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BISS – €IN€ B€SOND€R€ Z€ITUNG

Donnerstag, 05. Juni 2014

An vielen S- und U-Bahnhöfen und belebten Plätzen sind sie zu finden: die Verkäufer der Straßenzeitung BISS. Christian Zimmermann ist einer von ihnen. Wir von der Kinderredaktion haben ihn auf einer seiner Stadtführungen über den Ostfriedhof begleitet. Diese zeigt München mal nicht von seiner prachtvollen, sondern seiner armen Seite – und seiner hilfsbereiten.
TEXT: GINA, HUNG, KWOH-WAH, RAHEL UND LUISA GRUSSENDORF

 

BISS VERKÄUFER ZWEI   BISS VERKÄUFER

Hung: Was hat der Ostfriedhof mit der BISS-Zeitung zu tun?

Hier gibt es eine Grabstätte für BISS-Verkäufer. Und auch das Grab des Münchner Modeschöpfers Rudolph Moshammer, der sich immer für unsere Straßenzeitung eingesetzt hat. Auch nach seinem Tod wird BISS durch sein Erbe unterstützt.

 

Rahel: Wie hilft BISS Obdachlosen?

 

Vorab: Bei uns arbeiten vor allem Menschen, die zwar eine Wohnung haben, aber trotzdem sehr arm sind. Wenn man angestellt ist, dann bekommt man Gehalt, Wohnung und Versicherungen. Sollte es Schulden geben, hilft BISS, sie loszuwerden, sodass man wirklich einen Neuanfang machen kann, um aus schlechten gute Zeiten zu machen.

 

Gina: Das ist ja richtig viel, macht das alles BISS?

 

Das Gehalt wird durch die Zeitung finanziert. Plus: Jeder von uns hat einen Paten, der jährlich 5000 Euro zahlt.

 

Kwoh-Wah: Haben die Verkäufer auch mal frei?
Ja, im August, weil da keine Zeitung erscheint. Ich brauche aber keinen Urlaub. Ich gebe, wenn ich etwas übrig habe, das Geld lieber meinen Kindern als wegzufahren. Außerdem liebe ich München so sehr.

 

Rahel: Gibt es auch Nachteile als Verkäufer?

 

Die Arbeit kann hart sein. Es gibt auch Menschen, die einen beschimpfen und verscheuchen wollen. Dafür braucht man ein dickes Fell. Aber meistens helfen die Menschen gerne und behandeln einen mit Respekt, weil sie merken, dass wir etwas tun gegen unsere Armut.
Hung: Gibt es besondere Verkaufsstrategien?

 

Jeder hat da seine eigene (lacht). Ich finde, die beste ist, so zu sein, wie man ist und zu hoffen, dass die Leute einen auch so okay finden – ohne großes Theater.

 

 

ALLES WICHTIGE

 

FORTSETZUNG FOLGT!

Leben ohne Geld – ist das möglich?

Donnerstag, 05. Juni 2014

Jeder von euch kennt die Redewendung „Eine Hand wäscht die andere“, doch wusstet ihr, dass man nach diesem Prinzip sein ganzes Leben führen kann? Und zwar vollkommen ohne Geld! Glaubt ihr nicht? Aber tatsächlich gibt es einen Mann, der das macht und glücklich ist.

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Sein Name ist Raphael Fellmer. Dieser Mann hat eine Frau und ein Kind und lebt vollkommen ohne Geld. Als Nahrung hat er anfangs immer den Bio-Müll zu sich genommen – dies ist jedoch Diebstahl. Deswegen hat er nach anderen Methoden gesucht und nachdem er ein bisschen bekannter durch seine mutigen Aussagen und seine Protestaktionen wurde, hat er bei einem Bio-Supermarkt gefragt, ob er die „Reste“, die sie nicht mehr benützen, obwohl diese noch nicht übers Verfallsdatum abgelaufen sind, haben darf. Die Leute haben begeistert zugestimmt, denn nun wird ihr Müll eine sehr nützliche Verwendung haben! Seitdem bekommt Raphael jetzt Unmengen an Essen, das ja eigentlich noch frisch ist, welches die Menschen jedoch wegen seiner äußeren Erscheinung (z.B. hat die Banane braune Flecken) nicht mehr kaufen wollen.

 

Was macht er damit?

Raphael behält nicht alles für sich, sondern nur das Nötigste. Den Rest gibt er der „Food-Sharing“  Organisation. Mehrere Leute sind daran beteiligt verschiedene Lebensmittel, die andere Leute oder Läden nicht mehr brauchen zu sammeln und sie dann in Regalen auszulegen. Nach mindestens zwei Stunden ist das ganze Essen wieder weg, weil sich jeder kostenlos und ohne irgendwelche Vorwürfe zu bekommen was nehmen darf. Viele arme Menschen sind glücklich über diese Hilfe.

 

Ein Auto besitzt Raphael nicht. Stattdessen verwendet er immer sein Fahrrad. Wenn es ein doch recht weiter Weg bis zu seinem Ziel ist, „trampt“ er, d. h. er frägt einfach so Leute an einer Tankstelle, ob sie ihn ein Stück mitnehmen können. Die meisten lehnen ab, doch es gibt auch welche, die froh über Gesellschaft sind.

 

Wie wohnt Raphael?

Raphael selbst wohnt umsonst in einer Friedensstiftergemeinde mit seiner Familie und ist dort dafür als Hausmeister ohne Bezahlung tätig. Diese Stelle verschafft ihm auch freien Zugang zu Internet. So kann er seine Website führen und die anderen Menschen informieren, wie es ist ohne Geld zu leben, welche Schwierigkeiten es mit sich bringt und was für eine Freude es ihm bereitet Andere glücklich zu machen.

 

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Warum das alles?

Er will mit seinen Aktionen die ganze Welt zum Guten verändern. Er will, dass die Menschen nicht mehr so fixiert auf ihre nächste Lohnerhöhung sind. Er will, dass wir alle lernen sparsam und nachhältig mit unserem Essen umzugehen. Er will letztendlich nur, dass wir alle mehr Zeit füreinander haben und alle zufrieden mit sich und der Welt sind.

 

Wenn ihr mehr wissen wollt, schaut doch selbst nach: www.raphaelfellmer.de
Von dort habe ich auch die Fotos.

Evgeniya

 

Alles kann Geld sein

Donnerstag, 05. Juni 2014

ALLES KANN GELD SEIN – so heißt die neue Ausstelltung im MUSEUM MENSCH und NATUR, in der Zahlungsmittel aus aller Welt gezeigt werden und andere Sachen, die ähnlich wie Geld gehandelt wurden. Deswegen sprachen wir von der Kinderredaktion mit dem Museumsleiter, Dr. Apel.

 

Er war sehr nett und war wie ein wandelndes Buch, mit immer neuen Geschichten zu den Ausstellungsstücken. Einen Teil davon könnt ihr hier lesen. Den Rest gibt’s später, nach den Pfingstferien:

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KÄFERBEINGELD
Sieht aus wie Schmuck oder? Die Bewohner der St. Martins-Inseln, einer Inselgruppe nördlich von Neu-Guineau, sammelten Prachtkäfer von ca. 4cm Größe, trockneten ihre Beine, zogen diese auf eine Schnur und verwendeten die Ketten wie Geld. Aus der Zeit um 1914 wird berichtet, dass man für einen Faden dieses Geldes (Länge ca. 1,60 m) z.B. ein Hühnchen, kaufen konnte. Heute ist den Bewohnern dieses Geld nicht mehr bekannt.

 

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KAURI-GELD
Die Kauri-Schnecke ist eine Meeresschnecke. Weil sie eine so schöne glatte und glänzende Oberfläche hat, wie Porzellan, war sie sehr beliebt und wurde auch als Schmuck getragen. In Afrika und bis weit in den Südpazifik hinein waren die Kauri-Schnecken ein Zahlungs- und Handelsmittel, noch bis ins 19. Jahrhundert hinein.

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WAMPUM
Diese Perlen wurden aus Muscheln hergestellt. Sie waren unter Indianervölkern als Geld weit verbreitet, z.B. bei den Irokesen im heutigen Staat New York oder den Powhatan im heutigen Staat Virginia (zwei Staaten der USA). Aber auch holländische und englische Siedler dieses Wampum für den Handel untereinander  oder um vor Ort ein Pferd zu kaufen. Einfach weil sie selbst zu wenig Münzen aus ihrer Heimat mithatten bzw. diese Münzen dort nichts wert waren.

 

Ihr seht. Vieles sieht für uns heute aus wie Schmuck – passt oder ? Denn Schmuck ist einem ja immer was wert wie Geld auch!  Diese Geschichte fanden wir auch noch spannend:

 

HUNDEZAHNGELD

Hundezähne waren auf Neuguinea ein weit verbreitetes Geld. Später hat man in Venedig oder auch in Amsterdam aus Glas Fälschungen hergestellt, die den Eckzähne von Hunden ähnelten. Diese Fälschungen wurden in die Kolonien, also z.B. nach Neuguinea importiert und dort als Geld verwendet, um Waren zu kaufen und wieder zurück nach Europa zu transportieren. Irre oder?


Wir finden, es lohnt sich, in die Ausstellung zu gehen. Egal ob mit Freunden oder der Familie.
GINA, FANNY, MORITZ

 

Eintritt ist für Kinder frei. Mehr Infos unter: www.mmn-muenchen.de

Übrigens, die Fotos sind vom Museum Mensch und Natur. Die Fotografin heißt: Kathrin Glaw.

Fireboy and Waterboy

Donnerstag, 05. Juni 2014

Hindernisse überwinden, Licht spiegeln, sodass Türen aufgehen, Knöpfe drücken, Hebel umlegen, geheime Wege freischalten und Diamanten sammeln – das alles geht nur gemeinsam! Nur zu zweit macht das Spiel Sinn und Spaß! Es gibt verschiedene Versionen (zum Beispiel Eis-, Kristall oder Waldtempel), unter denen ihr auswählt. Und natürlich die beiden Figuren Fireboy und Watergirl. Der „Feuerjunge“ Fireboy darf in die Lava, aber nicht ins Wasser, bei dem „Wassermädchen“ ist es, na klar, umgekehrt. Was beide nicht dürfen: ins Grüne. Und alleine kommen sie auch nicht weiter. Das Spiel ist toll, weil man es zu zweit spielt und auch mal schwierig ist. Oft können wir gar nicht richtig aufhören! Zusammen schafft man halt alles. Ach ja, noch eine Info an die Eltern: Die 20-sekündige Werbung am Anfang vergisst man gleich wieder! Also keine Sorgen machen! Ronja, Lola, Destin, Julchen

 

Neugierig geworden? 🙂

 

http://www.games.fm/fireboy-and-watergirl-4-the-crystal-temple.html

Unser Cover-Schwein Max

Donnerstag, 05. Juni 2014

Max – so heißt unser Cover-Schwein!

 

In der kommenden Ausgabe stellen wir Max noch genauer vor! Vorab findest du Videos unter www.youtube.com/user/MaxDasSchwein

 

Spass und Rätsel (mit Lösung)

Donnerstag, 05. Juni 2014

Welche Wörter haben sich hier versteckt?

 

Herrje, was ist denn hier passiert! Die zehn Wörter, die alle mit Sommer und Themen dieser Ausgabe zu tun haben, sind in eine wahre Buchstabensuppe gefallen. Kannst du sie wieder rausfischen? Manche purzeln von links nach rechts, manche von oben nach unten, manche diagonal.

 

rätsel

 

Die Lösung:

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Jugendliche in der Politik

Samstag, 24. Mai 2014

Viele Erwachsene beschweren sich darüber, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene überhaupt nicht in der Politik beteiligen. Doch stimmt das wirklich? Wenn man über Jugendliche redet, dann ist richtig ungerecht so etwas zu behaupten. Wie soll man sich integrieren, wenn man doch gar kein Wahlrecht hat? Was soll man denn machen, wenn man doch noch gar nicht volljährig ist? Wenn man jedoch tatsächlich uns fragen würde, dann würde man genau die Ansicht zu hören bekommen, von der man überhaupt nichts wissen will.

 

Als ob Gymnasiasten sonderlich erfreut darüber waren, dass man jetzt G8 statt G9 hat. Jetzt müssen sie den ohnehin nicht gerade einfachen Stoff in viel weniger Zeit in den Kopf reingepresst bekommen. Kein Wunder, dass manche Schüler jetzt verzweifeln. In einigen Schulen stehen zum Beispiel statt den gewöhnlichen vier Stunden Mathematik pro Woche jetzt 5 auf dem Stundenplan. Viele Jugendliche sind durchfallgefährdet, fallen tatsächlich durch oder wechseln gar auf eine Realschule. Hätte man uns vor der Einführung des G8 gefragt, wäre so was bestimmt nicht zustande gekommen.

 

Oder die Tatsache, dass wir uns jetzt schon vor dem Arbeiten fürchten, weil wir uns bis 67 Jahren abplagen werden müssen. Ich glaube nicht, dass die Jugendlichen für eine Rentenverschiebung gestimmt hätten, wenn man sie gefragt hätte.

 

Und zur Krönung des Ganzen kommt noch das Rentenpaket. Jetzt müssen Milliarden von Euro den Rentnern gezahlt werden und wenn wir mal in vielen vielen Jahren selbst alt sind und uns kaum bewegen können, werden wir nichts von diesem mitbekommen. Denn wir werden so einen Luxus nicht bekommen. Denn die Anzahl der Kinder pro Haushalt der Deutschen ist in den Jahren immer geringer geworden. Im Klartext bedeutet es, dass wenn wir mal alt sind, es keine Kinder und Enkel und andere Leute geben wird, die für uns zahlen können.

 

Natürlich beschweren sich die Erwachsenen mal wieder, dass wir nicht protestiert haben. Doch hätten wir das tatsächlich tun können? Wären wir überhaupt wahrgenommen worden? Nein, denn wir haben keine offizielle Stimme, mit der wir etwas bewirken können. Daran sollte etwas geändert werden, denn so kann das nicht weitergehen. Irgendwann müssen wir sonst die Schule innerhalb von 7 Jahren schaffen und dann bis 70 arbeiten und während unserer „wohlverdienten“ Rente Pfandflaschen aus Mülleimern fischen.

 

Was meint Ihr dazu? Schreibt mir Eure Meinung, Eure Kommentare!

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Bildquelle: http://www.fes.de/forumpug/img_inh/sprichst_du_politik.jpg

Das Logo ist übrigens von einem Forschungsprojekt der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Mehr erfahrt Ihr unter www.sprichst-du-politik.de

 

Übrigens: Dort steht u.a. „Das ist das Dilemma, in dem sich die Jugendlichen befinden: Das Gefühl, in der Demokratie gebraucht zu werden, aber nicht die Möglichkeiten zu haben, dieser Aufgabe gerecht zu werden.“ Okay, soweit so gut – doch was nun? Immerhin haben sie das Problem erkannt, die Forscher.

Evgeniya

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Freitag, 16. Mai 2014

Freitag, 16. Mai 2014

Freitag, 16. Mai 2014