtbewertung:

* * *

 

RiemArcaden_aussen_re

Mona 

So kommt man hin:
Direkt am U-Bahnhof Olympia Einkaufszentrum gelegen.
Dorthin fahren die U1 / U3 sowie die Busse 50 / 60 / 143 und 175.

 

So groß ist es:

7700 Quadratmeter

 

So viele Geschäfte gibt es:

23
Zwar gibt es in dem neu eröffneten Mini-Zentrum nur wenige Geschäfte, dafür sind die riesengroß, etwa das Elektro-Geschäft. Generell gibt es nichts für Kinder oder Jugendliche, außer aktuell eine Ausstellung von Moosacher Kindern, die das Mona malten.

 

Sitzgelegenheiten: keine

 

Und sonst?

Nix. Das Mona ist nicht so schick und modern wie das OEZ um die Ecke und stellt auch keine Konkurrenz dar. Wir können es Kindern nicht empfehlen!

Gesamtbewertung:

*

mona2

Test und Text:
CHARLOTTE, GEORGI, GINA, LUIS, MARINA, MORITZ UND SELINA
Online: VERENA REICHERT

Denksportaufgaben

Montag, 01. Dezember 2014

3 Bilder, 1 Wort

Du liest: einen Buchstabensalat. Du siehst: drei Bilder.
Die haben eine Sache, einen Begriff gemeinsam.
Und die Buchstaben des Lösungsworts sind im „Salat“ mit drin.
Es gibt aber noch ein paar zusätzliche, die nur zur Verwirrung dienen.
Um eine andere Verwirrung auszuschließen:
die 4 Dreier-Banden hängen NICHT mit einander zusammen –
es ist also immer ein eigenes Lösungswort gesucht.

 

 

 

DreiWoerterEinBild_gesamt

 

 

Hier kommt die Lösung:

DreiWoerterEinBild__BIRNE

 -> Birne

DreiWoerterEinBild_LANG

-> lang

DreiWoerterEinBild_LÄUFER

-> Läufer

DreiWoerterEinBild_KORB

-> Korb

 

Google- Gaudi

Sinnlos im Internet rumsurfen ist manchmal
gefährlich, nämlich wenn du auf komischen
Seiten landest. Also lass es lieber! Was aber
Spaß macht: Einfach bei Google oder einer anderen
Suchmaschine Satzanfänge einzugeben
– und zu schauen, wie sie ergänzt werden,
z.B. „wenn mir langweilig ist“ oder „warum ist
das“. Was da rauskommt, ist nicht immer, aber
oft echt lustig. Auch ohne auf die entsprechenden
Seiten zu klicken!

Übrings:
hier ist noch ein google Tipp ->

google doch mal : „ende des Internets“
und schau, was passiert

 

Interview mit der IMMA

Freitag, 28. November 2014

Geheimnisse können auch etwas Belastendes sein.
Das weiß auch Angelika Bauer, Sozialpädagogin und Beraterin in der Beratungsstelle der IMMA für Mädchen
und junge Frauen, nur zu gut.

In einem Interview mit unseren Reporterinnen erzählt sie von den Problemen und Fragen der Mädchen, die zu ihr kommen.

 

MÜK: Mit welchen Problemen kommen Mädchen zu euch?

Angelika Bauer: Zu uns kommen Mädchen, die in einer schwierigen Situation sind, sie haben also ein Problem oder eine Frage, die sie lösen möchten.

Es kommen Mädchen ab fünf bis sechs Jahren, die etwas erlebt haben, dass ihnen nicht gut getan hat. Zum Beispiel weil sich die Eltern zu Hause sehr stark streiten, teilweise auch so stark, dass die Polizei kommen musste, weil es für einen Elternteil gefährlich wurde. Es ist oft so, dass der Vater gewalttätig war, aber es kann durchaus auch vorkommen, dass die Mutter gewalttätig wurde. Das ist eher ein Thema bei den kleineren Mädchen.

 

Mädchen ab zehn bis zwölf Jahren kommen oft, weil sie zum Beispiel Sachen in der Schule erlebt haben, die ihnen nicht guttun und sie sich nicht mehr konzentrieren können. Zum Beispiel Mobbingerfahrungen, wenn Kinder eine Außenseiterposition haben, Sachen hören, die sie sehr verletzten oder mit dem Handy Nachrichten bekommen, die ihnen wehtun.

Dann kommen Mädchen zwischen zwölf und 13 zu uns, die sich mit den Eltern streiten, sich zu Hause nicht mehr wohl fühlen, weil die Eltern sehr streng sind oder sich gar nicht um das Mädchen kümmern und es auf sich alleine gestellt ist, weil es keinen Ansprechpartner zu Hause gibt. Es gibt auch Mädchen, die sich nicht trauen, nach Hause zu gehen, weil sie Angst vor dem haben, was sie dort erwartet.

 

Die älteren Mädchen, ab 15-16 Jahren haben eher Probleme, wo sie merken, dass bei ihnen etwas nicht stimmt, weil sie sehr oft traurig sind, was man Depression nennt. Oder wenn sie etwas Blödes erleben und sich als Folge verletzen, also sich schneiden, um sich zu spüren. Die Mädchen wollen sich eigentlich nicht verletzen, und es soll auch niemand mitbekommen, allerdings sieht man die Wunden oft und das Mädchen wird darauf immer wieder angesprochen. Oft wissen die Mädchen nicht, was sie darauf antworten sollen und kommen dann zu uns in die Beratungsstelle und erzählen, dass ihre Freundinnen die Verletzungen gesehen haben und wissen wollen, warum sie das gemacht hat, aber sie kann es ihnen nicht erklären, weil sie es selbst nicht weiß. Dann schauen wir, einen Weg zu finden, wie sie besser davon erzählen kann, wie sie mit der Mama oder dem Papa darüber reden kann usw.

 

Die ältesten Klientinnen sind junge Frauen bis zu 27 Jahren, da ist das Thema oft eine  Schwangerschaft, also wenn eine Frau ein Baby erwartet, aber es eigentlich nicht will und nicht weiß, was sie machen soll, wenn sie Mutter ist. Außerdem kommen junge Frauen zu uns, die zum Beispiel abends ausgegangen sind und ein Mann sie plötzlich berührt hat an Körperstellen, wo sie nicht berührt werden wollte. Das nennt man dann einen sexuellen Übergriff und das ist sehr belastend für die Frauen, dass sie sich z.B.  darum nicht mehr trauen am Abend raus zugehen. Diese Frauen kommen dann zu uns, um zu schauen, wie sie das Erlebte verarbeiten können und wie sie sich verhalten können, damit  sowas nicht mehr passiert.

 

MÜK: Kommen auch die Geschwister mit oder kommen die Freundinnen von ihnen mit?

Angelika Bauer: Es kommt ganz oft vor, dass Mädchen mit ihrer besten Freundin hier her kommen oder Freundinnen dem Mädchen erzählen, dass es so etwas wie eine Beratungsstelle für Mädchen gibt und ihre Freundin hier her bringen oder ohne sie kommen. Dann erzähle Ich ihnen, was wir hier in der Beratungsstelle für Angebote haben und dass es eigentlich besser ist, wenn das Gespräch zu zweit (mit Mir) und dem Mädchen weitergeführt wird. Die Freundin draußen kann dann eine halbe Stunde draußen warten oder spazieren gehen, denn meistens ist es sinnvoll, wenn das Mädchen mit mir alleine spricht.

 

Geschwister hatten wir auch schon da, diese können aber nicht bei derselben Beraterin beraten werden können, dass eine Mädchen könnte dann eben zu mir und die Schwester zu einer anderen Beraterin. Genauso ist es, wenn eine Mutter mit ihrer Tochter in die Beratung kommt.

 

MÜK: Rufen auch manchmal Freundinnen von der Betroffenen, um ihrer Freundin zu helfen?

Angelika Bauer: Es kommt ganz oft vor, dass eine Freundin oder eine Tante, eine sogenannte Bezugsperson bei uns anruft wegen einem Mädchen, in dem Fall sagen wir: Kommen Sie doch mal mit dem Mädchen vorbei, wir können einen Termin für die Beratung vereinbaren und schauen, wo und wie wir weiter helfen können. Es kostet für die Bezugsperson Überwindung, hier anzurufen und zur Beratungsstelle zu kommen. Wir erklären, was sie bei einer Beratung erwartet, dass es zum Beispiel kostenlos ist, dass sie eine einmalige Beratung oder mehrere Beratungen in Anspruch nehmen können.

 

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MÜK:  Wie alt sind denn die meisten Mädchen, die hier her kommen?

Angelika Bauer: Das ist ziemlich gemischt. Etwa 10% sind zwischen fünf und zehn Jahre alt, die meisten sind zwischen zwölf und 17 und wiederum weniger über 20 Jährige. Es kommen aber auch viele Fachkräfte, SozialarbeiterInnen und LehrerInnen, die Fragen zu einem Mädchen haben, mit dem sie arbeiten.

 

MÜK: Wie viele Mädchen kommen so am Tag?

Angelika Bauer: Ich habe zwischen fünf und 6 Kontakte, also Termine mit Mädchen am Tag.  Allerdings habe ich noch fünf Kolleginnen, die ja auch Kontakte haben. Insgesamt gehen bei uns 40-50 Personen in der Woche ein uns aus.

 

MÜK: Ihre Öffnungszeiten beginnen auch schon vormittags. Aber um 10 Uhr können ja nur ältere kommen, die nicht in der Schule sein müssen. Oder kommen auch Kleinere, die so verzweifelt sind, dass sie nicht mehr in die Schule gehen?

Angelika Bauer: Es kommt vor, dass eine Schulsozialarbeiterin mit dem Mädchen zu uns in die Beratung kommt. Leider ist es nicht möglich, dass das Mädchen eine Schulbefreiung bekommt, um z.B. jede Woche während der Schulzeit zu uns zu kommen. Das liegt allerdings an der Aufsichtspflicht, da die Schule von 8-mindestens 1 die Aufsichtsplicht hat und sie allein zur IMMA schicken kann. Aber sonst, da hast du Recht, kommen vormittags eher die älteren Mädchen und Frauen, die keine Schule haben. Nachmittags ab 15 Uhr kommen dann eher die jüngeren Mädchen, aber wir haben beobachtet, dass durch den Nachmittagsunterricht, die Mädchen oft erst später kommen können, so haben wir schon oft auch Termine um 18 oder 19 Uhr vergeben, auch wenn das nicht die Regel ist.

 

MÜK: Woher wissen die Mädchen, dass es die Beratungsstelle gibt?

Angelika Bauer: Im Herbst haben wir eine große Kampagne gestartet, damit möglichst alle wissen, dass es uns gibt, Wir haben zum Beispiel in der U-Bahn Banner und Plakate, in den Schulen (vielleicht eher nicht in den Grundschulen)müssten viele Plakate von uns hängen. Außerdem gibt es immer wieder Artikel in den Zeitungen. Es gibt auch vom Stadtjugendamt immer wieder Angebote, wie Fortbildungen, die dafür sorgen, dass wir in München bekannt werden. Aber da könnte man noch viel mehr machen, damit uns wirklich alle kennen.

 

MÜK: Kommen die Mädchen hier freiwillig zu Ihnen?

Angelika Bauer: Ich kann es nicht immer nachverfolgen, woher der Impuls kam und wer die Idee hatte, hier her zu kommen. Aber oft ist es tatsächlich so, dass das Mädchen den Rat von jemand andrem bekommen hat, dass sie doch hier her kommen soll. Dementsprechend kommt das Mädchen dann mit gemischten Gefühlen, also meist halb freiwillig zu uns. Aber es gibt einen wichtigen Teil  der Beratung, wo Ich ihr erkläre, wie es hier abläuft, was sie hier erwarten kann und was nicht möglich ist. Ich sage ihr auch, dass die Beratung freiwillig stattfinden soll. Es bringt wenig, wenn sie hier unter Druck ist und nur da ist, weil sie jemand damit einen Gefallen tut. Das macht keinen Sinn und ist nicht hilfreich. Wenn sich das Mädchen aber dann darauf einlassen kann und sagt:  „Ja, es macht Sinn, dass es mir bald wieder besser geht, komme ich hier her.“ Dann ist die Freiwilligkeit gegeben

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MÜK: Es sind ja viele Spielsachen im Raum. Wird mit dem Mädchen oft gespielt, um sie „weich“ zu bekommen?

Angelika Bauer: Es ist in der Tat so, dass viele Spiele hier gespielt werden. Ich spiele sehr gerne und habe das auch beruflich gemacht. Das Spiel ist eine Methode aus der Spieltherapie, um mehr heraus zu finden. […] Ich bin jetzt keine Therapeutin, sondern Sozialpädagogin mit Beraterinausbildung und dennoch bin ich total davon überzeugt, dass man beim Zeichnen oder Spielen anders mit der Betroffenen zusammen sitzen kann, weil es löst und entspannt. „Weich bekommen“ würde ich es nicht nennen, aber du hast im Prinzip Recht, sie werden einfach lockerer, trauen sich mehr zu und trauen sich, mir etwas zu erzählen, was sie sich sonst nicht getraut hätten. Ganz oft, wenn ich mit Mädchen etwas Male oder Bastle, dann fällt es ihnen wirklich leichter, als mir im Gespräch gegenüber zu sitzen, was auch mal steif sein kann.

 

MÜK: Was machen Sie mit den Größeren, die nicht mehr spielen?

Angelika Bauer: Dann sind die Gespräche sehr gesprächsbasiert. Ich stelle viele Fragen, um genau zu verstehen, worum es dem Mädchen geht, ich versuche ihr Anliegen durch meine Fragen zu erkennen. Dann gibt es Übungen und Möglichkeiten, wie man zu einer Lösung kommt. Zum Beispiel würde ich ein jugendliches Mädchen fragen, dass ganz viel Stress und Streit mit ihrem Freund hat und vielleicht sogar Gewalt dabei eine Rolle spielt, ob sie vielleicht früher schon mal ähnliches erlebt hat. Ihre Erlebnisse würde ich dann auf Karten scheiben und auf den Boden legen.

 

Dann würde ich aber auch fragen, wie sie sich ihre Zukunft vorstellt und was sie sich wünscht, sogenannte Visionen, die wir ebenfalls aufschreiben und auch hinlegen. Also ich rede ganz viel mit ihr, wir schreiben aber auch vieles auf, halten es fest fürs nächste Mal, damit man zusammen eine Lösung findet, wie sie z.B. aus der Beziehung rauskommt, weil sie den Typen oft schon noch liebt, aber die Streitereien eben sehr belastend sind. Manchmal stehen wir auch auf und spielen ein Rollenspiel, um ihr zu zeigen, wie sie anders mit Konflikten umgehen kann, allerdings könnte Ich mit ihr in ihrem Alter nicht mehr so spielen, wie mit den Jüngeren. Also Puppenhaus würde ich mit ihr nicht mehr spielen, da würde die junge Frau auch denken, ich hätte einen Vogel.

 

MÜK: Ist IMMA eine Abkürzung?

Angelika Bauer:

I steht für = Initiative, für  M= Münchner M=Mädchen A=Arbeit. IMMA wird aber nur noch Initiative für Münchner Mädchen genannt, da man bei dem Begriff „Arbeit“ sich gedacht hat, dass es so klingt, als müssten die Mädchen arbeiten, was ja nicht stimmt. Das „A“ zum Schluss haben wir aber dennoch behalten, weil „IMM“ seltsam klingt.

 

IMG_Postkarte_IMMA_Kampagne_2012_01

 

Danke an IMMA für das Interview!

 

MÜK: Können Sie den meisten Mädchen helfen, hier hängen auch viele schöne, von Mädchen gemalte Bilder von den Mädchen rum?

Angelika Bauer: Wir bekommen nicht immer die Rückmeldung, wie hilfreich das Angebot war, aber wir bekommen hin und wieder Briefe, in denen die Mädchen schreiben oder es uns persönlich im Gespräch erzählen, dass es ihnen jetzt wieder besser geht und die Probleme sich verringert haben. Wenn ein Mädchen drei bis vier Monate da war und sagt: „So, jetzt bin ich gerüstet, jetzt hab ich diese schwierige Phase hinter mir und schaue anders in die Zukunft“, ist das für uns ein erfolgreicher Beratungsprozess. Es kommt aber auch immer wieder vor, dass ein Mädchen nicht mehr zu einem festen Beratungstermin kommt, etwa ein Viertel aller Beratungen werden abgebrochen. Das kann verschiedene Gründe haben: Entweder hat sich das Problem für das Mädchen gelöst oder das Mädchen vielleicht mit der Beratung nicht zufrieden. Wir sagen immer gleich zu Beginn der Beratung, dass sie sich beschweren können und sollen, wenn ihnen etwas nicht passt oder merken, dass die Beraterin nicht die Richtige für sie ist. So etwas können sie das zum Beispiel mit der Beraterin oder mit der Leiterin der Beratungsstelle klären. Aber vermutlich beschweren sich auch nicht alle Mädchen, weil sie sich aus irgendwelchen Gründen nicht trauen.

 

In wie weit wie den Mädchen langfristig oder nachhaltig geholfen haben, können wir schlecht erforschen, dafür gibt es keine Beweise. Aber so, wie ich das immer mitkriege, und z.B. weiß, dass es für das Mädchen wieder passt, dann ist es für mich schön zu wissen, dass ich meinen Beitrag dafür unter anderem geleistet habe. Es gibt bestimmt noch andere Menschen, die mitgeholfen haben, aber ein Teil davon war bestimmt auch der Besuch in der Beratungsstelle.

 

MÜK: Wie oft kommen die Mädchen durchschnittlich?

Angelika Bauer: In der Regel sind die Mädchen ein halbes Jahr bei mir. Das ist in der Regel der Durchschnitt. Es gibt welche, die seit drei bis fünf Jahren kommen, andere kommen vier bis fünf-mal. Viele brauchen auch nur einen Termin, aber der Hauptteil derer, die sich auf eine Beratung einlassen, kommt regelmäßig und wöchentlich über ein halbes Jahr zu uns.

 

MÜK: Gibt es Mädchen, die sich nicht trauen, hier her zu kommen und sich deswegen lieber telefonisch beraten lassen?

Angelika Bauer: Ein paar Mädchen wollen sich lieber telefonisch beraten lassen. Da weißen wir immer wieder darauf hin, dass die telefonische Beratung ihre Grenzen hat. Am Telefon sieht man sich ja nicht, man kann nicht so gut einschätzen, wie der Stimmungszustand der Person gerade ist und kann darauf nicht so gut eingehen. Wir bieten extra Telefonsprechzeiten an, damit man mit uns am Telefon mit einer Beraterin sprechen kann und bieten auch eine Onlineberatung, die sehr viel in Anspruch genommen wird, an. Dazu gibt es eine Internetseite mit Sicherheitsvorkehrungen, damit niemand Fremdes auf die Informationen und Gespräche zugreifen kann.

 

Die Mädchen können zu jeder Zeit ihr Anliegen oder ihr Problem uns schicken und bekommen spätestens innerhalb von 48 Stunden eine Antwort von uns. Die Antwort ist keine Email sondern eine Nachricht, die sie privat auf unserer Seite bekommt. So kann man auch über mehrere Monate hin und her schreiben, aber wenn das Mädchen aus München kommt, versuchen wir ihr zu raten, zu uns in die Beratungsstelle zu kommen, wenn sie das braucht.

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MÜK: Wie kommt man auf diese Seite, wenn sie gesichert ist?

Angelika Bauer: Das Mädchen muss sich registrieren mit ihrer E-Mailadresse und einem eigenen Passwort und ein paar Fragen beantworten, die wir uns ausgedacht haben. Und nur über diesen Weg kommt sie wieder auf ihren Bereich unserer Seite und kann dort unsere Antworten und ihre Nachrichten lesen. Unser Programm ist aber mit mehreren Sicherheitsvorkehrungen geschützt, bisher hat noch niemand unser System geknackt.

 

MÜK: An welche Beratungsstelle würden Sie Jungs verweisen?

Angelika Bauer: Es gibt eine Beratungsstelle für Jungs, die häusliche oder sexuelle Gewalt erlebt haben, die KIBS heißt. Sexuelle Gewalt ist, wenn der Junge einen Übergriff erlebt hat und zum Beispiel vergewaltigt worden ist und häusliche Gewalt ist, wenn sich die Eltern so sehr streiten, dass z.B. die Polizei kommen muss. Jungen, die Probleme haben, wie: „Ich verstehe mich mit meinen Eltern nicht mehr, Ich habe Angst, nach Hause zu gehen oder Ich habe in der Schule Schwierigkeiten“, können zu den Erziehungsberatungstellen in München gehen, dort kann man auch alleine ohne Eltern hingehen oder mit der Familie.

 

MÜK: Was sind die häufigsten Geheimnisse, die die Mädchen erzählen?

Angelika Bauer: Die meisten, sehr belastenden Geheimnisse gehen meistens darum, dass sich die Eltern streiten und sich das Kind dafür schämt. Oft denkt sich das Mädchen: „Bei allen Familien ist es so harmonisch, da geht alles ganz gut, es gibt keine Konflikte und nur bei mir zu Hause ist es so schlimm“. Das kann ein belastendes Geheimnis sein, was man vielleicht nicht mal mit der besten Freundin besprechen will, weil es in der Familie der Freundin nicht zu solchen Streits kommt. Oder das Geheimnis ist, dass sich die Eltern getrennt haben und das Mädchen nur zu bestimmten Zeiten die Mutter oder den Vater sehen kann, teilweise auch nur in Begleitung vom Jugendamt mit geregelten Zeiten.

 

Dann kommt es bei uns sehr oft vor, dass ein Mädchen z.B. von einem Verwandten, wie dem Onkel oder dem Vater angefasst wurde, wo sie nicht angefasst werden will und ihr etwas antut und sie zum Beispiel vergewaltigt. So ein Geheimnis tragen viele Mädchen lange mit sich rum und trauen sich einfach nicht, es jemanden zu sagen. Das Gefährliche daran ist, dass der Täter, der das gemacht hat, der Verwandte des Mädchens oder wer auch immer oft in der Nähe ist und der Vorfall immer wieder passieren kann. In dem Fall ist es ganz notwendig, dass jemand für das Mädchen da ist, sich ihre Geschichte anhört und nicht in Panik gerät und sagt: „Da musst du sofort raus!“, weil die Mädchen ganz oft Gründe haben, warum sie das Erlebnis geheim halten wollen. Die Mädchen befinden sich oft in einem Dilemma. Sie wissen zwar, dass das, was ihnen angetan wurde, falsch und nicht in Ordnung ist, aber sie haben vielleicht auch Angst, dass sich alles verändert, wenn sie es jemanden erzählen. So kann es sein, dass die Familie nicht mehr zusammen leben kann, wenn der Vater der Täter ist. Oder der Täter hat das Mädchen erpresst und ihr gedroht, dass sie es ja niemanden sagen darf, weil sonst etwas Schlimmes passiert usw.

Sehr, sehr oft ist es so, dass das Mädchen keine Lösung sieht und nicht weiß, wie es sich verändern könnte. Sie sagt nichts, weil sie keine Idee hat, wie es sich verändern kann.

 

Die Mädchen, die zu uns kommen, haben  aber auch andere Geheimnisse, wenn es zum Beispiel in der Schule schlechte Noten geschrieben oder die Unterschrift der Eltern gefälscht hat und es den Eltern nicht erzählt hat. Dadurch gerät es in ein Geheimnisloch rein und weiß nicht, wie es da wieder raus kommt. Oft wissen die Mädchen nicht, wie sie erklären sollen, wie sie in die Situation gekommen sind.

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MÜK: Woran merke ich, dass ich ein Geheimnis weiter erzählen soll?

Angelika Bauer: Bei einem „guten“ Geheimnis hat man ein spannendes Gefühl und freut sich, dass etwas nur einem selbst gehört oder man sich ein Geheimnis mit einem Freund oder einer Freundin teilt.

Bei einem belastenden Geheimnis ist es so, dass man eine Schwere mit sich rumschleppt und einem das Geheimnis sehr oft am Tag beschäftigt, man immer wieder dran denkt und auch körperlich merkt, dass es einem schlecht geht. Das kann man daran merken,  wenn man z.B. Nicht mehr schlafen kann, weil man nachts grübelnd im Bett liegt und überlegt, wie man aus der Situation rauskommt oder mitten in der Nacht aufwacht, weil man einen Albtraum hatte und nicht mehr zur Ruhe kommen kann. Gerade kleine Mädchen dann beginnen oft, wieder einzunässen, also nachts nichts aus Klo gehen, sondern ins Bett zu pieseln. Das wäre ein Zeichen, wo die Eltern dem nachgehen sollten, um zu erfahren, was passiert ist.

 

Es gibt aber auch Signale vom Körper, da geht man vielleicht ganz normal durch die Straße und plötzlich kommt ein Erinnerungsblitz, wo man ganz fest an die Sache wieder denken muss und wie gelähmt ist und nicht mehr weiter gehen kann. Das erleben oft Menschen, die einen Unfall oder eine Vergewaltigung erlebt haben.

Ein weiteres Merkmal für ein schlechtes oder belastendes Geheimnis ist, wenn man bestimmte Menschen oder Orte auf einmal meidet und dort nicht mehr hingehen möchte oder kann. Zum Beispiel, wenn etwas in der Schule passiert ist und man deswegen nicht mehr in die Schule gehen will und sich darum oft krank meldet. Wenn es das Leben so sehr einschränkt, dass man sein Leben nicht mehr so leben kann, wie man es vorher getan hat oder vielleicht nichts mehr essen mag, weil einem sofort schlecht wird. Das sind unter anderem Signale, wo ein Geheimnis einer Person anvertraut werden sollte, die weiter helfen kann. Das kann eigentlich jede/r sein, das Mädchen kann das für sich selbst bestimmen und weiß in der Regel wer dafür die Richtige Person ist, bei der das Verhältnis am besten ist. Wenn es aber so jemanden nicht gibt, wäre eine Beratungsstelle ein erster Anfang für den weiteren Schritt.

 

Ich habe schon ganz oft den Satz gehört: „…Und Du bist die erste, der ich das erzähle.“ Also es gab vorher niemanden, der in Frage gekommen wäre und damit ist für sie etwas losgegangen, dass sie aus dem Problem rauskommen kann. Das ist wichtig, dass der erste Schritt gegangen wird und danach geht es automatisch irgendwie weiter und verbessert sich.

 

 

Interview: Annabell, Charlotte, Julius & Sophie

Text: Fiona Kennedy

Illustrationen: Kristina Gottlöber, Pauline Karlson

Logo: IMMA

 

Die besten Basteltipps

Freitag, 21. November 2014

Es ist nicht mehr lange hin, bis Weihnachten und du hast noch nicht alle Geschenke und möchtest nicht zu viel Geld ausgeben?

Hier haben wir für dich die besten Basteltipps zusammengestellt. Klicke einfach auf das Bild und schon weißt du, wie´s geht:

 

GRÜN, GESUND UND LECKER!

Während draußen langsam die Blumen ihre Köpfe aus der Erde stecken,
kannst du die zu Hause im Eiltempo den Frühling auf die Fensterbank holen!

 

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KULTIGE KEKSMISCHUNG IM GLAS

Uns hat dieses Rezept besonders gefallen,
weil es nicht nur gut aussieht sondern weil hiermal der
Schenkende und der Beschenkte was zu tun haben!
Kinderleicht ist es noch dazu und ohne viel
Aufwand für beide Seiten.

 

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GIB DIR DEN KICK

Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi?
Mesut Özil oder Mario Götze? Hol’ dir deine
Lieblingskicker nach Hause und stell dir
deine Traummannschaft zusammen – oder
entscheide das Spitzenduell Bayern gegen
Dortmund an deinem Tisch(-kicker)!

 

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SAFT RAUS, STIFTE REIN

Es muss nicht immer Spongebob sein! Federmäppchen oder Stiftehalter kann man auch ganz einfach selbst bauen. Unser Basteltipp zeigt, wie aus einer PET-Getränkeflasche eine ganz besondere Stiftebox wird.

 

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