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Wir 4 bei den 5 Freunden

Montag, 01. Dezember 2014

Am Set des neuen Fünf-Freunde-Films

 

Ende Januar kommt der neue Fünf-Freunde-Film ins Kino. Im Juli waren wir vier von der Kinderredaktion beim Dreh dabei! Einige Szenen wurden nämlich in den Münchner Bavaria Filmstudios gedreht. Wobei man auch ganz schön viel warten muss zwischen den Aufnahmen! Das Gute daran: So konnten wir die Schauspieler, den Produzenten und den Regisseur treffen

 

 

 5Freunde_KidsundSchauspieler

 

Kleine Einblicke vom Film-Set

Heute ist der 15. Drehtag.
Insgesamt rechnet man für einen Kinofilm mit rund 35 Drehtagen,
da man an einem Tag gerade mal rund drei Film-Minuten schafft.
Das ist nicht viel. Aber wir merken gleich, wieso:
Immer wieder werden Szenen wiederholt und es wird zwischendurch umgebaut.
Das Licht geht an und wieder aus,
denn gerade geht es um eine Nachtszene mit einem Kleintransporter.
Das ließe sich natürlich auch draußen drehen,
doch so ist kann man auch tagsüber drehen.
Und es ist einfacher, den Ton abzunehmen und
die gewünschten Rahmenbedingungen herzustellen.
Wichtig ist nur, dass der Zuschauer das nicht merkt!
So wurde zum Beispiel für eine Szene in einem ägyptischen Gefängnis Sand
und Staub auf dem Boden verteilt.
Auch das Licht stellten die Techniker stärker ein,
sodass alles heiß und verschwitzt wirkte.
Natürlich finden auch Drehs außerhalb der Studios statt,
etwa im Ägyptischen Museum in München. Oder in Afrika!
Auch wenn die Filmhandlung in Ägypten spielt:
Tunesien lockte mit einer „schöneren“ Wüste und besseren Drehbedingungen.
Dort wurde auch schon Star Wars gefilmt.

 

 

Kleine Einblicke vom Regisseur Mike Marzuk

Hung: Wie machen die jungen Schauspieler das mit der Schule?
Mike Marzuk: Die Kinder werden von der Schule befreit. Das muss man beantragen,
d.h. die jungen Schauspieler müssen auch gut sein, damit sie überhaupt befreit werden.
Und dann halt viel nachholen und lernen.

 

 

Luis: Ist es einfacher oder schwieriger mit Kindern zu drehen?
Mike Marzuk: Es ist einfach anders. Man hat andere Zeiten,
zu denen man drehen muss und man kann auch nicht so lange drehen.
Das Wichtigste aber: Kinder sollen ja Kinder bleiben und dürfen ja auch Kinder sein.
Deswegen muss man anders mit ihnen umgehen und ihnen ausreichend
Aufmerksamkeit schenken. Das gehört sich ja auch so.
Unsere Darsteller sind mittlerweile nicht mehr ganz so kleine Kinder und es ist
schon ihr vierte Kino-Film, d.h. sie sind schon sehr erfahren und professionell.
Da ist es dann fast so wie mit erwachsenen Schauspielern.

 

 

Marina: Haben sie als Regisseur auch die Schauspieler ausgesucht?
Mike Marzuk: Ja. Man beschreibt vorher, wie man sich die Rolle vorstellt, z.B. von Auni, dem ägyptischen Jungen. Und was für eine Person man dafür braucht: einen ausländisch aussehenden Jungen, braune Haut, dunkler Typ, gewisse Größe usw. Dann bewerben sich viele Kinder, in diesem Fall 300 bis 400 Kinder. Dann bekommt man eine Auswahl mit Videos von ihnen. Bevor ich sie kennenlerne, wird nochmal eine engere Auswahl gezogen, die man dann einlädt und sich schließlich gemeinsam für eine Person entscheidet. Gemeinsam heißt, mit allen, die mit dem Film zu tun haben, z.B. auch Constantin Film. Und am Ende einigt man sich auf das, was wir wollen (lacht).
 

Selina: Wie kann man sich die Auswahl vorstellen? Sehen Sie die Kinder und wissen dann sofort: Die sind es?

Mike Marzuk: Nein, so einfach ist das leider nicht. Das hat sehr lange gedauert. Denn man schaut ja nicht nur, ob die Person auf die Rolle passt, sondern auch ob die Personen zueinander passen und gut miteinander spielen können. Beim ersten Film, für die wir die 5 Freunde erstmal casten mussten, haben sich 1000 Kinder beworben. Aus dieser Menge wurden dann 50 Kinder für ein Wochenende nach Berlin in eine Jugendherberge eingeladen. Gemeinsam haben sie geprobt, improvisiert und verschiedene Szenen durchgespielt. Dann haben wir Teams zu 5 Personen gebildet, die wir dann aber wieder durcheinander würfelten, um herauszufinden, welche 5 am Ende am Besten miteinander können. Da entscheidet nicht einfach nur, wer am besten spielt. Es muss halt alles passen.

 

5Freunde_BeimDreh

 

INTERVIEW: HUNG, LUIS, MARINA, SELINA

TEXT: SILKE SCHETELIG

FOTOS: SEVERIN VOGL

Denksportaufgaben

Montag, 01. Dezember 2014

3 Bilder, 1 Wort

Du liest: einen Buchstabensalat. Du siehst: drei Bilder.
Die haben eine Sache, einen Begriff gemeinsam.
Und die Buchstaben des Lösungsworts sind im „Salat“ mit drin.
Es gibt aber noch ein paar zusätzliche, die nur zur Verwirrung dienen.
Um eine andere Verwirrung auszuschließen:
die 4 Dreier-Banden hängen NICHT mit einander zusammen –
es ist also immer ein eigenes Lösungswort gesucht.

 

 

 

DreiWoerterEinBild_gesamt

 

 

Hier kommt die Lösung:

DreiWoerterEinBild__BIRNE

 -> Birne

DreiWoerterEinBild_LANG

-> lang

DreiWoerterEinBild_LÄUFER

-> Läufer

DreiWoerterEinBild_KORB

-> Korb

 

Google- Gaudi

Sinnlos im Internet rumsurfen ist manchmal
gefährlich, nämlich wenn du auf komischen
Seiten landest. Also lass es lieber! Was aber
Spaß macht: Einfach bei Google oder einer anderen
Suchmaschine Satzanfänge einzugeben
– und zu schauen, wie sie ergänzt werden,
z.B. „wenn mir langweilig ist“ oder „warum ist
das“. Was da rauskommt, ist nicht immer, aber
oft echt lustig. Auch ohne auf die entsprechenden
Seiten zu klicken!

Übrings:
hier ist noch ein google Tipp ->

google doch mal : „ende des Internets“
und schau, was passiert

 

Isar-Inspektor: Unser Favorit!

Sonntag, 30. November 2014

DIE PASING ARCADEN ->

In der aktuellen Ausgabe der Münchner Kinderzeitung haben wir von der Kinderredaktion verschiedene Einkaufszentren in München getestet. Und geschaut, wie kinderfreundlich sie sind. Unser Favorit sind die Pasing Arcaden, hier kommt unser ausführlicher Bericht:

 

Geschäfte

 

Von Müller bis Media Markt findet man (fast) alles, was man für den Alltag  braucht. Wir haben getestet, wie das Sortiment für Kinder in den Pasing Arcaden ist.

 

  • Kleidung: H&M, wie C&A haben eine eigene Kinderabteilung mit günstigen Kleidern. Mädchen finden besonders im Tally Weijl trendige Klamotten.  Das kleine Geschäft Sergent Major verkauft sogar nur Mode für Kinder, im Alter von Null bis 14 Jahren.  Schuhe für Kinder gibt es leider nicht in jedem Schuhgeschäft, dafür ist der Platz wohl zu gering.
  • Spielsachen:  Wer (Weihnachts-)Geschenke sucht, ist hier an der richtigen Adresse. Im Lego Store kann sogar selbst gebaut und gespielt werden, der Playmobil Funstore hat dafür viele Sets zur Ansicht aufgebaut und in der Kinder- und Jugendabteilung im Hugendubel gibt es reichlich Bücher  und Gesellschaftsspiele, so wie eine schöne Ecke zum Lesen mit Teddys zum Spielen.
  • Schulbedarf:  in der Papeterie gibt es eine sehr kleine Auswahl an Schreibmaterial oder Schulranzen. Im Müller gibt es (vielleicht?) mehr an Heften, Blöcken etc.

 

Essen

 

Wer durch die Arcaden schlendert, dem begegnet immer wieder Leckereien. Seien es exotische Restaurants, Cafés, Eis oder Pizzaecken. Wer eine Essenspause einlegen möchte, sollte ins Untergeschoss, wo es die größte Auswahl an Restaurants und Imbissen gibt. Für eine gemütliche Pause empfiehlt die Redaktion das Aran Café. Besonders nett sind die MitarbeiterInnen des Bears&Friends, welche sogar Gummibärchen an uns Kinder verschenkt hat.  Wer seine Trinkflasche auffüllen möchte, kann sich kostenlos bei den Trinkbrunnen Wasser holen.

 

Was für Kinder?

 

Für Kleinkinder gibt es bei der Kidszone im ersten Stock ein Ballbad, wo Eltern mit ihren Kindern sich hinsetzen und spielen können. Das Kiddieland bietet einige Fahrgeschäfte, die für Kinder bis 10 Jahren spannend sind. Das dahinter liegende Kinderkino war für  uns kein angenehmer Ort.  Dort hielten sich vor allem ältere Jugendliche auf, die an ihren Handys spielten und den Ort nutzten, um ungestört zu sein. Der laufende Kinderfilm hatte actionreiche Szenen, die kleinen Kindern eventuell Angst gemacht hätten.

 

Im Außenbereich gibt es für Kinder einen Spielplatz, der für alle Altersstufen geeignet ist.  Ganz spannend: Im Parkhaus kann man sich ein Kinderfahrzeug ausleihen!

 

Lage & Plan

 

Die Arcaden liegen direkt an der S-Bahn in Pasing. Mehrere Infopoints zeigen einem den aktuellen Standpunkt, einen Überblick auf das Sortiment und Geschäfte und bieten Flyer mit dem Lageplan der Pasing Arcaden.

 

Sauberkeit

 

Die Toiletten sind sauber und modern eingerichtet. Für Kinder und RollstuhlfahrerInnen gibt es sogar Waschbecken, die niedriger angesetzt sind. Außerdem gibt es eine Eltern-Kind Toilette.

 

Extras

 

Das gesamte Gebäude ist barrierefrei für Leute, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind.  Besonders praktisch ist ebenfalls, dass es überall kostenloses WIFI gibt und die Sitzinseln Steckdosen zum Aufladen von Elektrogeräten haben.

 

In den Pasing Arcaden fühlen wir uns wohl. Und was sagt ihr zu dem Einkaufszentrum?

Schreibt uns Eure Meinung!

Luis, Gina, Charlotte, Salome

 

 

Text: Fiona Kennedy
Foto: Collage aus Foto von Wikipedia ( CC-BY-3.0-de / HighContrast)

 

Interview mit der IMMA

Freitag, 28. November 2014

Geheimnisse können auch etwas Belastendes sein.
Das weiß auch Angelika Bauer, Sozialpädagogin und Beraterin in der Beratungsstelle der IMMA für Mädchen
und junge Frauen, nur zu gut.

In einem Interview mit unseren Reporterinnen erzählt sie von den Problemen und Fragen der Mädchen, die zu ihr kommen.

 

MÜK: Mit welchen Problemen kommen Mädchen zu euch?

Angelika Bauer: Zu uns kommen Mädchen, die in einer schwierigen Situation sind, sie haben also ein Problem oder eine Frage, die sie lösen möchten.

Es kommen Mädchen ab fünf bis sechs Jahren, die etwas erlebt haben, dass ihnen nicht gut getan hat. Zum Beispiel weil sich die Eltern zu Hause sehr stark streiten, teilweise auch so stark, dass die Polizei kommen musste, weil es für einen Elternteil gefährlich wurde. Es ist oft so, dass der Vater gewalttätig war, aber es kann durchaus auch vorkommen, dass die Mutter gewalttätig wurde. Das ist eher ein Thema bei den kleineren Mädchen.

 

Mädchen ab zehn bis zwölf Jahren kommen oft, weil sie zum Beispiel Sachen in der Schule erlebt haben, die ihnen nicht guttun und sie sich nicht mehr konzentrieren können. Zum Beispiel Mobbingerfahrungen, wenn Kinder eine Außenseiterposition haben, Sachen hören, die sie sehr verletzten oder mit dem Handy Nachrichten bekommen, die ihnen wehtun.

Dann kommen Mädchen zwischen zwölf und 13 zu uns, die sich mit den Eltern streiten, sich zu Hause nicht mehr wohl fühlen, weil die Eltern sehr streng sind oder sich gar nicht um das Mädchen kümmern und es auf sich alleine gestellt ist, weil es keinen Ansprechpartner zu Hause gibt. Es gibt auch Mädchen, die sich nicht trauen, nach Hause zu gehen, weil sie Angst vor dem haben, was sie dort erwartet.

 

Die älteren Mädchen, ab 15-16 Jahren haben eher Probleme, wo sie merken, dass bei ihnen etwas nicht stimmt, weil sie sehr oft traurig sind, was man Depression nennt. Oder wenn sie etwas Blödes erleben und sich als Folge verletzen, also sich schneiden, um sich zu spüren. Die Mädchen wollen sich eigentlich nicht verletzen, und es soll auch niemand mitbekommen, allerdings sieht man die Wunden oft und das Mädchen wird darauf immer wieder angesprochen. Oft wissen die Mädchen nicht, was sie darauf antworten sollen und kommen dann zu uns in die Beratungsstelle und erzählen, dass ihre Freundinnen die Verletzungen gesehen haben und wissen wollen, warum sie das gemacht hat, aber sie kann es ihnen nicht erklären, weil sie es selbst nicht weiß. Dann schauen wir, einen Weg zu finden, wie sie besser davon erzählen kann, wie sie mit der Mama oder dem Papa darüber reden kann usw.

 

Die ältesten Klientinnen sind junge Frauen bis zu 27 Jahren, da ist das Thema oft eine  Schwangerschaft, also wenn eine Frau ein Baby erwartet, aber es eigentlich nicht will und nicht weiß, was sie machen soll, wenn sie Mutter ist. Außerdem kommen junge Frauen zu uns, die zum Beispiel abends ausgegangen sind und ein Mann sie plötzlich berührt hat an Körperstellen, wo sie nicht berührt werden wollte. Das nennt man dann einen sexuellen Übergriff und das ist sehr belastend für die Frauen, dass sie sich z.B.  darum nicht mehr trauen am Abend raus zugehen. Diese Frauen kommen dann zu uns, um zu schauen, wie sie das Erlebte verarbeiten können und wie sie sich verhalten können, damit  sowas nicht mehr passiert.

 

MÜK: Kommen auch die Geschwister mit oder kommen die Freundinnen von ihnen mit?

Angelika Bauer: Es kommt ganz oft vor, dass Mädchen mit ihrer besten Freundin hier her kommen oder Freundinnen dem Mädchen erzählen, dass es so etwas wie eine Beratungsstelle für Mädchen gibt und ihre Freundin hier her bringen oder ohne sie kommen. Dann erzähle Ich ihnen, was wir hier in der Beratungsstelle für Angebote haben und dass es eigentlich besser ist, wenn das Gespräch zu zweit (mit Mir) und dem Mädchen weitergeführt wird. Die Freundin draußen kann dann eine halbe Stunde draußen warten oder spazieren gehen, denn meistens ist es sinnvoll, wenn das Mädchen mit mir alleine spricht.

 

Geschwister hatten wir auch schon da, diese können aber nicht bei derselben Beraterin beraten werden können, dass eine Mädchen könnte dann eben zu mir und die Schwester zu einer anderen Beraterin. Genauso ist es, wenn eine Mutter mit ihrer Tochter in die Beratung kommt.

 

MÜK: Rufen auch manchmal Freundinnen von der Betroffenen, um ihrer Freundin zu helfen?

Angelika Bauer: Es kommt ganz oft vor, dass eine Freundin oder eine Tante, eine sogenannte Bezugsperson bei uns anruft wegen einem Mädchen, in dem Fall sagen wir: Kommen Sie doch mal mit dem Mädchen vorbei, wir können einen Termin für die Beratung vereinbaren und schauen, wo und wie wir weiter helfen können. Es kostet für die Bezugsperson Überwindung, hier anzurufen und zur Beratungsstelle zu kommen. Wir erklären, was sie bei einer Beratung erwartet, dass es zum Beispiel kostenlos ist, dass sie eine einmalige Beratung oder mehrere Beratungen in Anspruch nehmen können.

 

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MÜK:  Wie alt sind denn die meisten Mädchen, die hier her kommen?

Angelika Bauer: Das ist ziemlich gemischt. Etwa 10% sind zwischen fünf und zehn Jahre alt, die meisten sind zwischen zwölf und 17 und wiederum weniger über 20 Jährige. Es kommen aber auch viele Fachkräfte, SozialarbeiterInnen und LehrerInnen, die Fragen zu einem Mädchen haben, mit dem sie arbeiten.

 

MÜK: Wie viele Mädchen kommen so am Tag?

Angelika Bauer: Ich habe zwischen fünf und 6 Kontakte, also Termine mit Mädchen am Tag.  Allerdings habe ich noch fünf Kolleginnen, die ja auch Kontakte haben. Insgesamt gehen bei uns 40-50 Personen in der Woche ein uns aus.

 

MÜK: Ihre Öffnungszeiten beginnen auch schon vormittags. Aber um 10 Uhr können ja nur ältere kommen, die nicht in der Schule sein müssen. Oder kommen auch Kleinere, die so verzweifelt sind, dass sie nicht mehr in die Schule gehen?

Angelika Bauer: Es kommt vor, dass eine Schulsozialarbeiterin mit dem Mädchen zu uns in die Beratung kommt. Leider ist es nicht möglich, dass das Mädchen eine Schulbefreiung bekommt, um z.B. jede Woche während der Schulzeit zu uns zu kommen. Das liegt allerdings an der Aufsichtspflicht, da die Schule von 8-mindestens 1 die Aufsichtsplicht hat und sie allein zur IMMA schicken kann. Aber sonst, da hast du Recht, kommen vormittags eher die älteren Mädchen und Frauen, die keine Schule haben. Nachmittags ab 15 Uhr kommen dann eher die jüngeren Mädchen, aber wir haben beobachtet, dass durch den Nachmittagsunterricht, die Mädchen oft erst später kommen können, so haben wir schon oft auch Termine um 18 oder 19 Uhr vergeben, auch wenn das nicht die Regel ist.

 

MÜK: Woher wissen die Mädchen, dass es die Beratungsstelle gibt?

Angelika Bauer: Im Herbst haben wir eine große Kampagne gestartet, damit möglichst alle wissen, dass es uns gibt, Wir haben zum Beispiel in der U-Bahn Banner und Plakate, in den Schulen (vielleicht eher nicht in den Grundschulen)müssten viele Plakate von uns hängen. Außerdem gibt es immer wieder Artikel in den Zeitungen. Es gibt auch vom Stadtjugendamt immer wieder Angebote, wie Fortbildungen, die dafür sorgen, dass wir in München bekannt werden. Aber da könnte man noch viel mehr machen, damit uns wirklich alle kennen.

 

MÜK: Kommen die Mädchen hier freiwillig zu Ihnen?

Angelika Bauer: Ich kann es nicht immer nachverfolgen, woher der Impuls kam und wer die Idee hatte, hier her zu kommen. Aber oft ist es tatsächlich so, dass das Mädchen den Rat von jemand andrem bekommen hat, dass sie doch hier her kommen soll. Dementsprechend kommt das Mädchen dann mit gemischten Gefühlen, also meist halb freiwillig zu uns. Aber es gibt einen wichtigen Teil  der Beratung, wo Ich ihr erkläre, wie es hier abläuft, was sie hier erwarten kann und was nicht möglich ist. Ich sage ihr auch, dass die Beratung freiwillig stattfinden soll. Es bringt wenig, wenn sie hier unter Druck ist und nur da ist, weil sie jemand damit einen Gefallen tut. Das macht keinen Sinn und ist nicht hilfreich. Wenn sich das Mädchen aber dann darauf einlassen kann und sagt:  „Ja, es macht Sinn, dass es mir bald wieder besser geht, komme ich hier her.“ Dann ist die Freiwilligkeit gegeben

Schild_01

 

 

MÜK: Es sind ja viele Spielsachen im Raum. Wird mit dem Mädchen oft gespielt, um sie „weich“ zu bekommen?

Angelika Bauer: Es ist in der Tat so, dass viele Spiele hier gespielt werden. Ich spiele sehr gerne und habe das auch beruflich gemacht. Das Spiel ist eine Methode aus der Spieltherapie, um mehr heraus zu finden. […] Ich bin jetzt keine Therapeutin, sondern Sozialpädagogin mit Beraterinausbildung und dennoch bin ich total davon überzeugt, dass man beim Zeichnen oder Spielen anders mit der Betroffenen zusammen sitzen kann, weil es löst und entspannt. „Weich bekommen“ würde ich es nicht nennen, aber du hast im Prinzip Recht, sie werden einfach lockerer, trauen sich mehr zu und trauen sich, mir etwas zu erzählen, was sie sich sonst nicht getraut hätten. Ganz oft, wenn ich mit Mädchen etwas Male oder Bastle, dann fällt es ihnen wirklich leichter, als mir im Gespräch gegenüber zu sitzen, was auch mal steif sein kann.

 

MÜK: Was machen Sie mit den Größeren, die nicht mehr spielen?

Angelika Bauer: Dann sind die Gespräche sehr gesprächsbasiert. Ich stelle viele Fragen, um genau zu verstehen, worum es dem Mädchen geht, ich versuche ihr Anliegen durch meine Fragen zu erkennen. Dann gibt es Übungen und Möglichkeiten, wie man zu einer Lösung kommt. Zum Beispiel würde ich ein jugendliches Mädchen fragen, dass ganz viel Stress und Streit mit ihrem Freund hat und vielleicht sogar Gewalt dabei eine Rolle spielt, ob sie vielleicht früher schon mal ähnliches erlebt hat. Ihre Erlebnisse würde ich dann auf Karten scheiben und auf den Boden legen.

 

Dann würde ich aber auch fragen, wie sie sich ihre Zukunft vorstellt und was sie sich wünscht, sogenannte Visionen, die wir ebenfalls aufschreiben und auch hinlegen. Also ich rede ganz viel mit ihr, wir schreiben aber auch vieles auf, halten es fest fürs nächste Mal, damit man zusammen eine Lösung findet, wie sie z.B. aus der Beziehung rauskommt, weil sie den Typen oft schon noch liebt, aber die Streitereien eben sehr belastend sind. Manchmal stehen wir auch auf und spielen ein Rollenspiel, um ihr zu zeigen, wie sie anders mit Konflikten umgehen kann, allerdings könnte Ich mit ihr in ihrem Alter nicht mehr so spielen, wie mit den Jüngeren. Also Puppenhaus würde ich mit ihr nicht mehr spielen, da würde die junge Frau auch denken, ich hätte einen Vogel.

 

MÜK: Ist IMMA eine Abkürzung?

Angelika Bauer:

I steht für = Initiative, für  M= Münchner M=Mädchen A=Arbeit. IMMA wird aber nur noch Initiative für Münchner Mädchen genannt, da man bei dem Begriff „Arbeit“ sich gedacht hat, dass es so klingt, als müssten die Mädchen arbeiten, was ja nicht stimmt. Das „A“ zum Schluss haben wir aber dennoch behalten, weil „IMM“ seltsam klingt.

 

IMG_Postkarte_IMMA_Kampagne_2012_01

 

Danke an IMMA für das Interview!

 

MÜK: Können Sie den meisten Mädchen helfen, hier hängen auch viele schöne, von Mädchen gemalte Bilder von den Mädchen rum?

Angelika Bauer: Wir bekommen nicht immer die Rückmeldung, wie hilfreich das Angebot war, aber wir bekommen hin und wieder Briefe, in denen die Mädchen schreiben oder es uns persönlich im Gespräch erzählen, dass es ihnen jetzt wieder besser geht und die Probleme sich verringert haben. Wenn ein Mädchen drei bis vier Monate da war und sagt: „So, jetzt bin ich gerüstet, jetzt hab ich diese schwierige Phase hinter mir und schaue anders in die Zukunft“, ist das für uns ein erfolgreicher Beratungsprozess. Es kommt aber auch immer wieder vor, dass ein Mädchen nicht mehr zu einem festen Beratungstermin kommt, etwa ein Viertel aller Beratungen werden abgebrochen. Das kann verschiedene Gründe haben: Entweder hat sich das Problem für das Mädchen gelöst oder das Mädchen vielleicht mit der Beratung nicht zufrieden. Wir sagen immer gleich zu Beginn der Beratung, dass sie sich beschweren können und sollen, wenn ihnen etwas nicht passt oder merken, dass die Beraterin nicht die Richtige für sie ist. So etwas können sie das zum Beispiel mit der Beraterin oder mit der Leiterin der Beratungsstelle klären. Aber vermutlich beschweren sich auch nicht alle Mädchen, weil sie sich aus irgendwelchen Gründen nicht trauen.

 

In wie weit wie den Mädchen langfristig oder nachhaltig geholfen haben, können wir schlecht erforschen, dafür gibt es keine Beweise. Aber so, wie ich das immer mitkriege, und z.B. weiß, dass es für das Mädchen wieder passt, dann ist es für mich schön zu wissen, dass ich meinen Beitrag dafür unter anderem geleistet habe. Es gibt bestimmt noch andere Menschen, die mitgeholfen haben, aber ein Teil davon war bestimmt auch der Besuch in der Beratungsstelle.

 

MÜK: Wie oft kommen die Mädchen durchschnittlich?

Angelika Bauer: In der Regel sind die Mädchen ein halbes Jahr bei mir. Das ist in der Regel der Durchschnitt. Es gibt welche, die seit drei bis fünf Jahren kommen, andere kommen vier bis fünf-mal. Viele brauchen auch nur einen Termin, aber der Hauptteil derer, die sich auf eine Beratung einlassen, kommt regelmäßig und wöchentlich über ein halbes Jahr zu uns.

 

MÜK: Gibt es Mädchen, die sich nicht trauen, hier her zu kommen und sich deswegen lieber telefonisch beraten lassen?

Angelika Bauer: Ein paar Mädchen wollen sich lieber telefonisch beraten lassen. Da weißen wir immer wieder darauf hin, dass die telefonische Beratung ihre Grenzen hat. Am Telefon sieht man sich ja nicht, man kann nicht so gut einschätzen, wie der Stimmungszustand der Person gerade ist und kann darauf nicht so gut eingehen. Wir bieten extra Telefonsprechzeiten an, damit man mit uns am Telefon mit einer Beraterin sprechen kann und bieten auch eine Onlineberatung, die sehr viel in Anspruch genommen wird, an. Dazu gibt es eine Internetseite mit Sicherheitsvorkehrungen, damit niemand Fremdes auf die Informationen und Gespräche zugreifen kann.

 

Die Mädchen können zu jeder Zeit ihr Anliegen oder ihr Problem uns schicken und bekommen spätestens innerhalb von 48 Stunden eine Antwort von uns. Die Antwort ist keine Email sondern eine Nachricht, die sie privat auf unserer Seite bekommt. So kann man auch über mehrere Monate hin und her schreiben, aber wenn das Mädchen aus München kommt, versuchen wir ihr zu raten, zu uns in die Beratungsstelle zu kommen, wenn sie das braucht.

Schreckhase_02

 

 

MÜK: Wie kommt man auf diese Seite, wenn sie gesichert ist?

Angelika Bauer: Das Mädchen muss sich registrieren mit ihrer E-Mailadresse und einem eigenen Passwort und ein paar Fragen beantworten, die wir uns ausgedacht haben. Und nur über diesen Weg kommt sie wieder auf ihren Bereich unserer Seite und kann dort unsere Antworten und ihre Nachrichten lesen. Unser Programm ist aber mit mehreren Sicherheitsvorkehrungen geschützt, bisher hat noch niemand unser System geknackt.

 

MÜK: An welche Beratungsstelle würden Sie Jungs verweisen?

Angelika Bauer: Es gibt eine Beratungsstelle für Jungs, die häusliche oder sexuelle Gewalt erlebt haben, die KIBS heißt. Sexuelle Gewalt ist, wenn der Junge einen Übergriff erlebt hat und zum Beispiel vergewaltigt worden ist und häusliche Gewalt ist, wenn sich die Eltern so sehr streiten, dass z.B. die Polizei kommen muss. Jungen, die Probleme haben, wie: „Ich verstehe mich mit meinen Eltern nicht mehr, Ich habe Angst, nach Hause zu gehen oder Ich habe in der Schule Schwierigkeiten“, können zu den Erziehungsberatungstellen in München gehen, dort kann man auch alleine ohne Eltern hingehen oder mit der Familie.

 

MÜK: Was sind die häufigsten Geheimnisse, die die Mädchen erzählen?

Angelika Bauer: Die meisten, sehr belastenden Geheimnisse gehen meistens darum, dass sich die Eltern streiten und sich das Kind dafür schämt. Oft denkt sich das Mädchen: „Bei allen Familien ist es so harmonisch, da geht alles ganz gut, es gibt keine Konflikte und nur bei mir zu Hause ist es so schlimm“. Das kann ein belastendes Geheimnis sein, was man vielleicht nicht mal mit der besten Freundin besprechen will, weil es in der Familie der Freundin nicht zu solchen Streits kommt. Oder das Geheimnis ist, dass sich die Eltern getrennt haben und das Mädchen nur zu bestimmten Zeiten die Mutter oder den Vater sehen kann, teilweise auch nur in Begleitung vom Jugendamt mit geregelten Zeiten.

 

Dann kommt es bei uns sehr oft vor, dass ein Mädchen z.B. von einem Verwandten, wie dem Onkel oder dem Vater angefasst wurde, wo sie nicht angefasst werden will und ihr etwas antut und sie zum Beispiel vergewaltigt. So ein Geheimnis tragen viele Mädchen lange mit sich rum und trauen sich einfach nicht, es jemanden zu sagen. Das Gefährliche daran ist, dass der Täter, der das gemacht hat, der Verwandte des Mädchens oder wer auch immer oft in der Nähe ist und der Vorfall immer wieder passieren kann. In dem Fall ist es ganz notwendig, dass jemand für das Mädchen da ist, sich ihre Geschichte anhört und nicht in Panik gerät und sagt: „Da musst du sofort raus!“, weil die Mädchen ganz oft Gründe haben, warum sie das Erlebnis geheim halten wollen. Die Mädchen befinden sich oft in einem Dilemma. Sie wissen zwar, dass das, was ihnen angetan wurde, falsch und nicht in Ordnung ist, aber sie haben vielleicht auch Angst, dass sich alles verändert, wenn sie es jemanden erzählen. So kann es sein, dass die Familie nicht mehr zusammen leben kann, wenn der Vater der Täter ist. Oder der Täter hat das Mädchen erpresst und ihr gedroht, dass sie es ja niemanden sagen darf, weil sonst etwas Schlimmes passiert usw.

Sehr, sehr oft ist es so, dass das Mädchen keine Lösung sieht und nicht weiß, wie es sich verändern könnte. Sie sagt nichts, weil sie keine Idee hat, wie es sich verändern kann.

 

Die Mädchen, die zu uns kommen, haben  aber auch andere Geheimnisse, wenn es zum Beispiel in der Schule schlechte Noten geschrieben oder die Unterschrift der Eltern gefälscht hat und es den Eltern nicht erzählt hat. Dadurch gerät es in ein Geheimnisloch rein und weiß nicht, wie es da wieder raus kommt. Oft wissen die Mädchen nicht, wie sie erklären sollen, wie sie in die Situation gekommen sind.

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MÜK: Woran merke ich, dass ich ein Geheimnis weiter erzählen soll?

Angelika Bauer: Bei einem „guten“ Geheimnis hat man ein spannendes Gefühl und freut sich, dass etwas nur einem selbst gehört oder man sich ein Geheimnis mit einem Freund oder einer Freundin teilt.

Bei einem belastenden Geheimnis ist es so, dass man eine Schwere mit sich rumschleppt und einem das Geheimnis sehr oft am Tag beschäftigt, man immer wieder dran denkt und auch körperlich merkt, dass es einem schlecht geht. Das kann man daran merken,  wenn man z.B. Nicht mehr schlafen kann, weil man nachts grübelnd im Bett liegt und überlegt, wie man aus der Situation rauskommt oder mitten in der Nacht aufwacht, weil man einen Albtraum hatte und nicht mehr zur Ruhe kommen kann. Gerade kleine Mädchen dann beginnen oft, wieder einzunässen, also nachts nichts aus Klo gehen, sondern ins Bett zu pieseln. Das wäre ein Zeichen, wo die Eltern dem nachgehen sollten, um zu erfahren, was passiert ist.

 

Es gibt aber auch Signale vom Körper, da geht man vielleicht ganz normal durch die Straße und plötzlich kommt ein Erinnerungsblitz, wo man ganz fest an die Sache wieder denken muss und wie gelähmt ist und nicht mehr weiter gehen kann. Das erleben oft Menschen, die einen Unfall oder eine Vergewaltigung erlebt haben.

Ein weiteres Merkmal für ein schlechtes oder belastendes Geheimnis ist, wenn man bestimmte Menschen oder Orte auf einmal meidet und dort nicht mehr hingehen möchte oder kann. Zum Beispiel, wenn etwas in der Schule passiert ist und man deswegen nicht mehr in die Schule gehen will und sich darum oft krank meldet. Wenn es das Leben so sehr einschränkt, dass man sein Leben nicht mehr so leben kann, wie man es vorher getan hat oder vielleicht nichts mehr essen mag, weil einem sofort schlecht wird. Das sind unter anderem Signale, wo ein Geheimnis einer Person anvertraut werden sollte, die weiter helfen kann. Das kann eigentlich jede/r sein, das Mädchen kann das für sich selbst bestimmen und weiß in der Regel wer dafür die Richtige Person ist, bei der das Verhältnis am besten ist. Wenn es aber so jemanden nicht gibt, wäre eine Beratungsstelle ein erster Anfang für den weiteren Schritt.

 

Ich habe schon ganz oft den Satz gehört: „…Und Du bist die erste, der ich das erzähle.“ Also es gab vorher niemanden, der in Frage gekommen wäre und damit ist für sie etwas losgegangen, dass sie aus dem Problem rauskommen kann. Das ist wichtig, dass der erste Schritt gegangen wird und danach geht es automatisch irgendwie weiter und verbessert sich.

 

 

Interview: Annabell, Charlotte, Julius & Sophie

Text: Fiona Kennedy

Illustrationen: Kristina Gottlöber, Pauline Karlson

Logo: IMMA

 

Kultige Keksmischung im Glas

Donnerstag, 27. November 2014

Uns hat dieses Rezept besonders gefallen,
weil es nicht nur gut aussieht sondern weil hiermal der
Schenkende und der Beschenkte was zu tun haben!
Kinderleicht ist es noch dazu und ohne viel
Aufwand für beide Seiten.
Doch der Reihe nach…

Das brauchst du:

Unbenannt

1.Du brauchst 1 Einmachglas (1/2 l)
oder ein gut ausgewaschenes
Gurken- oder Kirschglas
2.

Gestalte das Glas mit Aufklebern,
Buchstabenschnipsel
aus Zeitschriften oder selbstgemalten.
Klebe die Einzelteile
mit einem Klebestift am Glas fest.

2

3.

Forme 1 Blatt Papier zu einem
Trichter und schneide ihn unten
gerade ab. Damit kannst du die
Zutaten ordentlich übereinander
schichten, ohne rumzusauen.

3

4.Fülle nun nacheinander die Zutaten
ein. Das Glas nach jeder Schicht
kurz auf den Tisch klopfen, damit
alles schön dicht wird.
Unbenannt
5.

Am Ende das Glas gut verschließen.
Falls oben noch Platz sein sollte,
zwischen deinen Zutaten und dem
Deckel, nimm zum Beispiel Teebeutel
und pack sie obendrauf.

6.

Jetzt brauchst du nur noch 1 Karton oder 1 festes
Stück Papier und schreib das Rezept darauf. Falten,
lochen, schöne Schnur oder Geschenkband
durchziehen, um das Glas wickeln – fertig!

7.

Auf die Rückseite kannst du natürlich noch eine persönliche Nachricht
schreiben oder
aus Zeitschriften Motive und Muster ausschneiden
oder etwas selber malen

7

 

 

Text, Bild und Idee: Beryll und Ilya

Kresseköpfe

Donnerstag, 27. November 2014

GRÜN, GESUND UND LECKER!

Während draußen langsam die Blumen ihre Köpfe aus
der Erde stecken, kannst du dir zu Hause im Eiltempoden Frühling auf die Fensterbank holen!

 

kresse

 

Los gehts!

 

 

1.Such dir einen alten Strumpf und fülle
ihn in der Spitze mit Watte.
Stopf sie ruhig ein bisschen, damit später
alles richtig hält. Dann wird der
Deckel in die Socke unter die Watte
geschoben, mit der offenen Seite zur
Sock enspitze.
Der Deckel fängt später beim Gieß en das
Wasser auf, damit es oben bei der Kresse
bleibt und nicht nach unten sickert.
Sitzt der Deckel, kannst du den Strumpf weiter
mit Watte füllen, bis er eine schöne runde
Form annimmt.
Zum Schluss bindest du die Socke zu.

 

1

2.Jetzt wird’s spannend – aus
dem Wattestrumpf wird
ein Gesicht .
Da zu schneidest du Augen, Mund,
Bärte, Ohren usw. aus
Bastelfilz aus und beklebst
da mit den Kopf.
Tipp: Die Nase wird am
schönsten, wenn du sie mit einem Faden
abbindest . Fehlt nur noch die Kresse …
3.Leg die kleinen Kressesamen
für einige Minuten in kaltes Wasser,
dann quellen sie auf und bleiben
später am Kopf besser
kleben.
Auch den ausgestopf
ten Strumpf machst du am besten
ordentlich nass.
3
4.Wenn du deinen Kressekopf
in einen Blumentopf oder
eine Tasse stellst, kannst
du ihn ganz einfach bepflanzen.
Mit den Fingern oder einem kleinen Löffel
werden die Samen gut auf dem
Kressekopf verteilt.
Haare, Augenbrauen, Koteletten,
Bärte und Brusthaar – alles
kann der lustigen Gestalt
wachsen.

 

4
5.Wenn dein Kressekopf
fertig bepflanzt ist,
kommt der wichtigste Teil:
Du musst ihnre gelmäßig
gießen. Sieh’ jeden Tag nach,
ob der Strumpf ausreichend nass
ist. Kresse darf nicht zu trocken
werden, sonst keimt sie nicht

 

6.Nach ungefähr einer
Woche sollten die Haare
schön sprießen und du
kannst dich als Friseur
versuchen.

6

7.Und dann:
Ab mit den Haaren und
rauf aufs Butterbrot – das
schmeckt gut und ist
zudem richtig gesund

 

 

Idee: Kinderredaktion

Text und Gestaltung: Kristina Gottlöber

 

Besuch der SPIELWIES’N & FORSCHA

Samstag, 01. November 2014

Letztes Jahr strömten um die 30.000 Menschen in das M, O, C München, ein Messezentrum im Norden der Stadt, um bei den Mitmachmessen FORSCHA und der SPIELWIES’N dabei zu sein und alles auszuprobieren.

 

Dieses Jahr steht die Spielwies’n ganz im Thema der Inklusion, die höher steht als die Integration. Bei der Inklusion werden die behinderten Menschen nicht nur angepasst an die Gesellschaft, sondern dass sie auch in der Gesellschaft als selbstverständlich eingesehen werden. Zudem sollte bei der Inklusion auch ein respektvollerer Umgang bei behinderten Menschen erzielt werden.

 

Die SPIELWIES’N hat dieses Jahr einen besonderen „Gast“: Das Spiel „Mensch-Ärger-dich-nicht“ feiert in der SPIELWIES’N ihr 100. Jubiläum und veranstaltete dabei am ersten Tag einen Benefizturnier. Das Jahresthema bei der FORSCHA hingegen sind die sogenannten MINT – Fächer. Nein, dass ist kein neuer Pfefferminzbonbon, sondern es steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

 

Zum Beispiel wurden bei der FORSCHA vom Stand der TUM ein menschlicher Roboter namens NAO gezeigt, der mithilfe einer WLAN-gesteuerten Kamera Gesichter erkennt oder wenn man z.B. „Hi!“ sagt, er darauf antwortet. Dieser Roboter sollte in Schulen eingesetzt werden und kostet momentan um die 5000€.

 

Auf der FORSCHA gab es noch mehr: Das Chemielabor, die Schleim herstellte, das bayerische Kultusministerium, das verschiedene Phänomene zeigte, wie z. B. die „Pythagoras-Seifenblase“ (Bei dieser Station muss man versuchen eine Apparatur so hochzuziehen, dass die Seifenblase einen ganz umhüllt.), u.v.m. Auf der Spielwies’n wurden ausschließlich Brettspiele präsentiert. Außerdem wurde auf der Spielwies’n ein „Der Siedler von Catan“-Turnier ausgetragen, Experimentierkästen zusammengebaut, Spiele getestet, und und und.

 

Auf der Aktionsfläche „XUND & AKTIV“ konnte man seine Geschicklichkeit an einem Rollstuhlparcour testen, wobei es nicht so einfach war ihn zu überwinden, an einer Kletterwand klettern und einen Duell gegen eine Tischtenniskanone bestreiten, wobei wir dort unsere Schwierigkeiten hatten. Am Ende hatten wir uns eine Stiftebox bei dem bayerischen Philatelieverbund gebastelt, indem wir alte Briefmarken mit Tapetenkleister auf die Stiftebox geklebt hatten. Etwas schade um die alten Briefmarken!

 

Aber unser Fazit lautet: Ein Besuch bei der FORSCHA, SPIELWIES’N und XUND & AKTIV lohnt sich auf alle Fälle! Es ist für jeden was dabei, man kann vieles erleben und viel neues dazulernen. Wir empfehlen es jeden!

 

(Bericht von Hung, Kwoh-Wah und Leonie)

 

Unterkünfte für Flüchtlinge ?

Samstag, 18. Oktober 2014

Jeden Tag sieht man es in den Nachrichten: überall Flüchtlinge: In den Krisen- und Grenzgebieten Syriens, an den Küsten von Italien oder auch hier in München, wo auch viele Flüchtlinge ankommen. Viele fragen sich, wie wir den Flüchtlingen helfen können. Kleiderspenden sind immer willkommen. Doch bevor ihr einfach alles dort hinbringt, erkundigt euch, was wirklich gebraucht wird: Hier findet ihr eine Übersicht, die immer neu gemacht wird. Also vorher auf z.B. dieser Homepage (Münchner Flüchtlingsrat) lieber nachschauen. In der nächsten Ausgabe der MUEK, die im Dezember erscheint, werden wir berichten, was Kinder und Jugendliche machen können.

 

 

Woher kommen die Flüchtlinge?
Die ersten Asylbewerber in Deutschland kamen ehemals aus Russland. Mittlerweile kommen die meisten Flüchtlinge aus dem Krisenland Syrien (~12000 heutzutage), und machen insgesamt noch mit den Ländern Serbien und Afghanistan ein Drittel (~23000) der Flüchtlinge in Deutschland aus.

 

Warum müssen die Menschen fliehen?
Die Hauptgründe, warum die Menschen aus ihren Ländern fliehen, sind unzumutbare Zustände wie Krieg oder eben politische Krisen, welche zu eskalieren drohen. (z.B Ostukraine).

 

Wo werden die Flüchtlinge in München untergebracht?
Überall wo es geht. Doch es gibt ein Platzproblem: Ein guter Vorschlag Flüchtlinge in München unterzubringen wären Wiesnzelte. Sie bieten auf der Theresienwiese viel Platz, sind viel günstiger als Asylheime und ,,stören“ nebenbei die Einwohner nicht. Auch der VIP-Bereich im Olympiastadion steht zur Auswahl fest, während mittlerweile schon 300-400 Flüchtlinge auf dem Tollwood Gelände im südlichen Olympiapark untergebracht werden können.
Schreibt zumindest die Süddeutsche Zeitung am 14. Oktober.

 

Daniel

 

Foto: Andreas Steinhoff / Wikipedia

Welches Instrument passt zu dir?

Donnerstag, 09. Oktober 2014
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Vorhang auf für deine Auswertung ( aber nicht schummeln)

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Essen mit Hindernissen

Donnerstag, 09. Oktober 2014

Wenn man sich so umhört, sind es nicht wenige Kinder, die gewisse Lebensmittelnicht essen (können oder wollen). Das hat ganz unterschiedliche Gründe. Manchmal hat das, wie bei vielen Vegetariern, mit einer gewissen Weltanschauung zu tun.  Öfter sind jedoch gesundheitliche Aspekte ausschlag-gebend, Stichwort Allergie. Manchmal sind auch religiöse Gründe für ein bestimmtes Ess-Verhalten verantwortlich.  So essen etwa Muslime kein Schweinefleisch. In der Schule, bei freunden oder im Zeltlager kann das mitunter schwierig werden.  Doch man kann sich gut vorbereiten!

Wir haben mal drei Kinder gebeten, uns Einblicke in ihre Ess-Tagebücher zu gewähren …

 

Mein Leben ohne Nüsse

„Leider darf ich keine Nüsse essen, obwohl ich sie lecker finde. Manche fragen mich, ob es schlimm ist, dass ich auf Nüsse verzichten muss. Dann sage ich nein, weil es für mich tatsächlich nicht so tragisch ist. Dann erkläre ich auch, dass ich deswegen keine Nüsse essen darf, weil ich Medikamente gegen meine Krankheit nehme. Wenn ich bevor oder nachdem ich das Medikament schlucke, Nüsse esse, verursacht diese Kombination Probleme un

d ich kriege einen fetten Ausschlag. Ein großer Anteil und große Stücke Nüsse in einem Lebensmittel wie in einem Nusskuchen gehen dann gar nicht. Sind aber nur ganz kleine Mengen drinnen, darf ich essen. “ Leonie

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Leonies Ess-Tagebuch

  • 07:30 Morgens frühstücke ich meistens Haferflocken mit Schokostückchen. Müslis mit Nüssen oder Haselnuss-Schoko-Aufstriche kommen für mich nicht in Frage, aber das würde ich eh nicht wollen.

 

  • 09:40 In der Pause esse ich ein mitgebrachtes Butterbrot und Joghurt.

 

  • 14:30 Mittags gibt es bei uns oft Nudeln mit Tomatensoße oder Reis. Für mich kein Problem!

 

  • 16:00 Wenn ich zwischendurch Hunger habe, schaue ich, was wir an Süßigkeiten haben. Meine Lieblingssnacks sind GÜ-Desserts, Crème brûlée oder Kinderschokolade. Da sind auch keine Nüsse drin.

 

  • 19:00 Am Ende des Tages machen wir Brotzeit oder essen das, was vom Mittag übrig ist. Bei den Hauptmahlzeiten muss ich eigentlich nie auf etwas verzichten oder achten. Ich kann mit beziehungsweise ohne die Nüsse eigentlich gut leben. E

 

Mein Leben mit Fruktose-Intoleranz

„Fruktose ist Fruchtzucker. Der normale weiße Haushaltszucker besteht zur Hälfte aus Fruchtzucker. Doch auch in

Obst, Gemüse und Süßigkeiten befindet sich Fruchtzucker. Intoleranz ist ein anderes Wort für Unverträglichkeit. Ist man wie ich fruktoseintolerant, bedeutet es, dass man keinen Fruchtzucker verträgt. Nimmt man trotzdem Fruktose zu sich, sind die Folgen bei manchen entweder Bauchschmerzen oder Hautausschlag. Daher nimmt man zum Süßen Traubenzucker, da dieser keinen Fruchtzucker enthält. Oder man verwendet ein bestimmtes Süßungsmittel.“ Charlotte

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Charlottes Ess-Tagebuch

  • 07:30 Ah, wo ist denn meine fruktosefreie Marmelade? Hat mein Bruder sie etwa schon wieder versteckt?!

 

  • 09:40 Meine Freundin kommt vom Pausenstand und bietet mir ein Stück von ihrem Cookie an. Leider kann ich es nicht annehmen. Stattdessen beiße ich in meinen mitgebrachten Extra-Snack.

 

  • 13:30 Schade! Ich kann kein Obst oder Gemüse zu Mittag essen!

 

  • 17:00 Alle in der Redaktion knabbern an Waffeln, außer mir. Gut, dass ich mir Salzstangen mitgebracht habe …

 

  • 19:00 Bei meiner Freundin gibt es Nudeln mit Tomatensoße. Ich muss jedoch auf die Soße verzichten, da ich nur trockene Nudeln essen kann.

 

 

Mein Leben als Vegi

„Vegi ist die Abkürzung für Vegetarier. Das bedeutet, dass man kein Fleisch oder Fisch isst. Meistens essen Vegetarier kein Fleisch, weil sie gegen Massentierhaltung sind, oder nicht wollen, dass Tiere ihretwegen sterben müssen. Außer Vegetariern gibt es noch Veganer, die keine tierischen Produkte wie Milch, Käse oder Honig zu sich nehmen. Flexitarier wiederum verzehren sehr selten Fleisch und Pescetarier essen zwar Fisch,

aber sonst kein Fleisch. Leider werden auch öfters Vegetarier wegen ihrer Einstellung geärgert. Dabei sollte jeder frei entscheiden dürfen, ob er oder sie Fleisch isst oder nicht – und nicht für sein Vegetarier sein gehänselt werden.“ Salome

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Salomos Ess-Tagebuch

  • 07:30 Auf meiner Puddingtüte suche ich erst mal die Zutatenliste ab, ob im Pudding Gelatine ist. Das wäre ein Problem für mich, da darin auch tierische Bestandteile enthalten sind.

 

  • 09:40 In unserer Mensa gibt es immer etwas Vegetarsches im Angebot – und zwar mehr als nur Beilagensalat! Das finde ich super!

 

  • 16:00 In der Freundesgruppe kreist eine Gummibärchentüte. Doch da ist auch Gelatine drin, also verzichte ich und greife lieber zu etwas Anderem.

 

  • 19:00 Bei meiner Freundin, die wie ich ein Vegi ist, gibt es etwas ohne Fleisch. Super!